133 Zehntklässler der Anne-Frank-Realschule feiern Schulabschluss

Abschlusszeugnisse

„Helden – Wir machen unser Ding“ – war der der rote Faden der Entlassfeier der Anne-Frank-Realschule. 133 Schülerinnen und Schüler freuten sich mit Eltern und Lehrern über ihre Zeugnisse.

Ahaus

22.06.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Trotz der strengen Coronaregelungen haben die Abschlussschüler der Anne-Frank-Realschule ihren Abschied von der Schule gefeiert – allerdings in mehreren kleinen Gruppen.

Trotz der strengen Coronaregelungen haben die Abschlussschüler der Anne-Frank-Realschule ihren Abschied von der Schule gefeiert – allerdings in mehreren kleinen Gruppen. © Anne-Frank-Realschule

Schon den Schulalltag hatte die Corona-Pandemie an der Anne-Frank-Realschule ordentlich durcheinander gewirbelt. Noch schlimmer war das bei der Planung der Entlassfeier für die Abschlussklassen 2020.

Anders als geplant verlief sie unter strenger Einhaltung der Abstandsregeln, in einer stark verkleinerten Schulgemeinschaft. Die drei gehaltenen Wortgottesdienste mit anschließender Zeugnisübergabe in der Kirche St. Mariä Himmelfahrt lobten sowohl Schüler als auch Eltern und Lehrer als eine innige und sehr persönliche Verabschiedung.

Drei Gottesdienste in kleinerem Rahmen

Den Gottesdienst hatten die Religionslehrerinnen Julia Bahlinghorst und Silvia Resing gemeinsam mit einigen Zehntklässlern vorbereitet. Pfarrer Heinrich Hagedorn aus Alstätte war kurzfristig für erkrankte Pastoralreferentin Frau Vera Naber eingesprungen. Er verwies darauf, dass man in schwierigen Zeiten keine andere Wahl habe, als den Abschluss in verkleinerter Form zu feiern.

Das von den Entlassschülern gewählte Motto „Helden – wir machen unser Ding“ spiegelte sich in den Reden aller Beteiligten wider. Pfarrer Heinrich Hagedorn sprach diese Helden konkret an: „Krankenpfleger, Ärzte, Berufstätige im Supermarkt, Erzieher und viele weitere Menschen, die täglich trotz eigener Gefährdung um das Leben anderer Menschen kämpfen.“

„Held sein“ beginnt schon im Alltag

In selbst geschriebenen Texten nahmen Schülerinnen und Schüler ihr Motto unter die Lupe und erklärten, warum sie Helden seien. Dabei spannten sie den Bogen von sich zu den Alltagshelden: Helden zeichnen sich demnach durch ihren Charakter und ihre Taten aus. „Held sein“ beginne so schon im Alltag.

Schulleiterin Bärbel Fleer griff in ihrer Rede ebenfalls das Motto auf: Die Corona-Zeit habe Schüler und Lehrer geerdet. Auch habe sie gelehrt, den Blick wieder auf das Wichtigste im Leben zu richten: die eigene Familie. Not mache bekanntlich erfinderisch und so hätten sich Schüler und Eltern ganz neuen Herausforderungen stellen müssen. Neben einem guten Zeitmanagement, strukturierten Tagesplänen und gelegentlichen Konflikten sei die Situation insgesamt von allen Beteiligten heldenhaft gemeistert worden. Mit einem prüfenden Blick auf die Abschlussklassen endete die Ansprache der Schulleiterin mit den Worten: „Jetzt seid ihr reif für das Leben da draußen, geht nun und macht euer Ding.“

Musikalisch untermalt wurde die Feier von Charlotte Hundt, Lotte Menker und Fabian Rose sowie den Lehrerinnen Simone Erdweg, Hanna Wackerbarth-Meyknecht und Susanne Zukunft, begleitet von Dr. Annegret Heemann (Querflöte) und Birgit Woltering (Klavier).

77 Schülerinnen und Schüler erhielten die Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe.

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