2015 erste Neuansiedlung im Industriepark A 31?

Erschließung ab 2014

Gewerbeflächen in Ahaus und Legden sind knapp. Für ansiedlungs- oder erweiterungswillige Unternehmer gibt es aber einen Silberstreif am Horizont: Die Planungen für das interkommunale Gewerbegebiet an der Ausfahrt der A 31 nehmen ein Jahrzehnt nach den ersten Ideen schärfere Konturen an. 2015 könnten dort die ersten Ansiedlungen erfolgen – wenn alles optimal läuft.

AHAUS/LEGDEN

von von Stefan Grothues

, 23.10.2013, 18:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die dunkle Fläche umreißt den ersten Abschnitt des Bebauungsplans »Industriepark A 31« direkt am Knotenpunkt der Autobahn (links) mit der Bundesstraße 474.

Die dunkle Fläche umreißt den ersten Abschnitt des Bebauungsplans »Industriepark A 31« direkt am Knotenpunkt der Autobahn (links) mit der Bundesstraße 474.

Acht Unternehmen haben bereits ihr Interesse an einem Gewerbegrundstück in dem neuen Industriepark bekundet. Sechs von ihnen sind in Ahaus ansässig, eines in Legden und eines stammt von außerhalb. „Eines ist sicher: Das Gewerbebebiet ist für Unternehmer wegen seiner Lage an der Autobahn äußerst attraktiv, so der Beigeordnete der Stadt Ahaus, Georg Beckmann (Foto). Wie geht das Bebauungsplanverfaren nun weiter? Der Entwurf wird nach den Beschlüssen der beiden Räte in den nächsten Wochen öffentlich ausgelegt. Träger öffentlicher Belange, Anlieger oder andere Bürger können dann Einwände geltend machen oder Anregungen geben. „Die müssen wir dann 2014 abarbeiten“, sagt Beckmann. Mit „wir“ meint er vor allem den Zweckverband, den Legden und Ahaus eigens für die Umsetzung des interkommunalen Gewerbegebiets gegründet haben.

Verschiedene Behörden haben bereits im Vorfeld Stellungnahmen abgegeben – vom Kreis Borken über Landwirtschaftskammer und Wehrbereichsverwaltung bis hin zur Telekom. Grundsätzliche Bedenken und Hindernisse tauchten dabei nicht auf. Geklärt werden muss aber zum Beispiel noch, ob die Feuerwehr Legden die Hilfsfrist für den Brandschutz, die maximal acht Minuten betragen darf, einhalten kann, wie genau die Anbindung an die B 474 realisiert und wie das Schmutzwasser entsorgt werden kann. Die Untere Landschaftsbehörde gibt zudem Auflagen zum Arten- und Biotopenschutz: Für die vorgefundenen Steinkäuze, Feldsperlinge, Nachtigallen und Fledermäuse müssen vor der Erschließung Ausweichquartiere geschaffen werden.

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