Berufsbildungsstätte Ahaus (BBS) meldet Kurzarbeit an – 200 Mitarbeiter betroffen

mlzAuswirkungen des Corona-Virus

Ab der kommenden Woche ist für bis zu 200 Mitarbeiter der Berufsbildungsstätte Westmünsterland (BBS) Kurzarbeit angesagt. Lediglich ein Notbetrieb soll bestehen bleiben.

Ahaus

, 17.03.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Berufliche Erstausbildung, Weiterbildungen, Beratungen, Kindertagesstätten: Die Arbeitsfelder der BBS mit Stammsitz in Ahaus sind breit gestreut. Von dem Erlass der Landesregierung alle öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen ab heute zu schließen, ist auch die BBS betroffen.

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Das komplette Angebot an Kursen, Lehrgängen und Veranstaltungen, inklusive BOZ und TAA, ist zunächst bis zum 19. April auf Eis gelegt. Und während die Schüler nicht mehr das Gelände der BBS betreten dürfen, brechen auch für die Mitarbeiter nun herausfordernde Zeiten an. Denn ab der kommenden Woche gilt für nahezu alle Beschäftigten Kurzarbeit.

Notbetrieb bleibt bestehen

„Durch den Erlass der Landesregierung sind wir leider zu dem Schritt gezwungen worden“, erklärt Bernhard Könning, Geschäftsführer der BBS, „Für uns ist dies natürlich auch eine ungewöhnliche Maßnahme, doch durch die Schließung können wir unsere Leistungen auch nicht weiter anbieten.“

Der Antrag zur Kurzarbeit soll noch in den kommenden Tagen eingereicht werden. Die laufende Woche dient derzeit noch der Überbrückung. Gemeinsam mit den Mitarbeitern wird die Situation erörtert, Überstunden werden abgebaut, der Resturlaub eingereicht.

„Zudem können wir diese Woche noch mit Dokumentationen und Restarbeiten füllen, doch für die nächsten Wochen reicht das natürlich nicht aus“, so Könning weiter. Lediglich ein Notbetrieb soll bei der BBS noch erhalten bleiben, damit die Telefone besetzt sind und dringende Fragen weiterhin geklärt werden können.

Beitrag zur Eindämmung der Pandemie

Dass die Kurzarbeit auch finanzielle Auswirkungen bei den gut 200 Mitarbeitern mit sich bringen wird, ist selbstverständlich. Hilfe soll hier das Kurzarbeitergeld der Bundesagentur für Arbeit leisten. „Ich gehe davon aus, dass auch unsere Mitarbeiter hier unterstützt werden“, zeigt sich Könning zuversichtlich. Schließlich seien alle Anforderungen komplett erfüllt.

Zunächst ist der Betrieb bei der BBS bis zum 19. April eingestellt. Aufgrund der täglich wechselnden Nachrichtenlage sei hier eine Einschätzung über diesen Zeitpunkt hinaus natürlich enorm schwierig. „Wenn wir mit der Schließung aber unseren Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten und die Infektionsketten hier unterbrechen, müssen wir dieser Verantwortung natürlich auch nachkommen“, so Könning abschließend.

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