Schon jetzt wird der Bikepark im Freizeitgelände an der Ork gut genutzt. Mit den neuen Rampen, die in den kommenden Wochen aufgestellt werden, soll er eine neue Attraktion bekommen. © Stephan Rape
Erweiterung in wenigen Wochen

Bikepark Ahaus bekommt neue Rampen für meterweite Luftsprünge

Seit bald drei Jahren gibt es den Bikepark in der Ork. Seine Fangemeinde ist groß. Deswegen gibt es jetzt eine Erweiterung für mehrere tausend Euro.

Der große Lehmhaufen am Bikepark lässt schon erahnen, dass dort wieder etwas Großes geplant ist. Etwas sechs Meter hohes, um genau zu sein: In den kommenden Wochen sollen dort neue Rampen, sogenannte „Kicker“, aufgestellt werden. Und für diese Rampen brauchen die Mountainbiker ordentlich Schwung. Sechs Meter hoch wird allein der Starthügel. Die Rampen selbst sind dann gut 1,8 Meter hoch. Je nachdem, wo sie auf der Strecke postiert werden – und natürlich je nach Tempo – können die überwiegend jungen Fahrerinnen und Fahrer dann mehrere Meter durch die Luft fliegen, bevor sie auf dem Landehügel dann wieder Bodenkontakt bekommen.

Bikepark wird ständig genutzt – und gepflegt

Martin Helfenstein steht am Dienstag begeistert an der Strecke. Einige Kinder drehen gerade auf dem „Pumptrack“, dem flacheren Teil des Bikeparks ihre Runden. „Hier ist immer was los“, sagt er fröhlich. Genau so hatte er sich das vorgestellt, als er zusammen mit etlichen Jugendlichen aus Ahaus den Park vor drei Jahren geplant und gebaut hat.

Sechs Meter hoch – nochmal ungefähr ein Meter mehr als aktuell – soll der Starthügel für die neuen Rampen werden. Über die
Sechs Meter hoch – nochmal ungefähr ein Meter mehr als aktuell – soll der Starthügel für die neuen Rampen werden. Über die “Kicker” können die Fahrer dann mehrere Meter durch die Luft fliegen. © Stephan Rape © Stephan Rape

Jetzt also schon die erste große Erweiterung. Rund 10.000 Euro wird die kosten. Die Hälfte übernimmt die Stadt. Der Rest kommt durch Sponsoren zusammen. Auch darum haben sich wieder Jugendliche gekümmert. „Das ist deren Projekt, ich schaue nur ab und zu nach dem Rechten“, sagt Martin Helfenstein. Organisatorisch laufen die Fäden beim Jugendwerk Ahaus zusammen.

„Dass die Strecke so gut einschlägt, hatte ich gehofft, ich war mir aber nicht sicher“, sagt er. Doch ein fester Kreis von Jugendlichen kümmert sich regelmäßig um den Bikepark. Schneidet Rasen und Pflanzen und hält die Strecke sauber.

Spaß im Gelände braucht viel Arbeit

Denn der Geländespaß kommt eben ohne Arbeit nicht aus. Irgendjemand hat wohl mit einem Crossmotorrad tiefe Spuren in die Strecke gefahren. Martin Helfenstein ärgert sich kurz darüber, wischt den Gedanken dann aber beiseite. „Müssen wir wieder gerade ziehen“, sagt er und deutet auf die Profilabdrücke und einige Schlaglöcher in der Piste. Vandalismus etwa oder auch eine Fahrt mit einem Motorrad oder Mofa hielten sich sehr in Grenzen. „Das klappt alles sehr gut“, betont er.

Martin Helfenstein hat den Bikepark zusammen mit vielen Jugendlichen aufgebaut. Am Samstag, 10. Juli, hofft er ab 14 Uhr auf viele Helfer, um die Anlage wieder auf Vordermann zu bringen.
Martin Helfenstein hat den Bikepark zusammen mit vielen Jugendlichen aufgebaut. Am Samstag, 10. Juli, hofft er ab 14 Uhr auf viele Helfer, um die Anlage wieder auf Vordermann zu bringen. © Stephan Rape © Stephan Rape

Klar, während der heißen Phase der Corona-Pandemie konnten die Jugendlichen nicht viel machen. Zumindest nicht gemeinsam. Entsprechend nötig haben die Büsche und Grünflächen aktuell die Pflege. Die Strecke selbst ist allerdings noch in gutem Zustand. Auch darum kümmern sich die Jugendlichen.

So ein Termin steht am Samstag, 10. Juli, wieder an: Ab 14 Uhr will sich Martin Helfenstein mit Jugendlichen dort treffen, um das Grün zurückzuschneiden. „Wer helfen möchte, ist gerne willkommen“, sagt er. Wie viele tatsächlich kommen, kann er noch nicht sagen. Schließlich sind Sommerferien. Normalerweise laufen die Absprachen untereinander über eine Whatsapp-Gruppe. Interessierte können sich aber auch einfach beim Jugendwerk Ahaus melden.

Neue Rampen sollen innerhalb von drei Wochen aufgebaut werden

Die neuen Rampen sollen in den kommenden drei Wochen aufgebaut werden. Wann genau steht noch nicht fest. Klar ist aber schon, dass irgendwann im Herbst Marc Diekmann, professioneller Mountainbike-Freerider und Gewinner etlicher internationaler Wettbewerbe, wieder nach Ahaus kommen will. Der war zuletzt 2019 für einen kurzen Besuch auf der Anlage am Freizeitgelände in der Ork. „Und der hat uns ja überhaupt erst auf die Idee mit den Kickern gebracht“, sagt Martin Helfenstein. Die Jugendlichen hätten damals gefragt, wie man den Bikepark noch verbessern könne. Und natürlich hatte der Profi ein paar Vorschläge. Die werden jetzt umgesetzt. Danach wird der Platz langsam knapp. Obwohl – ein paar Ideen gäbe es schon noch.

Über den Autor
Redaktion Ahaus
Ursprünglich Münsteraner aber seit 2014 Wahl-Ahauser und hier zuhause. Ist gerne auch mal ungewöhnlich unterwegs und liebt den Blick hinter Kulissen oder normalerweise verschlossene Türen. Scheut keinen Konflikt, lässt sich aber mit guten Argumenten auch von einer anderen Meinung überzeugen.
Zur Autorenseite
Stephan Rape

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.