Bewohner der Wohncontainer an der Wessumer Straße hat seine eigene Matratze angezündet

Brandursache

Ein Tag nachdem die Wohncontainer an der Wessumer Straße ausgebrannt sind, macht die Polizei Angaben zur Brandursache. Ein Bewohner hat das Feuer vermutlich in seinem Zimmer entzündet.

Ahaus

26.10.2018, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Feuerwehr bekämpfte den Brand der Wohncontainer erfolgreich.

Die Feuerwehr bekämpfte den Brand der Wohncontainer erfolgreich. © KIPPIC

Zu dem Brand einer Flüchtlingsunterkunft an der Wessumer Straße hat die Polizei am Freitag neue Erkenntnisse mitgeteilt: Nach bisherigen Erkenntnissen setzte ein 54-jähriger Deutscher seine eigene Matratze in einem Wohncontainer, den er zusammen mit einem weiteren Deutschen (19) bewohnt, in Brand.

Als der 19-Jährige den Container gegen 16.40 Uhr betreten wollte, stellte er fest, dass der Beschuldigte diesen von innen abgeschlossen hatte. Er bemerkte den unter der Tür hervortretenden Qualm und trat kurzerhand die Tür ein. Zusammen mit zwei weiteren Bewohnern der Unterkunft (23, Guinea; 24, Syrien) brachte er den bereits bewusstlosen 54-Jährigen nach draußen.

Polizei schließt fremdenfeindlichen Hintergrund aus

Der Beschuldigte sowie ein weiterer Bewohner der Unterkunft (37, Guinea) wurden durch das Feuer beziehungsweise den Rauch leicht verletzt. Weitere Personen wurden nicht verletzt.

Kräfte der Feuerwehr löschten den Brand. Eine Ausbreitung der Flammen auf weitere Container konnte so weitestgehend verhindert werden.

In seiner Vernehmung zeigte sich der Beschuldigte teilgeständig. Ein fremdenfeindlicher Hintergrund kann nach den bislang vorliegenden Erkenntnissen ausgeschlossen werden. Der Beschuldigte befindet sich derzeit zur Untersuchung in einer psychiatrischen Klinik.

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