„Stop oder Tod" stilistisch überschaubar komplex, aber ganz klar eine wüste Drohung gegen das Personal der Teststation. Hoffentlich kommt man dem Täter schnell auf die Spur. © Stephan Rape
Meinung

Brandstiftung an Teststation: Wozu ist dieser Täter noch imstande?

Die Teststation in Ottenstein ist ausgebrannt. Der Unbekannte bedroht die Mitarbeiter. Es wird dringend Zeit, dass die Polizei den Täter stellt, bevor Schlimmeres passiert, findet unser Autor.

Ein in Brand gesteckter Mülleimer mag noch als Dummer-Jungen-Streich durchgehen. Ein paar Schwurbler-Sprüche, an eine Zeltplane geschmiert, mag man als Vandalismus abtun.

Doch diese Grenze ist in Ottenstein längst überschritten. Der oder die Unbekannte(n), die die Teststation in Brand gesteckt haben, sind geplant und gezielt vorgegangen. Anders bekommt man so einen überschaubar eingerichteten Bürocontainer wohl kaum so stark zum Brennen. Mehr noch: Mit ihrer Nachricht an der Zeltwand haben der oder die Täter auch ganz klar gemacht, wes‘ Geistes Kind sie sind.

Soll jeder seine Meinung für oder gegen die Corona-Maßnahmen haben. Meinetwegen unterhalten wir uns auch darüber, ob eine Impfung, ein Test, ein Mundschutz oder das Abstandsgebot sinnvoll sind oder nicht.

Was können die Mitarbeiter dazu?

Aber was geht in jemandem vor, der das Personal einer kleinen Corona-Teststation auf dem Dorf ziemlich direkt mit dem Tod bedroht, falls sie ihre Arbeit fortsetzen? Ich kann das mulmige Gefühl der Mitarbeiter dieser Teststelle voll und ganz verstehen. Wer hat so einen krankhaften Hass entwickelt, dass er vor solchen Taten nicht zurückschreckt? Und zu was ist derjenige noch fähig?

Und ich hoffe wirklich, dass doch noch jemand etwas beobachtet hat, damit man diesen kranken Geist an die Kette legen kann – bevor Schlimmeres passiert.

Über den Autor
Redaktion Ahaus
Ursprünglich Münsteraner aber seit 2014 Wahl-Ahauser und hier zuhause. Ist gerne auch mal ungewöhnlich unterwegs und liebt den Blick hinter Kulissen oder normalerweise verschlossene Türen. Scheut keinen Konflikt, lässt sich aber mit guten Argumenten auch von einer anderen Meinung überzeugen.
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Stephan Rape

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