Atomkraftgegner protestieren in der Ahauser Innenstadt

Mahnwache

Der Protest geht weiter: Die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ trifft sich mit Maske und Abstand am kommenden Sonntag vor dem Mahner in Ahaus.

Ahaus

14.05.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
März 2019: 1000 Demonstranten waren auf der Straße.

März 2019: 1000 Demonstranten waren auf der Straße. © Johannes Schmittmann

Die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ ruft am Sonntag, 17. Mai, um 14 Uhr zu einer Mahnwache in der Innenstadt am „Mahner“ auf.

Im Mittelpunkt der Mahnwache steht die Lagergenehmigung für schwach- und mittelradioaktiven Atommüll (SM-Atommüll) im Ahauser Atommüll-Lager, die für zehn Jahre erteilt war und die am 20. Juli ausläuft.

Verlängerung beantragt

Die Betreiber des Lagers haben eine Verlängerung bis zum Jahr 2057 beantragt. Gebäude und Lagerung von Atommüll in Ahaus sind aber nur für 40 Jahre genehmigt, und die enden im Jahr 2036.

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„Eine Genehmigung bis 2057 würde einmal mehr verdeutlichen, dass aus dem ,Zwischenlager‘ Ahaus längst ein Dauerlager geworden ist“, so Hartmut Liebermann in der Pressemitteilung der BI.

Mahnwache in Münster

Zuständig für die Genehmigung ist die Bezirksregierung Münster. Deshalb plant die Bürgerinitiative auch am 19. Mai um 12 Uhr eine weitere Mahnwache vor dem Gebäude in Münster.

Dabei spielt auch eine Rolle, dass die BI Ahaus erhebliche Bedenken bezüglich der Unvoreingenommenheit der Bezirksregierung hat: In der öffentlichen Anhörung zur Verlängerung der Genehmigung im Juni 2019 wurde die BGZ bereits als Antragstellerin/Vertreterin für den Betrieb des BZA vorgestellt.

Sicherheitsabstand einhalten

Die Vertreter der Bezirksregierung wussten aber sehr wohl, dass die BGZ zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht zuständig war: Sie hat tatsächlich erst zum 1. Januar 2020 den Bereich für SM-Atommüll in Ahaus übernommen, so die BI.

Mahnwachen sind ein geeignetes Mittel, um in der Zeit der Einschränkungen durch den Coronavirus dennoch das Recht auf Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit wahrzunehmen. Dabei werden die Teilnehmenden Mundschutz tragen und Sicherheitsabstände einhalten.

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