Aabachschule bekommt für mehrere Millionen Euro einen Neubau

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Für rund drei Millionen Euro – eine erste grobe Schätzung der Verwaltung – bekommt die Aabachschule in Ahaus einen zweigeschossigen Neubau. Ein Teil der Schule wird dafür abgerissen.

Ahaus

, 19.06.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zuerst war nur die Sanierung der WC-Anlage der Aabachschule geplant. Jetzt bekommt die Grundschule für rund 2,9 Millionen Euro einen Neubau. Allerdings handelt es sich bei dieser Summe um eine erste grobe Schätzung der Verwaltung.

„Es ist ein Projekt, das mich seit meinem Amtsantritt begleitet“, erklärte der Technische Beigeordnete Thomas Hammwöhner in der gemeinsamen Sitzung des Schulausschusses und des Ausschusses für Stadtentwicklung. Seine Amtszeit begann am 1. Dezember vergangenen Jahres.

Zwei Bauvarianten

Ursprünglich hatte die Stadt geplant, 2019 die Toiletten der Aabachschule zu sanieren. Bei einem Ortstermin im Februar 2019 machte die Schulleitung weiteren Raumbedarf geltend. Warum also nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen?

„Die Sanierung wurde zurückgestellt und es wurden zwei Bauvarianten entwickelt“, erklärte Thomas Hammwöhner. „Beide mit Vor- und Nachteilen.“

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Zum Raumbedarf: Neben neuen Toiletten ist im Verwaltungsbereich ein Büroraum erforderlich, es fehlen zum Beispiel Lehrerarbeitsplätze, ein Besprechungsraum sowie Mehrzweck- und Differenzierungsräume. Nach der Schulentwicklungsplanung fehlen der zweizügigen Grundschule ebenfalls Räume für den offenen Ganztag. Der Speisebereich liegt ungünstig im Obergeschoss. Aktuell bietet er lediglich nur ausreichend Platz.

Thomas Althaus, vom Fachbereich Immobilienwirtschaft der Stadtverwaltung erläuterte die beiden Varianten. Variante 1 sieht an der Aabachschule den Umbau und einen Anbau vor. Die geschätzten Investitionskosten betragen 2,3 Millionen Euro. Geplant ist die Kernsanierung des WC-Traktes, im Erdgeschoss gibt es einen neuen Verwaltungsbereich, der Speisebereich wird im Erdgeschoss angebaut, ebenso eine zweite Fluchttreppe. Ein zweigeschossiger Anbau ist geplant, der ehemaligen Speisebereich soll zum OGS-Raum werden.

Neubau an gleicher Stelle

Variante 2 sieht den Teilabriss eines kompletten Gebäuderiegels (zweigeschossig) vor – inklusive WC-Anlagen und OGS-Bereich. Anschließend erfolgt ein Neubau an gleicher Stelle. Die grob geschätzten Investitionskosten beziffert die Verwaltung auf 2,9 Millionen Euro. „Es handelt sich um den allerersten Entwurf“, erklärte Thomas Althaus zu den voraussichtlichen Baukosten.

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Anschließend bekamen die Ausschussmitglieder die Vor- und Nachteile der beiden Varianten präsentiert. Variante 1 hat eine um sechs Monate längere Bauzeit, zudem muss im Bestand gearbeitet werden. „Eine Erweiterung der Haustechnik ist schwieriger“, erläuterte Thomas Althaus.

Variante 2 kann mit einer optimierten Raumordnung, einer kürzeren Bauzeit sowie der Barrierefreiheit punkten. „Ein Minus sind die höheren Baukosten“, berichtete Thomas Althaus.

„Klares Signal der Schule“

„Wir haben beide Varianten mit der Schulleitung und mit Vertretern der OGS besprochen“, sagte Beigeordneter Werner Leuker. „Die Variante 2 wird aus Sicht des Schulablaufs deutlich bevorzugt. Das ist das klare Signal der Schule.“ Auch die Verwaltung bezog Stellung: Aus wirtschaftlicher Sicht überwiegen die Vorteile der Variante 2.

Das sahen auch die Mitglieder beider Ausschüsse so – und votierten jeweils einstimmig für Variante 2. „Am Ende des Tages überwiegen die Vorteile, die der Neubau mit sich bringt“, erklärte Thomas Vortkamp (CDU). „Die beste Lösung ist gerade gut genug für die Bildung insgesamt“, sagte Ludwig Niestegge (UWG).

Die Verwaltung rechnet mit dem Baustart Mitte 2021. Ende 2022 könnte der Neubau fertig sein. Die vorhandene WC-Anlage wird kurzfristig „kosmetisch“ überarbeitet.

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