Seit Mittwoch sind die Abrissarbeiten an der Wüllener Turnhalle von außen sichtbar. Wenn alles nach Plan läuft, soll der Neubau im April 2022 fertig sein. © Stadt Ahaus
Turnhalle Wüllen

Abriss hat begonnen: Wüllen bekommt endlich eine neue Turnhalle

Die Arbeiten haben begonnen: Seit Mittwoch sind die Abrissarbeiten an der Turnhalle in Wüllen sichtbar. Wenn alles nach Plan läuft, kann der Neubau in knapp einem Jahr eröffnet werden.

Die Tage der alten Turnhalle der Andreasschule in Wüllen sind endgültig gezählt. Am Mittwoch haben die sichtbaren Abrissarbeiten an der über 55 Jahre alten Turnhalle begonnen. Zuvor ist aber bereits im Innern der Halle einiges passiert: Wegen der damals verbauten Schadstoffe mussten einige Teile zunächst aufwendig saniert werden.

„Beispielsweise die Abflussrohre mussten erst ausgebaut werden“, erklärt Norbert Rose vom Fachbereich Immobilienwirtschaft der Stadt Ahaus. Er macht sich am Donnerstagvormittag vor Ort selbst ein Bild der Arbeiten. „Die Arbeiten haben genau wie geplant begonnen“, betont er – und möchte damit auch einige Nachfragen der Wüllener befriedigen, die sich zuletzt immer wieder an die Stadt gewandt und nach dem Beginn der Arbeiten gefragt hatten.

Drei Wochen für den Abriss, dann Neubau

Geht es nun weiter nach Plan, sollen die Abrissarbeiten ungefähr drei Wochen dauern. Dann schließen sich direkt die Erdarbeiten und der Rohbau an. „Plusminus“, erklärt Thomas Althaus, Projektleiter bei der Stadt Ahaus. Ganz genau könne man das natürlich nie abschätzen.

So könnte die neue Turnhalle der Wüllener Andreasschule aus Blickrichtung der Schule aussehen. © Grafik Architekturbüro Boonk © Grafik Architekturbüro Boonk

Geplant ist, dass die Arbeiten insgesamt rund ein Jahr dauern. Für April 2022 ist die Fertigstellung der neuen Halle angedacht. Die wird nicht nur moderner, sondern auch größer als das alte Gebäude: Eine Spielfläche von 15 mal 30 Metern wird entstehen. Zum Vergleich: Die alte Halle ist gerade einmal 12 mal 24 Meter groß.

Lieferschwierigkeiten bei Baustoffen können zum Problem werden

Ein Problem sehen die Planer aktuell in der Versorgung mit Baustoffen. „Einige Lieferketten sind komplett unterbrochen“, sagt Thomas Althaus. Das sei ein Riesenproblem. „Wir hoffen natürlich, dass es funktioniert, können aber im Moment keine Garantie geben“, fügt Norbert Rose hinzu.

Ein offizieller Spatenstich als symbolischer Beginn der Bauarbeiten ist für den Beginn des Rohbaus angedacht. Das steht aber aktuell noch auf wackeligen Füßen. Veranstaltungen sind mit Blick auf die Corona-Krise aktuell natürlich nur sehr vorsichtig zu planen.

Schule und Sportverein weichen in andere Hallen aus

Rund ein Jahr lang wird der Ortsteil Wüllen also keine eigene Sporthalle haben. Sobald die Pandemie es wieder zulässt, weichen Schul- und Vereinssport in andere Hallen aus: in die Gymnastikhalle des TuS Wüllen oder die Sporthallen im Vestert.

Der neue Haupteingang der Halle wird zum Schulhof weisen. Für die Vereine ist ein weiterer Eingang in Richtung Friedhof geplant. Sportler erreichen das Gebäude so direkt von der Friedmate und müssen das Gelände der Andreasschule nicht betreten.

Über 55 Jahre hat die Turnhalle der Andreasschule in Wüllen auf dem Buckel. Jetzt wird sie abgerissen und macht Platz für einen größeren Neubau.
Über 55 Jahre hat die Turnhalle der Andreasschule in Wüllen auf dem Buckel. Jetzt wird sie abgerissen und macht Platz für einen größeren Neubau. © Stadt Ahaus © Stadt Ahaus

Geplant ist auch ein großes Vordach, darunter wäre Platz für mehrere Sitznischen, die von den Schülern in den Pausen genutzt werden könnten. Große Fensterfronten sollen für deutlich mehr Licht als bisher sorgen. Beschattung an der Südseite sorgt gleichzeitig dafür, dass sich die Halle im Sommer so wenig wie möglich aufheizt.

Insgesamt 2,5 Millionen Euro für den Neubau

Die Halle kann zukünftig durch einen Vorhang in der Mitte zweigeteilt werden. Genauso wie die Geräteräume: einer für schulische Zwecke, einer für den TuS Wüllen. Die Umkleiden sind direkt an das mit großen Fensterfronten ausgestattete Foyer angeschlossen.

In der Halle sind außerdem ein barrierefreies WC, ein Lehrerraum und ein Außengeräteraum geplant. Mit einer lichten Höhe von sieben Metern kann sie auch für Mannschaftssportarten wie Volleyball oder Basketball problemlos genutzt werden.

Rund 2,5 Millionen sind für das Projekt insgesamt veranschlagt. „Wir sind und bleiben optimistisch, dass wir diesen Rahmen einhalten können“, erklärt Norbert Rose.

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Redaktion Ahaus
Ursprünglich Münsteraner aber seit 2014 Wahl-Ahauser und hier zuhause. Ist gerne auch mal ungewöhnlich unterwegs und liebt den Blick hinter Kulissen oder normalerweise verschlossene Türen. Scheut keinen Konflikt, lässt sich aber mit guten Argumenten auch von einer anderen Meinung überzeugen.
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Stephan Rape

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