Bürgerwindpark stößt auf großes Interesse

Infoveranstaltung in Alstätte

Der geplante Bäuerliche Bürgerwindpark in der Nähe des Golfplatzes zwischen Alstätte und Ottenstein stößt offenbar auf riesiges Interesse. Weit über 200 Besucher füllten am Montagabend zur Informationsveranstaltung den Saal des Dorfgasthofes Wissing.

ALSTÄTTE/OTTENSTEIN

von von Rupert Joemann

, 20.11.2012, 18:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Besucher bei der Infoveranstaltung zum Bäuerlichen Bürgerwindpark Alstätte/Ottenstein.

Besucher bei der Infoveranstaltung zum Bäuerlichen Bürgerwindpark Alstätte/Ottenstein.

 Das sehen auch die 15 Mitglieder der Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), die das Projekt vorantreiben. Im GbR-Vertrag wurde extra eine Klausel verankert, die die Wertschöpfung in der Region sichert. Thier, der mit der BB  Wind, einer Tochtergesellschaft des Westfälisch-Lippischen Landschaftsverbands, rund 60 Projekte betreut, warnte davor, mit Projektierer-Gruppen zusammenzuarbeiten. „Wenn die Landwirte dort unterschreiben, haben sie nichts mehr zu sagen. Dann werden die Entscheidungen in Hamburg oder Düsseldorf getroffen“ – wohin dann auch die Gewinne flössen. So aber bleibe das Geld in der Region. Allein die Stadt Ahaus, so rechnete Heinz Thier vor, erhielte durch jedes Windrad jährlich 20 000 bis 25 000 Euro Gewerbesteuer.

 Mit ins Boot geholt werden sollen auch die Stadtwerke sowie die örtlichen Geldinstitute. Einen ersten erfolgreichen Schritt hat es bereits gegeben. Die von der GbR beauftragte gutachterliche Artenschutz-Vorprüfung verlief erfolgreich. Etwa jedes zweite Projekt scheiterte an dieser Hürde. Zunächst einmal muss nun allerdings die Stadt einen Beschluss zur Änderung des Flächennutzungsplans erstellen. Ob die Stadt die Fläche überhaupt für geeignet hält, steht noch nicht fest. Derzeit gibt es noch kein Ergebnis der laufenden Untersuchungen.Eine Teilnehmerin dürfte trotz der detaillierten Ausführungen wenig glücklich nach Hause gegangen sein. Sie fragte, ob auch Vredener sich beteiligen können. „Das ist ein Projekt nur für Ahauser“, antwortete Ludwig Wermer, eines der GbR-Mitglieder. 

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