Ein 30-jähriger Ahauser hat gestanden, von einem einschlägig bekannten Dealer über zwei Jahre Drogen erworben zu haben. Aber nicht in der Häufigkeit, wie in der Anklageschrift beschrieben. Das schützte ihn vor einer Bewährungsstrafe nicht.
Ein 30-jähriger Ahauser hat gestanden, von einem einschlägig bekannten Dealer über zwei Jahre Drogen erworben zu haben (Symbolfoto). Aber nicht in der Häufigkeit, wie in der Anklageschrift beschrieben. Das schützte ihn vor einer Bewährungsstrafe nicht. © Montage: Nina Dittgen
Schöffengericht

Ahauser (30) will von Drogen loskommen: „Das hat mich genug Geld gekostet“

Nur 15 statt vorgeworfener 78 Mal soll ein 30-Jähriger Marihuana von einem Ahauser erworben haben. Eine Geldstrafe reichte dem Gericht aber nicht. Dafür gebe es Gründe, so der Richter.

In 78 Fällen soll ein Ahauser unerlaubt Betäubungsmittel von einem hinlänglich bekannten Dealer erworben haben, nachzuweisen waren schließlich 15 Fälle. Die aus den 63 eingestellten Fällen zu erwartende Strafe würde nicht allzu schwer ins Gewicht fallen, meinte der Richter. Die Vertreterin der Staatsanwaltschaft ging mit. Heraus kam dennoch eine Bewährungsstrafe. „Ich hoffe, die Bewährung wird bei ihnen so viel Eindruck machen, dass Sie ihren guten Weg fortsetzen“, erklärte der Richter. Mit Blick auf das Vorstrafenregister hätte die Geldstrafen diese Wirkung bisher verfehlt.

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