Traditionsreicher Bikerclub nutzt für sein Treffen zum ersten Mal die Halle der Ahauser Maidy Dogs. Treffen am Dreikönigstag kommt gut an.

Ahaus

, 07.01.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war längst Tradition: Seit Jahren traf sich der Ahauser Motorradclub „Binnen Döör“ um den Dreikönigstag bei Wind und Wetter am Schweinesee. In diesem Jahr brach die Gruppe mit dieser Tradition: Erstmals nahmen sie das Angebot an, das Treffen in der Hockeyhalle der Maidy Dogs auszurichten. „Alles ist viel einfacher. Wir brauchen kein Zelt, können den Partyraum nutzen und wir können unseren Frauen vernünftige Toiletten bieten“, erläuterte Clubmitglied Markus Laing lachend die Vorteile.

Am Freitag rollten fast alle der rund 30 Mitglieder des Clubs mit ihren Motorrädern an, bauten ihre Schlafzelte auf, installierten ihren Grill und sorgten für flüssige Nahrung.

Kinder tobten sich auf der Hockeyfläche aus

Am Samstag war Familientag. Da konnten die Ehefrauen mit den Kindern die Hockeyfläche nutzen und sich austoben. Mit Rollatoren, Rollern oder Inlinern lieferten sie sich Rennen auf einem Parcours bewältigen oder tobten über die große Fläche. Besonders beliebt war der Partyraum. Hier trafen sich nicht nur alle, weil es der wärmste Raum war, sondern weil hier genügend Getränke in Reichweite waren.

Christof Endejann ist Mitglied des Alstätter Bikerclubs „MC Hives“ und war zu Besuch bei „Binnen döör“: „Wir holen dafür unsere Motorräder auch im Winter raus, um zum Treffen zu fahren. Das hat schon Tradition. Dieser Ort ist besser, er ist weniger matschig“, stellte er heraus, während seine Freunde des MC Hives nur nickten.

Vor Witterung geschützt

Marcus Telgmann hat als Mitglied des Ahauser Clubs an die 15 Mal das Drei-Königs-Treffen mitgemacht. „Heute bin ich ohne Motorrad da, aber mit meiner Tochter. Von der Tradition her fand ich es am Schweinesee besser, gemessen an der Witterung ist dieser Ort angenehmer“, bestätigte er.

1995 wurde der Motorradclub „Binnen Döör“ gegründet. Im Josef-Cardijn-Haus an der Fuistingstraße in Ahaus halten sie noch heute ihre Versammlungen ab. Damals bekam das auch Markus Breddermann mit, der wenige Monate später Mitglied wurde. „Wir sind mehr geworden. Wir sind reifer geworden. Es geht hier absolut kollegial zu. Die Größe der Maschinen ist unwichtig“, resümierte er die Entwicklung des Motorradclubs. Frauen gab es zwischenzeitlich und vereinzelt auch mal als Mitglieder. „Sie waren nie lange dabei, dabei sind wir absolut nicht frauenfeindlich“, ergänzte er lachend.

Eine Spur Trauer

Auch Jörg Terdues ist ein Urgestein des Bikerclubs. Bis vor zwei Jahren hat er noch im Vorstand mitgearbeitet. Kurz danach gründete er die Band „Gleis 1“, die fast nur aus Binnen-Döör-Mitgliedern besteht. Als Sänger der Band trat er abends im Partyraum auf. Auch er trauerte ein bisschen dem Schweinesee hinterher. „Hier ist alles dafür deutlich entspannter“, schob er schnell hinterher.

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