Betrugsmasche

Betrüger gaukeln Ahauser einen Gewinn von 140.000 Euro vor

Es klang zu schön, um wahr zu sein: Mit der Aussicht auf einen Gewinn in Höhe von 140.000 Euro haben Betrüger in diesen Tagen in Ahaus einen Mann in ihre Falle gelockt.
Die Polizei weist darauf hin, dass Geldinstitute niemals Transaktionsnummern telefonisch oder schriftlich erfragen. © picture alliance / Christin Klose/dpa-tmn

Um ihre Masche möglichst glaubwürdig erscheinen zu lassen, gingen die Täter bei einem Betrug in mehreren Schritten vor, wie die Polizei mitteilte: Zunächst meldete sich eine Unbekannte telefonisch bei einem Ahauser und gab vor, dass er beim Gewinnspiel eines Onlinehandels 140.000 Euro gewonnen habe.

Im nächsten Schritt erläuterte eine angebliche Rechtsanwältin, dass eine Berliner Bank die Gewinnunterlagen prüfe. Schließlich sollte der Ahauser bei dieser Bank anrufen – unter der angegebenen Telefonnummer meldete sich eine vermeintliche Mitarbeiterin.

Mann überweist drei Mal Geld

Nun tischten die Täter die in solchen Fällen übliche Geschichte auf, um an das Geld ihrer Opfer zu kommen: Es seien Gebühren zu zahlen, damit der Gewinnbetrag fließen könne. Insgesamt drei Mal überwies der Geschädigte Geld. Das weckte zu Recht den Verdacht eines Mitarbeiters seiner Bank: Dieser hatte bemerkt, dass die überwiesenen Summen ins Ausland flossen.

Die Polizei warnt erneut vor dieser Masche. Der aktuelle Fall zeigt: Die Täter gehen psychologisch ausgeklügelt vor. Dabei kommt nicht nur ihr rhetorisches Geschick zum Tragen, sondern auch der bewusst mehrgliedrig aufgebaute Tatablauf.

Wer nicht teilnimmt, gewinnt auch nicht

Damit leisten die Betrüger Überzeugungsarbeit, die sie immer wieder an ihr kriminelles Ziel bringt. Grundsätzlich gilt: Wer nicht an einer Lotterie teilgenommen hat, kann auch nichts gewonnen haben.

„Und wo angeblich Gebühren oder andere Zahlungen für einen vermeintlichen Gewinn anfallen, ist grundsätzlich Misstrauen angesagt“, rät die Polizei.

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