Coronavirus

Bewohner und Mitarbeiter in Behindertenwohnheimen mit Corona infiziert

In einer Außenwohngruppe des Bischof-Tenhumberg-Hauses für Menschen mit Behinderungen in Ahaus sind Coronainfektionen bestätigt worden. Sowohl Bewohner wie auch Mitarbeiter sind betroffen.
Schnelltests zur Erkennung des Coronavirus (Symbolbild) sollen in Pflegeheimen zuvor geschultes medizinisches Fachpersonal durchführen. In dieser Zeit fehlen die Kräfte in der Pflege, kritisiert Matthias Wittland vom Caritasverband Ahaus-Vreden. © dpa

Im Ludwig-Bringemeier-Haus, einer Außenwohngruppe des Bischof-Tenhumberg-Hauses mit zehn Plätzen für Menschen mit Behinderung, sind aktuell acht Bewohner mit dem Coronavirus infiziert. Das hat der Caritasverband Vreden-Ahaus am Dienstag mitgeteilt Auch drei Mitarbeiter wurden positiv getestet. Zwei Bewohner des Bischof-Tenhumberg-Hauses sind ebenfalls mit dem Coronavirus infiziert. Das ergaben Schnelltests (PoC). Aktuell wartet der Caritasverband auf Ergebnisse der PCR-Testungen.

„Als wir Ende letzter Woche die Nachricht über eine erste Infektion erhielten, wurden die Bewohner der Außenwohngruppe und der Tagesstruktur als erstes getestet“, erklärt Peter Schwack, Vorstand für das Ressort Soziale Dienste beim Caritasverband.

Weitere Testergebnisse stehen noch aus

Bis zum Wochenende gab es bei mehreren Bewohnern und zwei Mitarbeitern durch die Schnelltests weitere positive Testergebnisse. Am Montag wurden sämtliche Bewohner der betroffenen Gruppen mit PCR Tests getestet, deren Ergebnisse es abzuwarten gilt. Der Caritasverband stimmt sich bei allen Maßnahmen eng mit dem Kreisgesundheitsamt und der WTG-Behörde (Heimaufsicht) ab.

Positiv getestete Mitarbeiter sind in häuslicher Quarantäne. Aktuell zeigen die infizierten Bewohner keine oder leichte Krankheitssymptome. „Da die Bewohner die Wohnheime selbstständig verlassen können und sie gleichzeitig auch Werkstätten und Tagesstruktur besuchen, war schnell klar, dass der Ursprung einer Infektion schwer zu ermitteln ist und die Gefahr einer Streuung des Coronavirus recht groß ist“, erläutert Peter Schwack.

Isolierung ist eine besondere Herausforderung

Für die Bewohner des Ludwig-Bringemeier-Hauses sowie positiv getestete Bewohner der Wohngruppen gilt ein Besuchsverbot. „Für die Menschen mit geistiger Behinderung ist die Isolierung und der damit veränderte Tagesablauf eine Herausforderung, die mit Unterstützung der Mitarbeiter bewältigt wird“, erklärt Caritas-Sprecher Christian Bödding in einer Pressemitteilung.

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