Ahaus kämpft mit den weißen Massen

Fragen und Antworten

Eine dünne Schneeschicht hat gestern Morgen die Ahauser überrascht. Plötzlich ist der Winter in die Stadt gekommen. Schneeschieber und Streusalzeimer kommen doch noch zum Einsatz. Doch wer muss eigentlich wann und wo räumen? Einige Fragen und Antworten.

AHAUS

, 29.12.2014, 18:36 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ahaus kämpft mit den weißen Massen

Auf öffentlichen Flächen - wie im Bild auf dem Marienplatz - sorgt die Stadt dafür, dass Schnee und Eis geräumt werden.

Wo sind die Anwohner für die Räumung der Gehwege verantwortlich?

Alle Straßen, die nicht in der Straßenreinigungssatzung aufgeführt sind, müssen von den Anliegern schnee- und eisfrei gehalten werden. Dabei handelt es sich in erster Linie um die Straßen in den Wohngebieten. Erst einmal ist der jeweilige Hauseigentümer für die Reinigung entlang seiner Grundstücksgrenzen verantwortlich. In Mehrfamilienhäusern kann der Vermieter diese Pflicht per Mietvertrag allerdings an die Mieter weitergeben.

Reicht es, eine "Schneeschieberbreite" frei zu räumen?

Nein. Laut Satzung muss ein 1,5 Meter breiter Streifen komplett von Eis und Schnee frei gehalten werden. Wer vorsätzlich gegen diese Reinigungspflicht verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit.

Von wann bis wann muss der Gehweg freigehalten werden?

Werktags müssen Gehwege von 7 bis 20 Uhr schnee- und eisfrei gehalten werden. Sonn- und feiertags muss über Nacht entstandene Glätte bis 9 Uhr beseitigt sein.

Was passiert, wenn ein Unfall auf einer nicht geräumten Fläche passiert?

Dann kann der Geschädigte von demjenigen, der hätte räumen müssen, Schadenersatz verlangen. Das ist entweder der Eigentümer des Hauses oder auch der Mieter, der mit der Räumung der Wege beauftragt ist. Ein Unfall kann sogar strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen: Der Verursacher - also wiederum derjenige, der räumen sollte, es aber nicht getan hat - kann wegen fahrlässiger Körperverletzung angezeigt werden.

Wer kümmert sich darum, dass die großen Straßen frei bleiben?

Auf den großen Straßen - die alle in der Straßenreinigungssatzung erfasst sind - kümmert sich der städtische Bauhof um die Verkehrssicherheit. Dazu sind drei Streufahrzeuge für die Straßen und neun Räumfahrzeuge für Rad- und Gehwege im Einsatz. Im Ernstfall können zusätzlich bis zu neun Kolonnen von Hand Übergänge an Straßen von Eis und Schnee befreien.

Wieviel Streusalz wird in Ahaus gelagert?

175 Tonnen sind bereits eingelagert. Die Stadt nimmt außerdem eine neue Lagerhalle für 500 Tonnen in Betrieb. dazu kommt noch einmal eine Reserve von 200 Tonnen, die beim Lieferanten lagert und direkt abgerufen werden kann.

Wie aufwendig ist in Ahaus der städtische Winterdienst?

Allein 2013 wurden durch die Mitarbeiter des Bauhofs 3109 Stunden Winterdienst geleistet. Die Fahrzeuge waren 2128 Stunden im Einsatz.

Wo gibt es weitere Informationen?

Die Stadtverwaltung beantwortet weitere Fragen telefonisch unter Tel. (02561) 720.

Ab wann dürfen Eisflächen betreten werden?

Bis auf weiteres noch gar nicht. Auf den meisten Gewässern befindet sich erst eine - wenn überhaupt - sehr dünne und brüchige Eisschicht. Die Stadt gibt die Eisflächen erst frei, wenn sie definitiv tragfähig genug sind. Dafür braucht es mehrere Tage durchgängigen Frost.

War es das erst einmal wieder mit dem Schnee?

Mit langfristigen Vorhersagen hält sich der Deutsche Wetterdienst zurück. Für die kommenden Tage sagen die Meteorologen jedoch anhaltenden Frost und drei bis sechs Zentimeter Neuschnee für ganz Westfalen sowie überfrierende Nässe voraus.

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