Die Pflegeschule Ahaus wird aufgestockt. © Markus Gehring
Klinikum Westmünsterland

Bald 150 statt 90 Ausbildungsplätze für Pflegefachfrauen und -männer in Ahaus

Das Klinikum Westmünsterland investiert in die Zukunft und will dem Fachkräftemangel vorbeugen: Von derzeit 270 Ausbildungsplätzen an den Pflegeschulen in Bocholt und Ahaus wird auf 380 erhöht.

Das Land NRW hat kürzlich 2,24 Millionen Euro Förderung angekündigt, die das Klinikum Westmünsterland für den Aufbau weiterer Ausbildungsplätze nutzen möchte. Am St. Marien-Krankenhaus in Ahaus und am St. Agnes-Hospital in Bocholt unterhält das Klinikum als Betreiber der Krankenhäuser Gesundheits- und Krankenpflegeschulen.

„In Bocholt wird an der Zentralschule für Gesundheits- und Pflegeberufe eine bauliche Erweiterung stattfinden, damit statt bisher 180 zukünftig 230 junge Pflegefachfrauen und -männer ausgebildet werden können“, teilte Klinikum-Sprecher Tobias Rodig auf Anfrage der Redaktion mit. An der Ahauser Schule sei eine Erweiterung von 90 auf 150 Ausbildungsplätze vorgesehen.

Fachkräfte sollen in der Region gehalten werden

„Dies ist ein wichtiger Schritt, um die dringend benötigten Fachkräfte in der Pflege direkt vor Ort ausbilden zu können und in der Region halten zu können“, betonte Tobias Rodig. Mit der nun in Aussicht gestellten Förderung durch das Land NRW sei der erste Schritt zur Erweiterung der Pflegeschulen getan. „Wir werden jetzt in die weiteren konkreten Planungen einsteigen. Die Erweiterung ist – Stand heute – im Laufe des Jahres 2022 geplant“, blickt Rodig am Mittwoch voraus.

Über den genauen Zeitplan und die Höhe der Gesamtinvestition könne das Klinikum erst detailliert berichten, wenn die baulichen Planungen abgeschlossen seien. „Weitere notwendige Investitionen werden wir durch Eigenmittel einbringen“, äußerte sich der Pressesprecher zur Finanzierung des Projekts.

Ausbildungszweige sind zusammengelegt worden

In den Pflegeschulen Ahaus und Bocholt werden die neuen Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner ausgebildet. „Die bisherigen Berufsausbildungen der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege sind kürzlich ja zu einer gemeinsamen Ausbildung mit dem Berufsabschluss „Pflegefachfrau“ bzw. „Pflegefachmann“ zusammengeführt worden“, erläutert Tobias Rodig.

Die Auszubildende des Klinikums Westmünsterland werden in den Schulen zur Ausbildung zur Pflege von Menschen aller Altersstufen in allen Versorgungsbereichen (im Krankenhaus, im Pflegeheim, in der Kinderklinik und ambulant in der eigenen Wohnung) befähigt. Nach dem Abschluss der Ausbildung sei damit ein Wechsel innerhalb der pflegerischen Versorgungsbereiche jederzeit möglich.

Die Zusammenführung der Berufsausbildungen sei auch der Grund für den Ausbau der Pflegeschulen. „Die Erweiterung ist vor allem notwendig, da die bisher getrennten Ausbildungesberufe in der Altenpflege und der Gesundheits- und Krankenpflege nun in einer generalistischen Ausbildung zum Pflegfachmann/Pflegefachmann zusammengefasst worden sind“, erläutert Tobias Rodig.

Bald 150 statt 90 Ausbildungsplätze für Pflegefachkräfte in Ahaus

Ist das Klinikum vor dem Hintergrund des allgegenwärtigen Fachkräftemangels auch im Pflege- und Gesundheitsbereich denn zuversichtlich, dass es Bedarf gibt für die weiteren Plätze? Immerhin wird insgesamt von 270 auf 380 Ausbildungsplätze erhöht. Da zeigt sich Tobias Rodig durchaus optimistisch: „Wir gehen daher aus, dass wir – wie bisher auch – keine Probleme haben werden, ausreichend Auszubildende zu finden.“ Der neue Ausbildungsberuf biete beste Karrierechancen für die Zukunft, hebt der Klinikum-Sprecher hervor.

Für das Klinikum Westmünsterland und das Pflegenetz Westmünsterland seien die eigenen Schulen optimale Einrichtungen, um dem drohenden Fachkräftemangel in der Pflege mit selbst ausgebildeten und hochkompetenten Nachwuchs entgegenzuwirken, ergänzt Tobias Rodig.

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Anne Winter-Weckenbrock

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