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An der Großbaustelle B70/L608 warten die Baufirmen auf beständiges Wetter

mlzGroßbaustelle

Eigentlich sollten Ende 2018 die Straßen- und Radweg-Bauarbeiten abgeschlossen sein. Voraussichtlich wird es vier Monate später so weit sein. Es ist ein Warten auf passende Temperaturen.

von Alex Piccin

Vreden

, 07.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Es geht in kleinen Schritten voran an der Großbaustelle B70/L608. „Das Gros ist fertig. Wir befinden uns zeitlich gesehen im dritten von vier Bauabschnitten“, erklärt Bruno Tenhumberg vom Landesbetrieb Straßen NRW, der auf der Baustelle das Sagen hat. Es entsteht ein Vollausbau. Das bedeutet, dass eine Menge Sachen unter die Erde kommen.

So nutzen beispielsweise die Stadtwerke die Arbeiten an den Straßen, um ihrerseits Leitungen und das Versorgungsnetz zu verbessen und zu verlegen. Dies sei allerdings im Vorfeld so abgesprochen gewesen und kein Grund für die Bauverzögerungen, versichert Tenhumberg. Ursprünglich sollten die im August 2018 begonnenen Arbeiten bis Ende vergangenen Jahres andauern (Münsterland Zeitung berichtete), der aktuell angepeilte Fertigstellungstermin ist Ende April / Anfang Mai. Der Grund ist meteorologischer Natur.

Mindesttemperatur erforderlich

Das Wetter müsse stabil sein. „Die Unbeständigkeit ist ein Problem. Ein schöner Tag reicht nicht“, erläutert Bruno Tenhumberg. Der kurzfristige frühlingshafte Temperatursprung der vergangenen Wochen konnte nur bedingt genutzt werden, da die Planungen mit den Baufirmen einige Wochen im Voraus durchgesprochen werden. Zudem stieg die Temperatur erst in den späten Vormittagsstunden auf die notwendige Höhe. Die verbleibende Zeit sei dann zu kurz, um ganze Abschnitte fertigzustellen und flickschustern wolle man nicht. Bruno Tenhumberg wehrt sich in diesem Zuge gegen Aussagen aus der Bevölkerung wie „die tun da nix“: „Die Baufirmen haben nichts davon, dass die Arbeiten länger dauern. Maschinen, die still stehen, bringen kein Geld.“

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Großbaustelle B 70 / L 608

Auf der Großbaustelle B 70 / L 608 sind die Arbeiten vorangeschritten. An manchen Stellen fehlen nur noch Kleinigkeiten, woanders ist die Baufirma bei den Vorarbeiten.
06.03.2019
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Auf der Großbaustelle B 70 / L 608 sind die Arbeiten vorangeschritten. An manchen Stellen fehlen nur noch Kleinigkeiten, woanders ist die Baufirma bei den Vorarbeiten.© Alex Piccin
Die Fahrbahn besteht aus (von unten) einer Frostschutzschicht sowie bituminöser Trag-, Binder- und Deckschichten.© Alex Piccin
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Der Radweg westlich der Kreuzung B70 / Ringstraße hat seine Deckschicht bereits erhalten.© Alex Piccin
Die meisten Radwege sind noch nicht zur Benutzung freigegeben.© Alex Piccin
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In Höhe des Neubaugebiets wir der Radweg gepflastert.© Alex Piccin
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Derzeit ist die Firma Strabag aus Nordhorn unter anderem damit beschäftigt, an der Einmündung Heckebree/B70 die Vorarbeiten zu leisten. Dränage und Straßenabläufe für die Planungsentwässerung sind beispielsweise bereits eingebaut, Borde gesetzt. Mit dem Bagger wird derzeit eine Tiefe von 70 Zentimetern ausgekoffert, die der Gesamthöhe der asphaltierten Fahrbahn entspricht. Sie besteht aus einer Frostschutzschicht aus Schotter sowie bituminösen Trag-, Binder- und Deckschichten. Die B70 wird dort breiter sein als zuvor, entsprechend wird der Radweg neu angelegt. Im westlichen Kreuzungsbereich ist dieser bereits fertig. Auf weiten Teilen der Großbaustelle entlang der Ringstraße fehlt noch die 2,5 Zentimeter starke Deckschicht. Diese Radwege sind noch nicht freigegeben.

Lieber warten statt doppelte Arbeit

Um die Deckschicht aufzutragen, muss das Thermometer beständig mindestens zehn Grad anzeigen und der Untergrund entsprechend aufgewärmt sein. „Die Schicht muss mit einer Walze verdichtet werden, solange das Material noch warm ist, ansonsten ist der Haftverbund nicht da“, schildert Projektleiter Stefan Elsinghorst das Vorgehen. „Anstatt die Arbeiten übers Knie zu brechen und sie dann zweimal zu machen, warten wir lieber etwas ab.“ In Höhe der Zufahrt zum neuen Baugebiet wird der Radweg gepflastert.

Die aktuell geltende Einbahnstraßenregelung auf der Ringstraße in Richtung Winterswyker Straße bleibt voraussichtlich bis Ende März bestehen. Bis die beiden Ampeln geschaltet sind, wird es noch etwas dauern. „Sobald die bituminösen Arbeiten fertig sind, werden die Signalanlagen installiert. Sie werden kombiniert laufen, um Rückstaus zu verhindern“, sagt Tenhumberg. Wann es aber konkret so weit sein wird, ist noch nicht abzusehen.

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