Ausschuss gibt grünes Licht für Wohngebiete

Wüllener und Schorlemer Straße

Das Schlüsselwort heißt "Städtebauliche Nachverdichtung" an zwei Wohnstandorten in Ahaus. Konkret geht es um die Planung von Wohnhäusern - zehn an der Schorlemer und acht an der Wüllener Straße. Für beide Vorhaben gab der Ausschuss für Stadtentwicklung, Planen und Verkehr am Mittwochabend Grünes Licht.

AHAUS

, 22.04.2016, 17:44 Uhr / Lesedauer: 2 min
Diese Fläche an der Wüllener Straße soll demnächst bebaut werden.

Diese Fläche an der Wüllener Straße soll demnächst bebaut werden.

Letztlich waren es sogar einstimmige Beschlüsse, mit der die Politik die Verwaltungsvorlagen absegnete. Und das, obwohl es im Vorfeld zumindest an den Plänen für die Schorlemer Straße durchaus deutliche Kritik gegeben hatte. Die überarbeitete Planung fand dann aber ungeteilte Zustimmung nicht nur im Fachausschuss. "Wir gehen davon aus, dass auch die Anwohner einverstanden sind", sagte Ausschussvorsitzender Andreas Dönnebrink im Gespräch mit unserer Zeitung.

Darum geht es an der Schorlemer Straße: Auf einem rund 5600 Quadratmeter großen Grundstück, auf dem bislang nur ein Einfamilienhaus steht, sollten insgesamt 13 neue Einfamilienhäuser in verdichteter Bauweise entstehen. So die ersten Vorstellungen der Investorengesellschaft van Delden.

Kritikpunkte

Nicht nur die "städtebauliche Dichte", sondern auch eine ursprünglich geplante Dreigeschossigkeit entlang des Eichengrunds aber lag der Ausschuss-Mehrheit schwer im Magen. Kritik gab es in der November-Sitzung auch an der nicht "ortstypischen äußeren Gestaltung" der Häuser (Flachdächer). Kritikpunkte, die von der Investorengruppe und Architekt Josef Schmeing aufgegriffen wurden und schließlich in einem neuen Nutzungs- und Bebauungskonzept mündeten. Dafür gab es am Mittwoch Lob von den Ausschussmitgliedern.

Statt 13 Einfamilienhäusern wird es jetzt zehn Doppelhäuser geben. Und die entlang der Schorlemer Straße als zweigeschossige Stadthäuser mit Dachausbau und entlang des Eichengrunds als eingeschossige Wohnhäuser (Einzel- oder Doppelhäuser) mit Dachausbau. Auf die volle Dreigeschossigkeit wird ebenso verzichtet wie auf die ursprüngliche Architektur.

Unproblematische Planung

Planung Wüllener Straße: Das Areal (12500 Quadratmeter) möchte der Eigentümer mit acht größeren Einfamilienhäusern bebauen. Und das auf zwischen 1100 und 1400 Quadratmeter großen Grundstücken. Der dort bereits vorhandene L-förmige Bungalow würde abgerissen. Eine Planung, an der die Politik von Anfang an wenig zu bemängeln hatte. Das auch vor dem Hintergrund, dass die großzügige Grundstücksgröße die Eigentumsbildung insbesondere junger Familien fördern soll.

Formal ist für die Umsetzung beider Projekte allerdings die Änderung des jeweiligen Bebauungsplans erforderlich. Und bei beiden sollen die Antragsteller an den Kosten, die der Stadt entstehen, beteiligt werden. Die weiteren Regelungen werden zudem in einem städtebaulichen Vertrag festgehalten. Auch das war Bestandteil der aktuellen Beschlüsse im Fachausschuss. Die letzte Entscheidung liegt jetzt bei den Ratsmitgliedern, die in der Ratssitzung am Dienstag, 3. Mai, über die Bauvorhaben zu befinden haben.

Mehr Schutz vor Lärm

Die Lärmschutzanlage an der Wüllener Straße soll aufgestockt werden. Ergänzend zum bereits bestehenden Lärmschutzwall sollen zwei drei Meter hohe Flankenwände errichtet werden. Eine (östlich) zum Gratencenter Hilgert, die andere (westlich) zu den Stadtwerken hin.

Die Bauweise der Wände entspricht der am Hohen Weg und ist ebenfalls in Ziegelmauerwerk geplant. Die Erschließungsarbeiten sollen in der zweiten Jahreshälfte erfolgen.

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