900 Euro Geldstrafe für notorischen Schwarzfahrer

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Mehrere Male fuhr ein 23-jähriger Alstätter mit der Bahn von Ahaus nach Lünen, um seine Kinder zu sehen, die dort bei der Ex-Partnerin leben. Allerdings hatte er kein Geld für Bahntickets.

Ahaus

, 26.05.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Ex-Partnerin des 23-jährigen Alstätters lebt mit den beiden gemeinsamen Kindern in Lünen. Um seine Kinder zu besuchen, fuhr der 23-Jährige Ende 2019 und Anfang 2020 acht Mal mit der Bahn dorthin – ohne jeweils im Besitz eines Fahrscheins zu sein.

„Ich hatte kein Geld“

„Erschleichen von Leistungen“ warf die Staatsanwaltschaft dem 23-Jährigen am Dienstag in der Verhandlung im Amtsgericht Ahaus vor. Warum er schwarzgefahren sei und sich keine Bahntickets gekauft habe, wollte der Richter vom Angeklagten wissen. Die Antwort: „Ich hatte kein Geld. Ich musste noch die Geldstrafe aus einer anderen Sache bezahlen.“

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Gleichwohl sei er jetzt auf einem guten Weg, sagte der Alstätter, den die Trennung von seiner Partnerin und den Kindern belastet habe. „Ich nehme psychologische Hilfe in Anspruch und habe vor Kurzem einen Minijob angefangen.“

Einschlägig vorbestraft

Für den einschlägig vorbestraften Alstätter – das Bundeszentralregister weist unter anderem eine Strafe wegen 18-maligen Erschleichens von Leistungen aus – forderte die Vertreterin der Staatsanwaltschaft eine Geldstrafe in Höhe von 90 Tagessätzen zu je zehn Euro, insgesamt 900 Euro.

Dem geforderten Strafmaß folgte der Richter in seinem Urteil. Er gab dem Alstätter noch eine Warnung mit auf den Weg: „Wenn Sie nicht aufhören, bekommen Sie beim nächsten Mal eine Freiheitsstrafe.“

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