65 neue Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung

Nach zwei Jahren Bauzeit ist die Werkstatt für Menschen mit Behinderung gewachsen und bietet nun Platz für sechs neue Arbeitsgruppen. Lichtdurchflutete Gänge verbinden die neuen Räumlichkeiten im Haus Hall. Die Gebäude gruppieren sich um zwei Innenhöfe, die reichlich Platz für Erholungspausen bieten. Sogar ein übergroßes Schachspiel steht den Beschäftigten der Werkstätten zur Verfügung.

AHAUS

von Jessica Beck

, 05.10.2011, 14:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine beliebte Neuheit im Haus Hall ist der sogenannte „Snoezelenraum“, der zur Erholung dient. Ein Wasserbett, Lichtspiele, Videoprojektionen und Musik sollen dort den Beschäftigten Entspannung schaffen. Diese Möglichkeit nutzen viele Arbeiter gerne, denn die Werkstatt ist schließlich keine „Bastelstube“, sondern anstrengende Arbeit. „Die Firmen wollen mit uns zusammenarbeiten, weil wir gute Qualität bieten und zuverlässige Geschäftspartner sind“, erzählt der Abteilungsleiter Manfred Kerkering. Sie müssten Aufträge mit bestimmten Lieferzeiten bearbeiteten wie andere Werkstätten auch. Gefertigt werden in Ahaus unter anderem Handtuchhalter, Kerzen und Musterkataloge, aber auch Elektromontage und Verpackung gehören dazu. In mehreren Schritten führen die Beschäftigten die Arbeiten aus.

Die Maschinen und Systeme wurden speziell entwickelt, damit sie von jedem bedient werden können. So ist es auch möglich, den Arbeitsbereich regelmäßig zu tauschen, um Abwechslung zu schaffen. Die neue Lagerhalle mit 120 Palettenstellplätzen grenzt nun direkt an die Werkstatt. So können auch ganze Paletten herein gefahren werden. Das erleichtert zum Beispiel die Arbeit am Unfallschutz für Maishäcksler, die ebenfalls im Haus Hall zusammen gebaut werden. Abgerundet wird der Bau durch einen neuen Speisesaal mit Verteilerküche und großer Ausgabetheke. So ist auch für das leibliche Wohl der Arbeiter gesorgt.

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