Ahauser sind genervt von den Ampelschaltungen

mlzAutoverkehr

Zu unserem Artikel über die „nervigste Kreuzung in Ahaus“ gab es auf Facebook viele genervte Kommentare. Und es wurde deutlich: Sie ist nicht der einzige Dorn im Auge der Ahauser Autofahrer.

Ahaus

, 04.02.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Katastrophe diese Kreuzung, man wartet ewig!“, heißt es in einem Facebook-Kommentar unter unserem Artikel über die Kreuzung Parallelstraße/Schorlemerstraße. In der vergangenen Woche haben wir darüber berichtet, dass Autofahrer an dieser Kreuzung viele Minuten warten, wenn ein Zug kommt.

Die über 50 Kommentare auf Facebook zu diesem Thema zeigen, wie viele Autofahrer betroffen und genervt sind. Und es wird deutlich: Sie ist nicht die einzige „nervigste Kreuzung in Ahaus“.

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Christiane Heinzel schreibt: „Diese Ampel ist auch selten dämlich geschaltet! Wenn ich geradeaus will von der Parallelstraße, muss ich trotzdem fünf Minuten bei Rot warten.... Einfach unverständlich.“ Damit bringt sie auf den Punkt, was viele Autofahrer hier nervt. Aber die Kreuzung Parallelstraße/Schorlemerstraße ist nicht die einzige, die die Ahauser auf die Palme bringt.

Mehr als eine Katastrophen-Ampel

„Versucht doch mal vom Gelände der ARAL-Tankstelle in Richtung Wüllen zu fahren! Dauert gefühlt noch länger!“, schreibt Bany Ba. „Dann standen die noch nie morgens an der Ampel am Finanzamt. Katastrophe“, findet Katja Blommel. Vor allem die Kreuzung an der Fuistingstraße/Kusenhook wird öfter als „nervigste Ampelkreuzung“ genannt. Dafür gibt es gute Gründe.

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Für die Fahrer auf der viel befahrenen Fuistingstraße steht die Ampel hier oft auf Rot, obwohl niemand aus dem kleinen Kusenhook heraus oder über die Linksabbieger-Spur hinein fahren will. Das sorgt für Verwirrung. „Fuistingstraße, Kivitstegge steht man auch. Verstehe diese Schaltung gar nicht mehr“, schreibt Dirk Grudszinski. Doch wenn die Ampelschaltungen in Ahaus für viele Autofahrer so nervenaufreibend sind, warum wird dann nichts geändert?

Keine Änderung in Sicht

Klar ist: Die Schaltung einer Ampel umzuprogrammieren ist sehr viel Arbeit. An der Kreuzung Parallelstraße/Schorlemerstraße kommt wegen des Bahnübergangs hinzu, dass „alle Änderungen an Schaltphasen und/oder Signalgebungen an der Anlage mit der Bahn abgestimmt werden müssen“, so Stefan Hilbring von der Pressestelle der Stadt Ahaus. Matthias Boing meint dazu: „Die Bahn schließt die Schranken viel zu früh. Und das hat nichts mit Sicherheit zu tun. Die Bahn könnte das ändern, möchte dafür aber wohl kein Geld ausgeben.“

Fußgänger sind genervt

Dass viele Ampeln in Ahaus für die Autofahrer kein Vergnügen sind, ist damit wohl klar. Aber auch die Fußgänger und Radfahrer sind genervt. Zum Beispiel an der

Kreuzung Parallelstraße/Schorlemerstraße. Dort wird die Fußgängerampel nicht automatisch grün, wenn Autos in gleicher Richtung fahren dürfen. „Für die Fußgänger ist diese Ampel nicht viel besser, wir warten auch Minuten lang darauf dass es grün wird“, macht Genevieve Enghusen auf Facebook deutlich.

Dafür hat die Stadt aber eine Erklärung, die zumindest den Autofahrern gefallen dürfte. „Jeder Eingriff auf die Ampelphasen hat Einfluss auf die Rot- und Grünphasenlänge der übrigen Fahrtrichtungen. Ein automatisches Grün würde bedeuten, dass immer – unabhängig davon ob tatsächlich ein Fußgänger oder Radfahrer die Straße quert – die Wartezeiten der dann nicht freigegebenen Fahrtrichtungen verlängert werden“, erklärt Stefan Hilbring. Weil die Fußgängerampel nur bei Bedarf grün schaltet, werden die Wartezeiten des übrigen Verkehrs auch nur bei Bedarf verlängert.

Ampelschaltung zum Klimaschutz

Zwischen den genervten Kommentaren auf Facebook finden sich aber auch jene, die den Ampelwahnsinn nicht so schlimm finden. „Leute, was sind denn zehn Minuten?“ fragt Heribert Terwolbeck. „Die Leute haben alle keine Zeit mehr“, schreibt ein anderer Nutzer. Doch gerade für die Ahauser, die täglich diese Straßen nutzen, summiert sich die Wartezeit.

Stefan Amshoff merkt zudem an: „Zügiger Verkehr und wenig Wartezeit an Ampeln ist aktiver Klimaschutz!“ Auch das könnte ein Grund sein, die Ampelschaltungen zu überarbeiten. Und bis dahin heißt es: Motor aus und warten.

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