Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

In Südlohn und Oeding werden Pläne für die Ortskerne geschmiedet. Was hingegen mit dem sechs Hektar großen ehemaligen Schulten-Areal wird, ist weiter offen.

Südlohn

, 09.10.2018 / Lesedauer: 3 min

Wie sich die Ortskerne in Südlohn und Oeding in den kommenden Jahrzehnten entwickeln sollen, wird gerade mit dem Integrierten Handlungskonzept (IHK) geplant. Ein großes Grundstück ist in den Planungen jedoch nur als weiße Fläche aufgeführt: Die ehemaligen Hallen des Textilunternehmens Schulten in Oeding spielen in den Planungen keine Rolle.

Das war auch einem Zuhörer in der Abschlussveranstaltung des IHK in der Jakobihalle aufgefallen. „Haben Sie das riesige Areal denn gar nicht berücksichtigt?“, wollte er von den Fachplanern aus Dortmund wissen. Nein, hatten sie nicht. Aber eine Erklärung folgte prompt: „Das ist ein Privatgrundstück. Darauf haben wir keinen Einfluss und dafür können wir auch nichts planen“, hatte Bürgermeister Christian Vedder in der Versammlung erklärt. Aber natürlich sei die Verwaltung mit dem Eigentümer in ständigen Gesprächen.

Unveränderter Stand

Nachfrage beim Eigentümer der Fläche, der Firma Bruno Kleine aus Harsewinkel: Gibt es schon einen Plan oder gar ein konkretes Konzept? Nicolas Kleine, Mitinhaber des Unternehmens, reagiert am Dienstag per E-Mail. Nein, einen Plan gebe es aktuell für die Fläche nicht. „Im Grunde ist der Stand noch unverändert“, schreibt er. Es gebe auch noch keinen zeitlichen Horizont zur weiteren Entwicklung.

Noch keine Perspektive für das Schulten-Areal in Oeding

Der Privatweg hinter den Hallen ist inzwischen mit einem Zaun versperrt. „Aus Sicherheitsgründen“, heißt es. © Stephan Teine

Aktuell möchte das Unternehmen auf jeden Fall weiter im Ort bleiben. „Wir sind weiter gerne in Oeding ansässig“, so Nicolas Kleine. Und das solle aus seiner Sicht eigentlich noch lange so bleiben. Wie sich das Unternehmen – und damit auch das Gelände – langfristig weiter entwickelt, hänge aber auch noch von einem besonderen Standortfaktor ab: „Zum Beispiel davon, wie sich die geplante Umgehungsstraße auf den Standort auswirkt“, erklärt er. Näher möchte er mögliche Pläne nicht eingrenzen.

2006 hatte die Gemeinde den Bebauungsplan geändert, um auf dem ehemaligen Industrieareal im Ortskern Wohngebiete zu entwickeln. Danach ist bisher nichts passiert. Nur das baufällige Verwaltungs- und Bürogebäude des Textilunternehmens Gebrüder Schulten wurde 2016 abgerissen. Die ehemaligen Produktionshallen im hinteren Bereich des Geländes werden von verschiedenen Firmen als Lagerfläche genutzt.

Fußweg gesperrt

Deswegen wurde inzwischen auch ein beliebter Weg über den Hof der ehemaligen Fabrik mit einem Zaun verschlossen. Sehr zum Ärger vieler Oedinger. Jahrzehntelang hatten Fußgänger, Rad- und Rollerfahrer den Weg als Abkürzung zwischen der Schultenallee und dem Woorteweg genutzt. „Der wurde aus Sicherheitsgründen geschlossen“, erklärte Nicolas Kleine. Das sei in Absprache mit dem Bürgermeister passiert. Der etwas längere Weg hinter der Feuerwehr sei weiterhin offen.

Die Sperrung hatte unter anderem bei Facebook für einige Diskussionen gesorgt: Während ein Teil der Facebook-Nutzer Verständnis für die Sperrung zeigte, regten sich andere darüber auf. Schließlich gebe es den Weg ja schon seit Jahrzehnten und auch zu Zeiten der Schulten-Produktion habe es dort viel Lkw-Verkehr gegeben. Passiert sei jedoch nie etwas.

Lesen Sie jetzt