Bürgerinitiative: Risikopotenzial nicht erhöhen

Endlager frühestens ab 2035

Die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ fordert die Landesregierung und Bundesumweltminister Röttgen auf, das Brennelemente Zwischenlager in Ahaus sofort still zu legen. Das Zwischenlager verweist auf die gültige Genehmigung, die auf umfangreichen Sicherheitsprüfungen basiere.

AHAUS

von von Stefan Grothues

, 01.04.2011, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Licht am Ende des Entsorgungstunnels ist noch weit entfernt? Vor einem halben Jahr sind die Erkundungsarbeiten für das mögliche Endlager in Gorleben (Foto) nach zehnjähriger Pause wieder aufgenommen worden. Frühestens ab 2035 - wahrscheinlich aber deutlich später - könnte in dem Salzstock in über 800 Meter Tiefe auch der in Ahaus gelagerte hochradioaktive Atommüll eingelagert werden - sofern die noch andauernden geologischen Untersuchungen dies zulassen.

Das Licht am Ende des Entsorgungstunnels ist noch weit entfernt? Vor einem halben Jahr sind die Erkundungsarbeiten für das mögliche Endlager in Gorleben (Foto) nach zehnjähriger Pause wieder aufgenommen worden. Frühestens ab 2035 - wahrscheinlich aber deutlich später - könnte in dem Salzstock in über 800 Meter Tiefe auch der in Ahaus gelagerte hochradioaktive Atommüll eingelagert werden - sofern die noch andauernden geologischen Untersuchungen dies zulassen.

Der von der Landesregierung und vom Landrat geforderte „Stresstest“ für das Zwischenlager  sei ein Beleg dafür, dass die „aktuellen Sicherheitsauflagen nicht dem Stand von Wissenschaft und Technik“ entsprächen, so BI-Sprecher Felix Ruwe. Die Lagerhalle müsse gegen Flugzeugabstürze zusätzlich gesichert werden. Da es kein Endlager gebe, könne eine Stilllegung aber nur einen Einlagerungsstopp bedeuten, „um das Risikopotenzial nicht weiter zu erhöhen.“ Mit einem Endlager für die in Ahaus lagernden Brennelemente aus Hamm (seit 1992), Neckarwestheim und Gundremmingen (1998) sowie Rossendorf (2005) sei frühestens in 25 Jahren zu rechnen, erklärten Experten in dieser Woche in Gorleben vor Journalisten aus dem Münsterland und den Niederlanden. Ab 2012 sollen weitere 152 Castorbehälter aus Jülich nach Ahaus gebracht werden.

Ich weiß noch nicht, wie der Test aussehen soll. Wir haben bisher nur aus den Medien davon gehört. Ich kann nur sagen: Wir haben eine gültige Genehmigung nach dem deutschen Atomgesetz. Wir werden uns weiteren Prüfungen der Behörden stellen und die dann gestellten Forderungen umsetzen.

In unserer geltenden Genehmigung sind neben Erdbeben und vielen anderen denkbaren Szenarien auch Flugzeugabstürze schon berücksichtigt. Es wurde nachgewiesen, dass die Behälter standhalten würden und keine nachteiligen Umweltauswirkungen für die Bevölkerung entstünden.

Da könnte ich nur spekulativ antworten, denn diesen Flugzeugtyp gab es noch nicht, als die Sicherheitsnachweise erbracht wurden. Das ist möglicherweise ein Thema für eine behördliche Überprüfung.

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