Altersdepressionen bleiben oft unerkannt

Inforeihe

AHAUS Wenn die körperlichen Kräfte nachlassen, schwindet häufig auch das seelische Wohlbefinden. Depressionen treten bei älteren Menschen besonders oft auf. Unter dem Titel „Depression im Alter – Was kann ich tun?“ bietet der Sozialpsychiatrische Dienst des Kreises Borken ab dem 3. November an fünf aufeinander folgenden Dienstagen Informationen zum Thema an.

05.10.2009, 18:18 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ute Gewers (l.) und Martina Heddier-Beck laden zur Seminarreihe „Depression im Alter“ in die Villa van Delden in Ahaus ein.

Ute Gewers (l.) und Martina Heddier-Beck laden zur Seminarreihe „Depression im Alter“ in die Villa van Delden in Ahaus ein.

Eingeladen sind alle Interessierten. „In vielen Fällen wird die Erkrankung bei älteren Menschen nicht erkannt oder unterschätzt“, erklärt Ute Gewers, die gemeinsam mit Martina Heddier-Beck die Reihe leitet. Beide arbeiten als Diplom-Sozialarbeiterinnen beim Sozialpsychiatrischen Dienst. Sie werden in der Villa van Delden informieren, wie sich Depressionen erkennen und behandeln lassen und wie gelungene Vorbeugung aussieht. Gewers: „Die Premiere der Seminarreihe in Bocholt ist auf großes Interesse gestoßen. Angehörige, Betroffene und Mitarbeiter in der Altenpflege haben daran teilgenommen. Diese Mischung war für alle sehr interessant und aufschlussreich.“ Der Sozialpsychiatrische Dienst des Kreises Borken berät erwachsene Menschen, die unter psychischen Störungen leiden, sich in akuten Lebenskrisen befinden, von Behinderung oder einer Sucht betroffen sind, sowie ihre Angehörigen. Anlaufpunkte sind die Beratungsstellen in Gronau, Ahaus, Bocholt und Borken. In allen Städten und Gemeinden des Kreises führen die Mitarbeiter nach Absprache auch Hausbesuche durch. Die Gespräche sind vertraulich und unterliegen der Schweigepflicht. Das Angebot ist kostenlos. Im Sozialpsychiatrischen Dienst arbeitet ein Team von Fachärzten, Sozialarbeitern, Sozialpädagogen sowie Verwaltungsfachkräften zusammen. Anmeldung für die Seminarreihe Altersdepression bei Ute Gewers in der Nebenstelle Ahaus des Fachbereichs Gesundheit des Kreises, Tel. (0 25 61) 91 21 38, E-Mail: u.gewers@kreis-borken.de. Ansprechpartnerin ist auch Martina Heddier-Beck, Tel. (0 28 71) 27 01 26, E-Mail: m.heddier-beck@kreis-borken.de.Termine und Themen: 

  • Zum Auftakt am 3. November geht es um die Anzeichen und den Verlauf einer Depression.
  • Am 10. November ist Dr. Hans Niebes, Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie im Fachbereich Gesundheit des Kreises Borken zu Gast.
  • Am 17. November geht es um die Frage „Was kann ich tun, damit ich gesund werde bzw. bleibe?“.Am 24. November stellen Vertreter von Institutionen und Diensten Hilfen vor, die ältere Menschen zur Prävention aber auch zur Beratung bei Depressionen in Anspruch nehmen können.
  • Am 1. Dezember sind alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Auswertung und zum abschließenden Erfahrungsaustausch eingeladen.
  • Die Treffen finden jeweils von 16 bis 17.30 Uhr in der Villa van Delden an der Bahnhofstraße in Ahaus statt. Die Teilnahme ist kostenlos.
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