Alles tanzt - alles ist laut und der Rasenplatz wird zum "Rockfield" als die Band "Benjrose" auf der Bühne steht. © Jenny Kahlert
Rockfield-Festival

Bilder und Videos: Bands machen Augenklinik Ahaus Arena zum Rockfield

Es ist laut, es ist voll, es ist „Rockfield“ im Ahauser Stadtpark. Schon zum zweiten Mal findet das Musikfestival auf dem Rasen des Sportplatzes statt. Fünf Bands ernteten dafür viel Applaus.

Es ist Samstagnachmittag. Um kurz nach fünf sitzen die meisten Besucher des „Rockfield“ Festivals in der Augenklinik Ahaus Arena noch ziemlich verhalten auf ihren Stühlen, als die Band „Nork“ das bunte Musikevent eröffnet.

Bereits zum zweiten Mal findet die Veranstaltung auf dem Rasenplatz neben dem Vereinsheim von Eintracht Ahaus statt. Und wieder ist der Platz gut gefüllt – doch erstmal nur auf den Bänken. Trotzdem ist die Stimmung gut. Nach jedem Lied von „Nork“ klatschen die Besucher Applaus oder fordern eine Zugabe. Das Musikfestival nimmt langsam Fahrt auf.

Fotostrecke

Rockfield-Festival: Fünf Bands lassen es in Ahaus unter freiem Himmel krachen

Überhaupt erst möglich gemacht haben das Festival viele Sponsoren. Organisiert wurde es von dr. (univ.-bud.) Matthias Gerl, Geschäftsführer der Augenklink Ahaus, Augenoptikermeister Harry Richter und von den Geschäftsführern des Musikclubs „Attic“ in Ahaus, Gonda und Berthold „Else“ Elsing.

„Alles fing eigentlich damit an, dass ich letztes Jahr die Idee hatte, im Attic ein Minikonzert zu planen, um da ein bisschen Geld zu sammeln. Um das Attic zu unterstützen“, berichtet Harry Richter. Dann sei das Ganze aber immer größer und größer geworden. Schließlich habe er zusammen mit Matthias Gerl, Gonda und Else angefangen, nach Sponsoren zu suchen.

Name des Festivals ist Programm

Den Namen für das Festival ist Gonda Nobbe-Elsing und ihrem Mann zu verdanken. Sie haben zusammen eine Dokumentation gesehen über bekannte Musiker, die sich alle auf einem Bauernhof trafen, um dort an Songs zu arbeiten und gemeinsam Musik zu machen, auf einem richtigen „Rockfield“, auf Deutsch „Rockfeld“ eben. Auch in Bezug auf den Standort des Festivals passt der Name perfekt. „Wir sind hier ja auch auf einem Feld, deswegen passt der Name einfach perfekt“, so Gonda Nobbe-Elsing.

Auf die Frage, ob das Festival auch im nächsten Jahr wieder stattfinden wird, lachen die Organisatoren. Tatsächlich steht einer dritten Runde „Rockfield“ in Ahaus nichts im Wege. Ganz im Gegenteil, im nächsten Jahr soll sogar das Ziel sein, lokale Bands in den Stadtpark zu holen.

Rockfield soll sich in Ahaus etablieren

„Unser Ziel ist es, mit „Rockfield“ ein festes Festival in Ahaus zu etablieren, was gerade die jungen Menschen anspricht und zur Musik führen soll. Generell wollten wir mit dieser Veranstaltung etwas zurückgeben, für all diejenigen, welche die letzten Jahre besonders kämpfen mussten. Das Ganze ist etwas von Ahausern für Ahauser“, so Matthias Gerl.

Auch die Geschäftsführer des Attics sind sehr zufrieden mit der Veranstaltung: „Es ist einfach schön, einen komplett freien Spielraum zu haben. Vielleicht geht es auch darum, diese Freiheit neu zu erfinden und alles ein Stück weit zu verändern“, so Berthold Nobbe-Elsing.

Fünf Bands spielen am Abend auf der Bühne im Stadtpark: Headliner ist die Rockband „Doctor Victor“, deren Frontmann aus Island kommt. Dazu gibt es auch eine kurzfristige Neuerung auf dem Plan, die Band „Amistat“ aus Australien ist für den Musiker Tom James eingesprungen, da der sich einen Tag vor dem Konzert die Hand gebrochen hat. Doch die „Rockfield“ Besucher nehmen die beiden Zwillinge sofort sehr gut auf. Am Ende ihres Auftrittes sind laute Rufe „Next Song, next song!“, zu hören, aber die Bühne gehört jetzt „Jpson“, einer Band, die es durch einen Auftritt vor einigen Jahren im Attic auf die Programmliste geschafft hat.

Bei Doctor Victor hält es niemanden mehr auf den Sitzen

Schon jetzt wird der Bereich vor der Bühne immer kleiner. Immer mehr Menschen trauen sich nach vorne und wagen erste, etwas schüchterne Tanzversuche. Deutlich enger wird es, als die Band „Benjrose“ die Bühne betritt. Plötzlich sind die Sitzbänke leer und alles was tanzen will, sammelt sich vor der Bühne. Umhüllt von der Nebelmaschine wird geklatscht, gerufen und gesungen.

Seinen Höhepunkt findet der Abend, als „Doctor Victor“ seine Gitarre in die Hände nimmt und die Bühne stürmt. Die Bänke und Stehtische sind jetzt nur noch Deko. Alle sind auf den Beinen und tanzen weiter in die Nacht hinein.

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.