Für einen amüsanten Plausch haben Petra Wagner (l.) und Silke Tecker (r.) beim Schwimmen ausreichend Zeit. Am Donnerstag eröffnete das Alstätter Freibad die Saison. © Rupert Joemann
Freibad

Alstätter freuen sich über die Öffnung ihres Freibads

„Mal kurz die Flossen ausprobieren“, heißt es ab sofort im Alstätter Freibad. Trotz recht frischer Temperaturen haben sich am ersten Tag schon die ersten Schwimmer in die Fluten gewagt.

Freibad statt Homeschooling: Dafür haben sich zwei Mädchen am Donnerstagmorgen entschieden. „Ich habe meine Aufgaben für die ganze Woche schon am Dienstag fertig gehabt“, sagt eines der Mädchen. Die freie Zeit nutzt sie mit ihrer Freundin, um am ersten Öffnungstag ins Alstätter Becken zu steigen.

Die beiden Zwölfjährigen sind Mitglieder der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). „Ich habe ein paar Monoflossen geschenkt bekommen, die ich ausprobieren möchte“, sagt eines der Mädchen.

Bahnen ziehen mit Abstand

Das Einzige, was sie stört, ist, dass sie eigentlich nicht im tiefen Springerbereich tauchen dürfen. Denn dieser Bereich gehört nicht zu den vier Bahnen, die für das sportliche Schwimmen freigegeben sind.

So teilen sich die Schülerinnen die Wasserfläche mit Helga Gesenhues, Petra Wagner, Silke Tecker und Marion Endejann, die ruhig und mit Abstand ihre Bahnen ziehen.

Hilfe bei der Beckenaufsicht

Am Beckenrand sitzt Christa Esseling entspannt in einem Plastikstuhl. Die ehrenamtliche Helferin unterstützt Schwimmmeisterin Sonja Wältermann bei der Beckenaufsicht.

„Es ist immer lustig hier“, erzählt Esseling, die seit sechs Jahren für den Förderverein bei der Aufsicht hilft. „Das Ehrenamt ist ganz wichtig“, sagt die Alstätterin und meint damit ganz allgemein das Engagement für die Gemeinschaft.

Sechs Personen erlaubt

Aufsicht und Schwimmerinnen kennen sich. Da wird gerne mal geflachst. Im Zwei-Stunden-Rhythmus jeweils von 9 bis 11 Uhr beziehungsweise 11 bis 13 Uhr helfen rund 30 Frauen bei der Aufsicht. Wenn die Schwimmmeisterin sich zum Beispiel kurz um die technische Anlage kümmert, muss trotzdem jemand am Becken aufpassen.

Zum Einlassbeginn um 9 Uhr ist gleich die erste Reservierungszeit mit sechs Personen ausgebucht. Die Alstätter haben förmlich auf heißen Kohlen gesessen, dass ihr Bad endlich wieder aufmacht. „Es sind auch schon Leute aus Ahaus dagewesen“, erzählt Schwimmmeisterin Sonja Wältermann. Die Leute vermissten es einfach, wieder schwimmen zu dürfen.

Freude über Wiedereröffnung

Das bestätigen auch die vier Frauen, die ihre Bahnen ziehen. „Wir freuen uns einfach“, sagt Silke Tecker. „Man weiß, dass man hier nette Leute trifft“, fügt Petra Wagner hinzu. „Eigentlich bin ich jeden Tag da. So wie es die Zeit zulässt“, sagt Helga Gesenhues. Die Alstätterinnen besitzen Saisonkarten.

Dass der Zutritt derzeit nur über eine Online-Reservierung im Viertelstundentakt für eine Badezeit von 90 Minuten möglich ist, stört sie nicht. Mit der Technik haben sie keine Schwierigkeiten. Und wenn eine Zeit einmal ausgebucht sein sollte, empfinden die vier Frauen den 15-Minuten-Rhythmus als sehr flexibel. „Hauptsache die Duschen sind warm“, sagt eine der Frauen. Die vier lachen und ziehen ihre nächste Bahn.

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