Ahaus, Heek und Legden sind als Leaderegion längst ein Erfolgsmodell. Schöppingen und Epe sollen zukünftig dazustoßen. Damit würde sich auch das Fördervolumen insgesamt erhöhen. © Anna-Lena Haget
Leaderregion Ahaus-Heek-Legden

Ahauser Rat stimmt für Zusammenarbeit mit Schöppingen und Epe

Mehrere Millionen Euro Fördermittel sind schon in die Leaderregion Ahaus-Heek-Legden geflossen. Davon wollen auch Nachbarn profitieren. Der Ahauser Rat sieht die Erweiterung nicht unkritisch.

Seit gut elf Jahren arbeiten Ahaus, Heek und Legden als Leader-Region eng zusammen. Über die Jahre sind so mehrere Millionen Euro Fördermittel nach Ahaus, Heek und Legden geflossen.

Das weckt Begehrlichkeiten in der Nachbarschaft: Schöppingen und der Gronauer Ortsteil Epe möchten sich in Zukunft in die Leaderregion einklinken und von den Fördermitteln profitieren.

Denn die Liste erfolgreicher Projekte ist lang: Elektroautos, der Dahliengarten in Legden, SOS-Bänke in den Außenbereich, der mögliche Ausbau der Windenergienutzung, Wohnmobilstellplätze, der Begegnungspark in Ottenstein, dazu eine lange Reihe von Kleinprojekten. Weitere werden gerade umgesetzt.

Kritische Nachfragen vor der Erweiterung

Ein Plan, der zuletzt im Ahauser Rat zumindest kritisch hinterfragt wurde. Insgesamt spreche zwar nichts dagegen, doch wie verändere sich die Zusammenarbeit, wenn neue Akteure an den Tisch kommen, wollte Thomas Vortkamp (CDU) wissen. Schließlich sei die Abstimmung zwischen Ahaus, Heek und Legden eingespielt.

Auch Christian Rudde (CDU) meldete Zweifel an. „Tun wir uns mit der Erweiterung einen Gefallen?“, fragte er. Und blieben am Ende weniger Fördermittel für die Stadt Ahaus übrig? „So soll nicht gerechnet werden“, hielt Bürgermeisterin Karola Voß dagegen. Denn es gehe um Projekte, die die Kommunen gemeinsam umsetzen sollen.

Hans-Georg Althoff, Erster Beigeordneter, rief den Politikern in Erinnerung, dass die Stadt Ahaus mit Schöppingen ja schon auf eine über Jahrzehnte gewachsene kommunale Zusammenarbeit zurückblicke.

Fördervolumen würde sich durch Erweiterung erhöhen

Auch Karola Voß argumentierte für eine Erweiterung der Region. Der Vorstand der Leaderregion werde erweitert, um die Interessen der neuen Partner abzubilden. Durch die Erweiterung würde aber auch das Fördervolumen für die Region insgesamt erhöht. Es orientiert sich an der Zahl der Einwohner. Und durch die Zusammenarbeit würden die Kommunen eben noch stärker als bisher zusammenrücken.

Wie die Bürgermeisterin erklärte hatte die Gemeinde Schöppingen von sich aus nach der Teilnahme gefragt. Die Erweiterung um Epe hatte die Bezirksregierung Münster vorgeschlagen.

Dietmar Eisele (Grüne) sah den größeren Zusammenhang: Ohne die Teilnahme in der erweiterten Region würden Schöppingen und Epe in der Luft hängen und ohne Fördermittel bleiben. „Und wenn die Bezirksregierung so eine Anregung gibt, sollten wir sie wahrnehmen“, erklärte er.

Rat entscheidet sich schließlich einstimmig für die Erweiterung

Am Ende stimmte der Rat einstimmig zu: Sowohl einer möglichen Erweiterung um Schöppingen und Epe als auch der Bewerbung für die kommende Förderperiode.

Die betrifft die Jahre 2023 bis 2027. Falls die Region als eine von 40 Regionen in NRW gefördert wird, könnten in dieser Zeit bis zu 2,7 Millionen Euro in die Städte und Gemeinden fließen. Die aktuelle Förderperiode läuft Ende 2022 aus.

Über den Autor
Redaktion Ahaus
Ursprünglich Münsteraner aber seit 2014 Wahl-Ahauser und hier zuhause. Ist gerne auch mal ungewöhnlich unterwegs und liebt den Blick hinter Kulissen oder normalerweise verschlossene Türen. Scheut keinen Konflikt, lässt sich aber mit guten Argumenten auch von einer anderen Meinung überzeugen.
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Stephan Rape

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