Noch wirkt der Plan fast ein bisschen unwirklich: Zusammen mit Gonda Nobbe-Elsing und Berthold Elsing (r.) stellen Joachim Geerdes, Harry Richter und dr. (Univ.-Bud.) Matthias Gerl (hinten v.l.) das Rockfield-Festival in Ahaus auf die Beine. Am 18. September sollen fünf Bands in der Augenklinik-Ahaus-Arena spielen. © Stephan Rape
Rockfield-Festival

1000 Zuschauer? Livekonzert soll in Ahaus im September Partylaune bringen

Kann man aktuell schon ein Live-Konzert planen? Die Macher vom Rockfield-Festival in Ahaus sagen ja. Und planen für September 2021 mit bis zu 1000 Zuschauern in der Augenklinik-Arena.

Die sinkenden Inzidenzzahlen machen Hoffnung. Die nächsten Lockerungen stehen an. Doch noch sind viele Veranstalter mehr als vorsichtig, wenn es um große Konzerte oder Partys geht.

Eine Ausnahme gibt es: Eintracht Ahaus, der Musikclub Attic und dr. (Univ. Bud.) Matthias Gerl von der Augenklinik Ahaus planen ein neues Benefizkonzert in der Augenklinik-Ahaus-Arena. Mit Livebands und großem Publikum. Das Rockfield-Festival ist für den 18. September geplant. Und zwar 2021.

„Klar, im Moment haben wir mindestens Plan A bis D in der Schublade liegen“, sagt Harry Richter. Der ehemalige Vorsitzende von Eintracht Ahaus und Geschäftsführer von Brillen Richter hatte das erste Benefizkonzert im vergangenen Spätsommer auf die Beine gestellt. Wegen des Erfolgs – und weil der Betrieb im Attic eben immer noch auf Eis liegt – soll nun die zweite Auflage folgen.

Fast täglich wird die Planung überarbeitet

Dafür planen sie neu: Und zwar fast täglich, je nachdem wie sich die Coronazahlen gerade entwickeln. Ein Wunsch wäre, zwischen 700 bis 1000 Zuschauer in die Augenklinik-Arena lassen zu können, die dann vor der Bühne tanzen. „Das geht natürlich nur, wenn die Corona-Lage passt“, schränkt Harry Richter ein. Denkbar sei auch, dass es nur 500 Zuschauer werden. Oder, dass die große Party eher einem Biergarten gleicht. Es ist eben noch vieles ungewiss. Aber ein Konzert dieser Größe brauche eben Vorlauf.

Klar sei, dass das Benefizkonzert nur unter den strengen Corona-Auflagen stattfinden kann. Digitale Nachverfolgung der Besucher, aktuelle Coronatests oder Impfungen, Hygienekonzept, Ablaufplan – es gibt eben eine ganze Menge mehr Auflagen. Wie die genau aussehen, liege eben auch daran, wie die Coronaverordnungen zum Veranstaltungsdatum aussieht.

Festival soll wirtschaftlich auf eigenen Füßen stehen

Fest steht dafür: Bei der Premiere 2020 beruhte vieles noch auf dem Ehrenamt. Auf persönlichem Engagement einzelner Ahauser. In diesem Jahr soll es eine Party werden, die auch wirtschaftlich Erfolg hat. „Alle sollen davon profitieren“, sagt Harry Richter. Natürlich das Attic, aber genauso das Servicepersonal oder die Veranstaltungstechnik.

Doktor Victor aus Tschechien standen schon mit AC/DC auf einer Bühne. Beim Rockfield-Festival sollen die Bluesrocker in Ahaus begeistern. Bei der ersten Großveranstaltung, die aktuell in der Stadt geplant wird.
Doktor Victor aus Tschechien standen schon mit AC/DC auf einer Bühne. Beim Rockfield-Festival sollen die Bluesrocker in Ahaus begeistern. Bei der ersten Großveranstaltung, die aktuell in der Stadt geplant wird. © Attic Musicclub © Attic Musicclub

Und noch etwas ist klar: „Die Musik steht“, sagt Berthold Elsing, Betreiber des Musikclubs Attic. In diesem Jahr gibt es noch keinen großen Headliner, allerdings „viele Bands, die gerade auf dem Absprung sind und demnächst in den großen Hallen und Stadien spielen werden“: Beispielsweise „Doctor Victor“ aus Tschechien: Die Rock-und-Blues-Band stand auch schon als Vorband von „AC/DC“ auf der ganz großen Bühne.

Dabei sind außerdem JP Son (Fresh Folk&Roots), Tom James (Acoustic Singer Songwriting & Fingerstyle Guitarplaying), Benj Rose (rockiger Funk & Soul) sowie die Ahauser Band Nork. Weitere Ahauser Bands waren angefragt, hatten aber keine Zeit.

Kein Publikum speziell im Blick

Ein genaues Zielpublikum haben die Veranstalter nicht ins Auge gefasst. „Von 18 bis 80. Da gibt es keine Grenze“, erklärt Harry Richter fröhlich. Matthias Gerl hat ein klares Ziel für das Konzert: „Nach einer so entbehrungsreichen Zeit wollen die Menschen einfach wieder einmal feiern“, sagt er. Als Hauptsponsor unterstützt er das Festival. „Und ich glaube, das wird gut.“ Da ist er sich sicher.

Geht es nach den Organisatoren, soll das Rockfield-Festival auch nach der Corona-Pandemie weitergehen. „Als kleines, feines Festival in Ahaus. Vielleicht auch an zwei Abenden“, blickt Berthold Elsing etwas weiter in die Zukunft.

Tickets sind ab sofort erhältlich

Tickets kosten 25 Euro. Sie sind aktuell schon online unter www.attic-musicclub.de erhältlich. Ab Juli kann man sie auch telefonisch vorbestellen, Tel. (02561) 40909. Sollte das Festival nicht stattfinden können, wird der Kaufpreis natürlich erstattet. Doch an diese Option mag noch niemand denken.

Über den Autor
Redaktion Ahaus
Ursprünglich Münsteraner aber seit 2014 Wahl-Ahauser und hier zuhause. Ist gerne auch mal ungewöhnlich unterwegs und liebt den Blick hinter Kulissen oder normalerweise verschlossene Türen. Scheut keinen Konflikt, lässt sich aber mit guten Argumenten auch von einer anderen Meinung überzeugen.
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Stephan Rape
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