Ahaus Marketing und Touristik (AMT) räumt Differenzen mit Musikvereinen aus der Welt

Verkaufsoffener Sonntag

Im Rotationsprinzip sorgen die Ahauser Musikvereine für das musikalische Programm des früheren „Mantelsonntags“. Doch nicht alle Ideen von AMT kamen bei den Musikern gut an.

Ahaus

, 09.09.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ahaus Marketing und Touristik (AMT) räumt Differenzen mit Musikvereinen aus der Welt

Die Bühne für die Musiker kehrt in diesem Jahr auf den Sümmermannplatz zurück. © Archiv

Die Gemüter haben sich beruhigt, der Ärger ist verflogen. Claudia Platte, Geschäftsführerin von Ahaus Marketing & Touristik (AMT), und Vertreter der Ahauser Musikvereine haben sich am Montag getroffen, um über die Planungen für Sonntag, 6. Oktober, (früher „Mantelsonntag“) zu diskutieren. Denn für die Vereine, die im Rotationsprinzip für den musikalischen Rahmen sorgen, gab es Redebedarf.

„Wir waren nicht mit allen Ideen ganz einverstanden, die von AMT-Seite an uns herangetragen wurden“, erklärt Stefan Dechert, Geschäftsführer vom Musikverein Wessum, auf Anfrage der Redaktion. Im vergangenen Jahr waren es Dechert und seine Wessumer Kollegen, die ihren Teil zum Gelingen des Festtages in der Ahauser Fußgängerzone beigetragen haben. Doch dem Verein fehlte 2018 die Wertschätzung früherer Jahre.

Diskussionen über fehlende Bühne für Musiker

„Bis vor zwei Jahren gab es für uns Musiker eine Bühne auf dem Sümmermannplatz. Im letzten Jahr saßen wir stattdessen auf dem Boden, wo man nicht unbedingt wahrgenommen wird“, so Dechert, „auch für die Zuschauer war das nicht optimal.“

Leichte Kritik übt Dechert auch am Marsch durch die Innenstadt: „Im Kern ist es eine gute Idee, aber an einem verkaufsoffenen Sonntag ist es für uns Musiker nicht leicht, sich durch die volle Fußgängerzone zu drängen.“

Deshalb suchten er und seine sechs Kollegen der anderen Ahauser Musikvereine den Dialog mit AMT. Und die Kritik scheint angekommen worden zu sein. „Es war ein sehr konstruktives Gespräch. Uns wurde zugesagt, dass es in diesem Jahr wieder eine Bühne auf der rechten Seite des Sümmermannplatzes geben wird“, berichtet Stefan Dechert.

Auch der Marsch durch die Innenstadt sei gestrichen worden. „Für uns ist das eine sehr glückliche Lösung. Die Problemchen sind ausgeräumt. Für uns ist es ein Highlight, dass wir in diesem Rahmen konzertante Musik präsentieren dürfen“, so der Wessumer.

Claudia Platte lässt Programm noch offen

Auch Claudia Platte zeigte sich am Freitag mit dem Verlauf des Gesprächs zufrieden: „Wir haben nun ein sehr schönes Programm, das wir in der nächsten Woche dem Gesellschafterausschuss vorstellen können.“ Zu den Gesprächen mit den Musikvereinen sagt sie: „Wir suchen immer den Dialog und schauen, was weiter optimiert werden kann.“

Anders als im vergangenen Jahr stand das Abendprogramm „Fanfaren Flammen Feuerwerk“ diesmal nicht auf der Kippe: „Die Veranstaltung wird stattfinden.“ Durch einen Tausch mit der Städtischen Kapelle ist es im Übrigen auch in diesem Jahr der Wessumer Musikverein, der für die musikalische Unterhaltung sorgen wird.

Info Da der Begriff „Mantelsonntag“ auf einer kommerzielle Veranstaltung hinweist, wird er nach Angaben von AMT fortan nicht mehr genutzt. Denn für die Genehmigung eines verkaufsoffenen Sonntags muss das Festprogramm im Mittelpunkt und der kommerzielle Charakter im Hintergrund stehen. Über den Erlass einer ordnungsbehördlichen Verordnung zur Sonntagsöffnung aus Anlass von „Fanfaren Flammen Feuerwerk“ wird am Dienstag, 10. September, der Rat der Stadt Ahaus diskutieren.
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