Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Der gebürtige Vredener Christopher Schemmink hat schon einiges von der Welt gesehen. Der 29-Jährige ist jetzt Hotelmanager in Marienfeld, hat die Heimat dabei aber nie aus dem Blick verloren.

Vreden/Marienfeld

, 12.09.2018 / Lesedauer: 3 min

Mit 16 Jahren zog es den Vredener Christopher Schemmink nach Münster-Hiltrup. Im Hotel Krautkrämer absolvierte er eine Ausbildung zum Hotelfachmann. Es folgten zwei Jahre im Hotel Kempinski in Frankfurt. Dort war er erster Ansprechpartner für den indischen Premierminister Mohammed Singh, wenn dieser mal wieder an einer UN-Vollversammlung teilnahm und vorher meist in Frankfurt Station machte. Der Vredener arbeitete sich hoch, vom Empfangsmitarbeiter zum Schichtleiter und weiter zum stellvertretenden Empfangsleiter.

Berufsweg

Doch mit dieser Position war noch lange nicht Schluss. Christopher Schemmink wechselte auf die Hotelfachschule Wihoga in Dortmund, wo er seinen staatlich geprüften Betriebswirt ablegte. Dort lernte er seine heutige Ehefrau Carina kennen. Weitere Stationen: Leeuwarden, wo er internationales Hotelmanagement studierte, sowie Hotels in Bristol und Berlin.

Vredener trifft als Hotelmanager viele Stars

Reinhold Frie (l.) und der gebürtige Vredener Christopher Schemmink (r.), Hotelmanger in Marienfeld, mit Bruno Labbadia, dem aktuellen Trainer des Bundesligisten VfL Wolfsburg. © Hotel Klosterpforte

2014 wechselte er als Hotelmanager mit seiner Partnerin in den Betrieb seiner Schwiegereltern: das Vier-Sterne-Hotel Residence Klosterpforte in Harsewinkel-Marienfeld. Insgesamt eine durchaus beeindruckende Vita für einen 29-Jährigen. „Da war kein Leerlauf“, erklärt der Hotelmanager am Dienstag im Gespräch mit der Münsterland Zeitung. Einen Gang zurückgeschaltet hat er in Marienfeld nicht. „Wir wollten einen Lebensmittelpunkt haben und nicht überall auf der Welt zuhause sein“, sagt und schließt seine Frau in die Worte mit ein.

Nachwuchs ist da

Im Elternhaus in Vreden sei er „eigentlich zu selten“. Von Harsewinkel sind es mit dem Wagen gut eineinhalb Stunden bis ins westliche Münsterland. Christopher Schemmink: „Wir haben gerade Nachwuchs bekommen und versuchen, alle zwei Wochen die Großmutter zu besuchen.“ Dass jüngst Kirmes in Vreden war, hat er natürlich mitbekommen. „Ich wäre gerne da gewesen.“ Das war ihm nicht vergönnt. „Wir hatten zu der Zeit hier im Hause drei Hochzeiten.“ Zuletzt war er mit der Familie im August für einige Tage in Vreden.

In der Klosterpforte leitet der 29-Jährige das operative Geschäft. Er ist zuständig für den Vertrieb, das Marketing, die Küche, den Service und den Empfang. Das Hotel verfügt über 150 Zimmer und 14 Veranstaltungsräume. 130 Mitarbeiter stehen auf der Gehaltsliste. Auf Hochtouren läuft der Bau eines neuen Event-Centers für bis zu 600 Personen.

Vredener trifft als Hotelmanager viele Stars

Reinhold Frie (l.) und der gebürtige Vredener Christopher Schemmink (r.), Hotelmanger in Marienfeld, mit dem ehemaligen Fußball-Nationalspieler Mario Gomez, der jetzt beim VfB Stuttgart spielt. © Hotel Klosterpforte

Harsewinkel ist nicht gerade der Nabel der Welt. Trotzdem hat sich Christopher Schemmink – mit Schwiegervater und Inhaber Reinhold Frie – mit dem Hotel als Mannschaftsquartier beworben, sollte der Deutsche Fußballbund den Zuschlag für die Fußball-Europameisterschaft 2024 bekommen. Persönlich sprach er noch nicht mit DFB-Teammanager Oliver Bierhoff. Aber: „Er kennt unser Haus. Wir sind geübt im Umgang mit Fußball-Nationalmannschaften.“ Der Name Klosterpforte sei in der Fußballbranche ein Begriff. Das liegt nicht zuletzt daran, dass schon 2006 die portugiesische Nationalmannschaft für 43 Tage in der Klosterpforte ihr WM-Quartier bezog. Allein in diesem Jahr waren ein Dutzend Fußballmannschaften im Hotel. Von Ajax Amsterdam über Lazio Rom bis zu AS Monaco und Norwich City. Der HSV und Schalke 04 waren auch schon zu Gast. Sie alle profitieren von den beiden hauseigenen Fußballplätzen, die der Fifa-Norm entsprechen. „Der Rasen ist wie ein Teppich“, sagt Christopher Schemmink. Kein Wunder, das Hotel verfügt über einen eigenen Greenkeper, der sich täglich um die Rasenpflege kümmert.

Pflegeleichte Mannschaft

Vergleichsweise pflegeleicht war die Mannschaft der Spielvereinigung Vreden, die im Vier-Sterne-Hotel vor dem Saisonstart ebenfalls zum Trainingslage weilte (Münsterland Zeitung berichtete). „Deren Trainer Rob Reekers kennt meinen Schwiegervater“, berichtet Christopher Schemmink. Der Hotelmanager sorgte für einen „guten Preis“ für die Gäste aus der Heimat. Zugute kam den Vredenern, dass sie nicht das komplette „Profi-Paket“ abriefen. Denn die Fußball-Profis ticken anders als andere Gäste. „Sie haben ein anderes Anforderungsprofil“, erklärt Christopher Schemmink. Dazu gehören bis zu acht Mahlzeiten pro Tag, vom Eiweißshake am frühen Morgen bis zu Proteinen am späten Abend. „Da ist alles durchgetaktet.“

Vredener trifft als Hotelmanager viele Stars

Reinhold Frie (l.) und der gebürtige Vredener Christopher Schemmink (r.), Hotelmanger in Marienfeld, mit dem ehemaligen Schalke-Trainer Roberto die Matteo © Hotel Klosterpforte

Lesen Sie jetzt