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Sommerferien in Kindergärten und OGS bringen Eltern in Südlohn und Oeding in die Klemme

mlzTerminabsprache

Sechs Wochen Sommerferien haben sich die Kitas in der Gemeinde und die beiden Offenen Ganztagsschulen aufgeteilt. Für Eltern, die Kinder in beiden Einrichtungen haben, wird es schwierig.

Südlohn

, 07.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Kindertagesstätten im Ort werden in den ersten drei Sommerferienwochen schließen. Die Offenen Ganztagsschulen an den beiden Grundschulen schließen in den letzten drei Wochen. Für Eltern, die Kinder sowohl im Kindergarten als auch in der Grundschule haben, stellen sich offensichtliche Fragen: Wie sollen sie die Sommerferien überbrücken? Wo ist Zeit für den gemeinsamen Familienurlaub?

Bewährte Ferienregelung aus den vergangenen Jahren

Diese Ferienregelung habe sich so über die vergangenen Jahre bewährt. So erklärt es zumindest Bürgermeister Christian Vedder gegenüber unserer Redaktion. Offenbar habe es aber dieses Jahr einige kritische Stimmen gegeben. Vedder spricht von „einzelnen Leuten, die nicht so glücklich sind“.

Auch in der Politik ist das Thema angekommen. „Meine Kinder sind zwar nicht mehr im betroffenen Alter, aber ich bin von mehreren Leuten darauf angesprochen worden“, sagt Michael Schichel, Vorsitzender der CDU-Ortsunion Südlohn-Oeding. Er hat beantragt, dass die Ferienproblematik an Grundschulen und Kindergärten in der nächsten Sitzung des Schul-, Jugend- und Sozialausschusses besprochen wird. Der tagt am 20. März.

Kitas können nicht sechs Wochen geöffnet bleiben

„Wir hatten sowieso vor, das Thema dort auf die Tagesordnung zu nehmen“, entgegnet Christian Vedder auf diesen Antrag. Die soll in den nächsten Tagen veröffentlicht werden. Bisher habe die Regelung immer funktioniert. Tatsächlich sei es so, dass wegen der Urlaubsansprüche der Mitarbeiter die Kindertagesstätten im Ort nicht sechs Wochen durchgängig geöffnet bleiben könnten.

Organisatorisch sei es auch schwierig, die Ferienzeiten der Offenen Ganztagsschulen zu verlegen. „Da haben wir aber vielleicht noch etwas Spielraum“, erklärte der Bürgermeister. Für dieses Jahr werde es da aber wahrscheinlich bereits zu eng. Eine Lösung ist auf jeden Fall für das Jahr 2020 vorgesehen. Darüber soll der Ausschuss in seiner Sitzung noch beraten.

Eltern sollen befragt werden

Parallel sollen jetzt die Eltern befragt werden, die für dieses Jahr ein Problem haben. „Es ist gut möglich, dass die Initiative Kids da noch etwas umplanen kann oder wir eine andere Lösung finden“, so Vedder. Dafür will er aber zunächst die Ergebnisse der Elternumfrage und die Diskussion im Ausschuss abwarten.

Für Michael Schichel geht es um die Diskussion insgesamt. „Haben wir ein grundsätzliches Problem oder geht es nur um Einzelfälle?“, diese Frage stellt er in den Raum. Ihm geht es darum, die Kinderbetreuung in der Gemeinde insgesamt zu beraten. „Wir müssen unsere Hardware den Bedürfnissen der Menschen anpassen“, sagt er. Schon jetzt würde ja ständig an der Kinderbetreuung gearbeitet. „Wir vergrößern die bestehenden Kindergärten, müssen uns aber trotzdem fragen, ob das System so ausreicht“, erklärt er. Um das zu tun, brauche die Politik eine sachliche Grundlage. Auch die soll in der Ausschusssitzung am 20. März gefunden werden.

Die Kindergartenverbundleitung und der Träger der Offenen Ganztagsschulen – die Betreuungsinitiative K.i.d.s. gGmbH Bocholt – waren am Mittwoch für unsere Redaktion nicht zu erreichen.

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