Gerade für Kinder ist das Thema Bescherung ein ganz wichtiges an den Weihnachtstagen. © picture alliance/dpa/dpa-tmn
Weihnachten

Bescherung mit Kindern: Mit ein paar Kniffen zu mehr Harmonie

Weihnachten steht vor der Tür. Zwar wird wegen Corona vieles anders als üblich sein, doch die Bescherung bleibt für Kinder elementar. Und mit ein paar Kniffen kann das Gelingen gesteigert werden.

Auch wenn Weihnachten in diesem Jahr mit Blick auf die Corona-Pandemie unter keinem guten Stern daherkommt, etwas dürfte bei den allermeisten Familien mit Kindern dennoch hoch im Kurs stehen – die Bescherung. Dabei kann sich gerade für kleine Kinder die Zeit bis zum großen Moment zu einer gefühlten Ewigkeit entwickeln.

Doch mit einigen Tipps lässt sich die Wartezeit sinnvoll verkürzen und unter Beachtung einiger Kniffe steht dem besinnlichen, harmonischen Weihnachtsfest nichts (mehr) im Wege. Wir haben darüber mit zwei Expertinnen vom Caritasverband Ahaus-Vreden gesprochen – Sarah Thiel (Sozialpädagogin) und Silke Wiechert (Sozialarbeiterin) von der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern.

Zeitpunkt der Bescherung?

Als zentrale Frage vorweg: Bescherung am Heiligabend, dem ersten oder dem zweiten Weihnachtsfeiertag? Die Antwort ist so eindeutig wie differenziert. In den allermeisten Familien sei es laut Sarah Thiel und Silke Wiechert Tradition, die Bescherung am Heiligen Abend zu feiern. Je nach Familien-Konstellation komme es natürlich auch vor, dass es am ersten und zweiten Weihnachtstag weitere Bescherungen bei Familienangehörigen wie zum Beispiel Oma und Opa gebe.

In Trennungsfamilien sehe die Sache dann noch mal anders aus. Dort sei es nicht unüblich, dass die Bescherung häufig an zwei unterschiedlichen Tagen stattfinde –je nachdem wie die Regelung für die Weihnachtsfeiertage zuvor vereinbart wurde.

Vieles hängt vom Alter der Kinder ab

Und ganz egal, an welchem Tag die Bescherung über die Bühne geht, für Uhrzeit und Ablauf haben die Caritas-Expertinnen einige Tipps parat. Mit Blick auf den Zeitpunkt könne man sich dabei gut am Alter der Kinder orientieren. Denn für jüngere Kinder sei die Wartezeit bis zur Bescherung am Abend überfordernd. Ein früher Zeitpunkt sei daher sinnvoll. Älteren Kindern könne man hingegen mehr Geduld abverlangen.

Zudem sollte für jüngere Kinder aus sozialpädagogischer Sicht noch genügend Zeit bleiben, um sich an den Geschenken erfreuen zu können, bevor es dann heißt: ab ins Bett. Ob dabei das Festessen vor oder nach der Bescherung erfolgt, müsse jede Familie für sich festlegen. Aber bei jüngeren Kindern könne es durchaus sinnvoll sein, das Christkind vor dem Essen kommen zu lassen, damit die Wartezeit nicht zu lang werde.

Ein fester Ablauf bringt Vorteile

Ganz wichtig: Über die Jahre einen festen Ablauf zu schaffen, der sich wiederholt, ist laut Sarah Thiel und Silke Wiechert durchaus sinnvoll. Denn Struktur und Rituale seien für Kinder wichtig – auch um Sicherheit zu erlangen. Ein fester Ablauf helfe Kindern, die besonderen Feiertage zu überblicken und diese auch genießen zu können.

Aber was tun, um die Zeit bis zur Bescherung mit den Kindern sinnvoll zu verkürzen? Da gibt es gleich mehrere Möglichkeiten. Am besten ist es, wenn man die Kinder in die Vorbereitungen auf das Fest mit einbeziehe. Tannenbaum schmücken, Tisch decken, gemeinsam einen Weihnachtsfilm schauen oder zusammen in die Kirche gehen.

Und wenn es dann endlich an das Auspacken geht, stellt sich noch die Frage: Alle parallel oder der Reihe nach? Etwas, dass laut Sarah Thiel und Silke Wiechert pauschal nicht beantwortbar ist. Einfach aus dem Grund, weil jede Familie da ihre eigene Herangehensweise habe. Und doch sollte auch hierbei das Alter der Kinder berücksichtigt werden. Wartezeit aushalten, sei auch in diesem Fall nicht die Paradedisziplin jüngerer Kinder.

Ganz wichtig im Vorfeld der Bescherung: Eltern sollte mit Verwandten und Freunden absprechen, wer den Kindern was schenkt. „Grundsätzlich sollte man darauf achten, dass die Kinder durch die Vielzahl der Geschenke nicht überfordert werden“, erklären Sarah Thiel und Silke Wiechert. Darum könne eine grobe Faustregel für Eltern so lauten: Je kleiner das Kind desto weniger Geschenke seien sinnvoll. Einfach, um das Kind nicht mit zu vielen Reizen zu überfordern.

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