Blasmusik auf böhmische Art verbindet

Konzert in Graes

Schönes Wetter, ein gemütliches Ambiente und böhmische Klänge ließen am Sonntag im Landgasthof Elkemann in Graes keine schlechte Laune zu. Unter dem Motto „Blasmusik verbindet“ boten die Musiker der Alten Kameraden aus Alstätte und die Seniorenkapelle aus Legden unter der Gesamtleitung von Willi Hackfort ein abwechslungsreiches und musikhistorisches Programm, ganz zu Ehren von Ernst Mosch.

GRAES/LEGDEN

von Von Lisa Tretow

, 12.03.2012, 13:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dirigent Willi Hackfort führte beide Ensembles im Saal Elkemann zur Bestform.

Dirigent Willi Hackfort führte beide Ensembles im Saal Elkemann zur Bestform.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Willi Ellerkamp, Leiter der „Alten Kameraden“. Ehrengast war der stellvertretende Bürgermeister Rudolf Enning-Harmann. Erwartungsvoll und in aller Vorfreude saßen die rund 380 Besucher gemütlich im Saal Elkemann, als Willi Hackfort taktvoll den Montana-Marsch anstimmte – das Gemeinschaftskonzert war eröffnet. Geboten wurden anspruchsvolle Märsche, Polkas und Walzer. Neben sanften Soloeinlagen des Tenorhorns bei der Polka „Daheim in Böhmen“ kam aber auch die Kreativität nicht zu kurz. So transportierte das Gesangsduo, bestehend aus Willi Hackfort und Brigitte Wienand, geschickt biographische Informationen zu Ernst Mosch, indem sie wichtige Stationen seines musikalischen Schaffens sangen. In dem Marsch „Das Feuer brennt weiter“ wurde deutlich, dass die Legende des Ernst Mosch vor 50 Jahren ihren Ursprung nahm und sich zu einem bewundernswerten Lebenswerk entwickelte. Dass die Werke des verstorbenen Komponisten besonders sind und Lebensfreude vermitteln, verspürten dabei auch die kleinsten Zuschauer: „Ich finde alles super und ich singe und dirigiere immer mit“, strahlte der siebenjährige und große Ernst-Mosch-Fan Tom Müller aus Ottenstein. „Mein Lieblingsmarsch ist der ,Gruß an Klingental‘“, lobte auch der stellvertretende Bürgermeister Rudolf Enning-Harmann anerkennend. Eines der Highlights war der Walzer „Moravske Sny“ vom Europameister der Blasmusik, Vlado Kumpan. Übersetzt „Mährische Träume“ luden das Publikum zum stimmungsvollen Mitschwingen am Sitzplatz ein. Auch Willi Ellerkamp schwelgte bei dem Heimspiel des Orchesters in Erinnerungen: „Vor rund 20 Jahren fing alles mit einem Geburtstagsauftritt an. Jetzt gehen wir schon auf Konzertreisen und planen sogar schon eine CD und Rundfunkauftritte. Das ist sehr beachtlich.“ So neigte sich ein stimmungsgeladener Nachmittag nach rund drei Stunden seinem Ende zu, bei dem alle Liebhaber der volkstümlichen Musik voll und ganz auf ihre Kosten kamen.

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