6800 Kartons für den guten Zweck

28.01.2008, 18:57 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>Kein Platz fürs Auto: In der Garage von Hansjürgen Heinritz stapeln sich Kartons mit Hilfsgütern. Grothues</p>

<p>Kein Platz fürs Auto: In der Garage von Hansjürgen Heinritz stapeln sich Kartons mit Hilfsgütern. Grothues</p>

Ahaus Das Auto von Hansjürgen Heinritz muss vor der Garage stehen bleiben. Seit zehn Jahren. Denn drinnen stapelt sich bis zur Decke kartonweise Hilfe für behinderte Kinder in Rumänien und Moldawien. "Unser Zwischenlager", so nennt Heinritz seine Hilfsgütersammelstelle. 6800 Kartons und Plastiksäcke vor allem mit Kleidung haben dort seit 1998 auf ihren Abtransport gewartet.

Vor zehn Jahren fragten Mitarbeiter des diakonischen Vereins agape mit Sitz in Bad Salzuflen Hansjürgen und Gisela Heinritz, ob sie nicht in Ahaus eine Sammelstelle einrichten wollen. "Damals waren wir nicht so begeistert", gesteht der heute 75-Jährige. "Aber heute gehen wir voll und ganz in der Geschichte auf - auch wenn es mitunter richtig schwere Arbeit ist."

Denn spätestens seit zwei Besuchen in Rumänien weiß das Ehepaar Heinritz, wie bitter die Armut der behinderten Kinder in Rumänien ist, und wieviel ihre Hilfe bewirkt. So sammeln die beiden Senioren weiterhin gut erhaltene Kleidung (keine Lumpen), Heimtextilien, Rollatoren, Rollstühle, Stoffe und Garne. "Wenn die Garage voll ist, dann kommt ein agape-Bulli und holt die Spenden ab. Von Lippstadt aus werden die Spenden dann als Containerfracht weiterverschickt." Die Gebrauchtkleider werden von agape in Rumänien und von dortigen diakonischen Vereinen in Kleiderläden verkauft. Der Erlös fließt in den Aufbau von Behinderteneinrichtungen.

Eines ist schon sicher: Die Garage von Hansjürgen Heinritz wird nur kurze Zeit leer stehen. Schon bald werden dort wieder neue Kartons gestapelt. Heinritz lacht: "Das Auto bleibt weiter draußen. Aber es dient ja einer guten Sache". gro

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