Bauarbeiten für Kaufhaus Berken ab Dezember

Baugenehmigung fehlt noch

Was passiert am südlichen Ende der Fußgängerzone? Die zukünftige Baustelle des Kaufhauses Berken liegt seit einigen Wochen verwaist da. Ratsherr Andreas Beckers (UWG) fand in der Ratssitzung am Donnerstagabend deutliche Worte. Man müsse dem Bauherrn die Pistole auf die Brust setzen, damit dort endlich angefangen werde. Der hat aber eine Erklärung für die Verzögerung.

Ahaus

, 28.10.2016, 15:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Seit einiger Zeit hat sich auf dem Grundstück am südlichen Ende der Fußgängerzone nichts mehr getan. Der Bau des Kaufhauses Berken soll – der aktuellen Planung nach – Anfang Dezember beginnen.

Seit einiger Zeit hat sich auf dem Grundstück am südlichen Ende der Fußgängerzone nichts mehr getan. Der Bau des Kaufhauses Berken soll – der aktuellen Planung nach – Anfang Dezember beginnen.

Aktuell hängt alles von Hindernissen außerhalb von Ahaus ab. Regelrecht in Rage redete sich Beckers in der Sitzung am Donnerstagabend. Noch nie habe er eine Baustelle in einem so schlechten Zustand gesehen. Dort sei ein regelrechtes Biotop entstanden. Völliges unverständlich sei für ihn, dass das Unternehmen dort, in der "guten Stube von Ahaus" so lange die Baustelle brach liegen lasse.

Viele Gerüchte um die Baustelle

Georg Beckmann, Beigeordneter der Stadt Ahaus, kündigte an, dass der Bau Anfang Dezember beginnen solle. "Die beste Zeit dafür", kommentierte Beckers - selbst Architekt - trocken. Auch gebe es eine ganze Reihe von Gerüchten über die Baustelle. Etwa, dass das Unternehmen Berken zwischenzeitlich den Planer gewechselt habe. Für Antworten auf solche Fragen verwies Beckmann auf den nicht-öffentlichen Teil der Sitzung.

Absenkung des Grundwassers

Hans-Georg Berken-Schirmeisen war gestern auskunftsfreudiger: "Ich brauche eine Baugenehmigung, vorher kann ich schlecht mit den Arbeiten beginnen", sagte der Geschäftsführer des Unternehmens gestern gegenüber der Münsterland Zeitung. Die könne aber im Moment noch nicht erteilt werden. "Ich warte noch auf eine Genehmigung des Kreises für die Absenkung des Grundwassers", erklärt er. Gerüchte, er habe zwischenzeitlich den Planer gewechselt, dementiert der Geschäftsführer mit aller Entschiedenheit. "Ich habe einen Vertrag mit dem Planungsbüro bis zur Erteilung der Baugenehmigung. Und den halte ich natürlich ein", so Berken-Schirmeisen. In seiner Planung gehe er aktuell davon aus, dass im Dezember der bisherige Parkplatz abgebrochen und die Baustelle eingerichtet werden kann. "Dann kann es losgehen", sagt er.

Kreis nennt keinen Zeitrahmen

Einen engeren Zeitrahmen für die Erteilung der ausstehenden Genehmigung mochte Ellen Schlütter, Pressesprecherin des Kreises Borken, gestern auf Anfrage nicht nennen. Es würden noch einige Unterlagen von dem Planungsbüro benötigt, sagte sie.

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