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Atommüll aus Forschungsreaktor soll nach Ahaus

Castoren sollen 2018 wieder rollen

Der Betreiber des Ahauser Brennelemente-Zwischenlagers will dort ab dem Jahr 2018 Brennelemente aus einem ausgedienten Forschungsreaktor in München (Garching) einlagern. Transport und Aufbewahrung des Atommülls soll in einem Castor-Behälter stattfinden, der zurzeit noch entwickelt wird. Insgesamt handelt es sich um 16 bis 24 Castorbehälter, berichtete Burghard Rosen, Sprecher der Firma GNS als Betreiber des Ahauser Lagers am Dienstag.

AHAUS

von von Bernd Schlusemann / pd

, 30.09.2014 / Lesedauer: 2 min

Da absehbar war, dass der Betreiber eine erteilte Genehmigung zu dem damaligen Zeitpunkt zunächst nicht nutzen würde, stellte GNS den Antrag im Jahr 2004 beim BfS einstweilig zurück. Um nun eine zuverlässige Entsorgung des Münchener Forschungsreaktors zu gewährleisten, sei GNS gebeten worden, das Genehmigungsverfahren weiter zu führen, so der Sprecher des Ahauser Zwischenlagers. Der Transport in das Zwischenlager Ahaus ist aus heutiger Sicht ab dem Jahr 2018 geplant. Da das Zwischenlager Ahaus zusätzlich zu seiner Hauptaufgabe auch für die Aufbewahrung der ausgedienten Brennelemente der deutschen Forschungsreaktoren vorgesehen ist, besteht zwischen der Technischen Universität München und der GNS ein Vertrag hinsichtlich der Zwischenlagerung der Forschungsreaktorbrennelemente des FRM II in Ahaus.

Zur sicheren Entsorgung der ausgedienten Brennelemente der deutschen Forschungsreaktoren entwickelt GNS zurzeit einen CASTOR®-Behälter vom Typ MTR3. Die Behälter dieses Typs werden auch für den Transport und die Lagerung der FRM II-Brennelemente genutzt. GNS führe im Auftrag seines Kunden das verkehrsrechtliche Zulassungsverfahren für die Behälter sowie das atomrechtliche Genehmigungsverfahren für die Aufbewahrung durch und sei verantwortlich für die Zwischenlagerung in Ahaus, ergänzte Rosen. 

  • Hintergrund: Die Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II) ist eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Technischen Universität München in Garching. Der FRM II produziert Neutronen, die als Sonden in der Physik, Chemie, Biologie und den Materialwissenschaften eingesetzt werden. Weitere wichtige Arbeitsgebiete am FRM II sind unter anderem die Herstellung von Radiopharmaka und die Direktbestrahlung oberflächennaher Tumore mittels schneller Neutronen zur Krebstherapie.
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