Stapelbroek war das erste Unternehmen, dass sich im Industriepark Ahaus-Legden angesiedelt hatte. Mittlerweile gibt es dort weitere Ansiedlungen. © Stapelbroek
Städteranking

Ahauser Unternehmen geben ihrer Stadt eine sehr gute Note

Ahaus ist ein sehr attraktiver Wirtschaftsstandort. Beim Ranking erreicht die Stadt Platz 371 in Deutschland. Für Wirtschaftsförderin Katrin Damme ist etwas ganz anderes aber entscheidender.

Die Stadt Ahaus mit ihren Unternehmen, Mittelständlern und Familienfirmen wird von dem Online-Portal DDW (Die Deutsche Wirtschaft) top bewertet als Wirtschaftsstandort. Ahaus belegt unter 3814 Orten im Städtevergleich den Platz 371. Im Vorjahr war die Platzierung sogar noch 54 Plätze besser.

Ahauser Unternehmer geben der Stadt die Note 1,71

Sie könne nicht im Einzelnen nachvollziehen, wie bei dem Portal die Gesamtplatzierung und die Verschiebungen zustande kommen, erklärte die Wirtschaftsförderin der Stadt Ahaus auf Nachfrage. „Entscheidend für mich ist auch etwas ganz anderes. Nämlich die Bewertung durch die Unternehmer hier vor Ort in Ahaus“, so Katrin Damme. Und bei dieser Bewertung nach Schulnoten kommt Ahaus bei dem Ranking auf eine Note von 1,71 und liegt damit auf Platz 41 in ganz Deutschland. „Ich glaube, damit haben wir wirklich sehr gut abgeschnitten.“

Nachfrage nach Gewerbeflächen viel höher als das Angebot

Das würden auch andere Faktoren bestätigen. Dass Ahaus wie das gesamte Westmünsterland ist ein hervorragender Standort für Unternehmen sei, merke sie auch durch die Anfragen nach Gewerbeflächen: „Die Nachfrage nach Gewerbeflächen können wir nicht ansatzweise befriedigen. Sie übersteigt die Flächen, die wir zur Verfügung haben, um ein Vielfaches.

„Jede Woche erhalte ich mehrere Bewerbungen. Die Warteliste ist sehr lang“, sagte Karin Damme. Das zeige eindeutig, wie attraktiv der Standort bei Unternehmen sei, wenn sie dafür Wartezeit in Kauf nähmen. Natürlich ist die Wirtschaftsförderung bestrebt, die Nachfrage nach Gewerbeflächen möglichst zu befriedigen. „Wir können und wollen aber auch die Gewerbegebiete nicht unendlich ausdehnen.“ Auch sei die Entwicklung von Gewerbegebieten ein enorm aufwändiger und langwieriger Prozess.

Ahaus verfolgt eine andere Strategie

Auf den Plätzen ganz vorne in so einem Ranking würden natürlich ohnehin nur Städte aus den Ballungszentren und solche mit großen Konzernen liegen. In Ahaus verfolge man seit langem eine andere Strategie. „Wir setzen auf eine große Branchenvielfalt mit vielen familiengeführten mittelständischen Betrieben“, erklärte Katrin Damme. Das passe nicht nur besser zu Ahaus, es habe auch einen entscheidenden Vorteil. „Wenn es einen großen Unternehmen am Standort nicht gut geht, geht es der ganzen Stadt nicht gut.“

Als eine der wichtigsten Aufgaben der nächsten Jahre sieht Katrin Damme den Kampf gegen den Fachkräftemangel. „Die Gewinnung von ausgebildeten Fachkräften ebenso wie Fachkräfte-Nachwuchs für den Bereich der Ausbildung sehe ich als einen meiner Hauptarbeitsschwerpunkte in der nächsten Zeit.“

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