Anwohner warten auf Antworten der Stadt

Geplante Übergangsunterkunft

Ihr Protest nimmt Gestalt an: Es geht ihnen um Information, um klare Aussagen und um die Sicherheit in ihrer Nachbarschaft: Die Nachbarn des geplanten neuen Übergangswohnheims an der Fürstenkämpe haben sich am Dienstagabend zum zweiten Mal getroffen und ihr Vorgehen abgestimmt. Viele Fragen sind für sie noch offen.

AHAUS

, 12.11.2014, 18:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Genau unter der Lupe stehen aktuell die Pläne der Stadtverwaltung an der Fürstenkämpe: Dort soll noch in diesem Jahr mit dem Bau einer neuen Übergangsunterkunft für Asylbewerber begonnen werden. Sie soll den zum Teil maroden Bau am Baumschulweg ablösen. In dem bereits vorhandenen Gebäude sind aktuell 15 Flüchtlinge untergebracht.

Genau unter der Lupe stehen aktuell die Pläne der Stadtverwaltung an der Fürstenkämpe: Dort soll noch in diesem Jahr mit dem Bau einer neuen Übergangsunterkunft für Asylbewerber begonnen werden. Sie soll den zum Teil maroden Bau am Baumschulweg ablösen. In dem bereits vorhandenen Gebäude sind aktuell 15 Flüchtlinge untergebracht.

Die zweite Gruppe, die sich am Dienstag im Jugendzentrum St. Josef zu Wort gemeldet hat, distanziert sich genau von diesen juristischen Schritten. „Wir wollen nicht klagen“, sagte ein anderer Anwohner. Ihm war viel wichtiger, dass die Stadt ein genaues Konzept vorlege. So soll verhindert werden, dass es in einem Übergangswohnheim an der Fürstenkämpe zu ähnlichen Zuständen kommt, wie in der bisherigen Einrichtung am Baumschulweg. Verstärkte Sozialarbeit, eine noch dezentraler ausgerichtete Unterbringung – für ihn die Mittel der Wahl, um in Zukunft die Flüchtlinge in der Stadt unterzubringen. Eine weitere Nachbarin formulierte es deutlicher: „Wir sollten uns schämen, als reiche Kommune in einem reichen Land Menschen so unterzubringen!“ Spontaner Applaus aller Anwesenden folgte. Auch sie sprach sich allerdings gegen den Standort an der Fürstenkämpe aus: Eine Integration der Bewohner sei schlicht nicht möglich. Aus der lokalen Politik waren nur Andreas Beckers und Dieter Homann (beide UWG) vor Ort. Homann erklärte noch einmal die Bedeutung des Übergangsheims. Es sei für die Unterbringung der Flüchtlinge immens wichtig: „Es gibt keine dezentralen Kapazitäten in Ahaus, um kurzfristig in der Stadt eintreffende Flüchtlinge unterzubringen“, sagte er. Nur mit einer zentralen Einrichtung könne der Flüchtlingsstrom aufgefangen und dann in dezentrale Einrichtungen umgelenkt werden.

Bis zu der offiziellen Informationsveranstaltung der Stadtverwaltung wollen die Anwohner von Fürstenkämpe und „Zum Riddebrocks Busch“ erst einmal abwarten. Die ist am kommenden Montag geplant. Dort wollen Vertreter der Stadtverwaltung die offenen Fragen der Anwohner beantworten.

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