Von seinem Hausarzt Dr. Volker Schrage hat sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Freitagnachmittag in Legden gegen das Coronavirus impfen lassen. Der 40-Jährige bekam das Vakzin von Astrazeneca. © Stephan Rape

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in Legden gegen Corona geimpft

Der Bundesgesundheitsminister ist geimpft: Jens Spahn (40) hat sich am Freitag seine Impfung gegen das Coronavirus bei seinem Legdener Hausarzt abgeholt. Er bekam den Impfstoff von Astrazeneca.

Am Ende war es eine Sache von wenigen Minuten: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU, 40) hat sich am Freitagnachmittag gegen das Coronavirus impfen lassen. In seiner Hausarztpraxis in Legden bekam er das Vakzin von Astrazeneca injiziert.

Nach einem kurzen Aufklärungsgespräch mit Dr. Volker Schrage erhielt er die Impfung. „Pieks“, kommentierte der Bundesgesundheitsminister lapidar den entscheidenden Moment. Nur wenige Minuten später verließ er die Praxis auf dem Weg zu seinem nächsten Termin.

Hausarzt empfiehlt Astrazeneca uneingeschränkt

Dr. Volker Schrage von der Hausarzt-Praxis Münsterland Dres. V. Schrage, B. Balloff & Kollegen betont im Gespräch mit unserer Redaktion, dass er ein absoluter Impfbefürworter sei. Auch das Vakzin von Astrazeneca empfehle er allen seinen Patienten. Auch junge Frauen könnten sich bedenkenlos damit impfen lassen. „Alles, was in der EU und in Deutschland zugelassen ist, ist auch impfbar“, erklärt er.

Eine Coronaerkrankung sei in jedem Fall schlimmer, als die möglichen Nebenwirkungen der Impfung. Aber am Ende sei das natürlich immer eine persönliche Entscheidung, ob man den Impfstoff wolle oder nicht.

„Menschen wollen sich impfen lassen“

In der Umgebung seiner Praxis kenne er nicht einen Impfskeptiker. „Die Menschen wollen sich impfen lassen“, sagte er. Und zwar so schnell wie möglich. Es komme nun eben nur darauf an, dass auch genügend Impfstoff in die Praxen gelange. „Ohne Mehl kann ja auch ein Bäcker nicht backen“, machte er deutlich.

Nur wenige Minuten hat die Impfung von Gesundheitsminister Jens Spahn (l.) am Freitagmittag gedauert. Dr. Volker Schrage aus Legden hatte ihm das Vakzin von Astrazeneca injiziert.
Nur wenige Minuten hat die Impfung von Gesundheitsminister Jens Spahn (l.) am Freitagmittag gedauert. Dr. Volker Schrage aus Legden hatte ihm das Vakzin von Astrazeneca injiziert. © Lisa Wissing © Lisa Wissing

Angesichts der bevorstehenden Aufhebung der Priorisierung mahnte Jens Spahn am Freitag gegenüber der Deutschen Presseagentur zur Geduld. Die Maßnahme bedeute nicht, dass sofort alle geimpft werden könnten, sagte er bei einem Termin in Quakenbrück. „Wir werden schon noch einige Wochen brauchen.“ Die Arztpraxen „müssen das auch handeln können“.

Dabei setzt auch Dr. Volker Schrage auf die Digitalisierung. Jede Form von Digitalisierung sei positiv, so lange sie denn von Nutzen sei und Abläufe vereinfachen könne. In seiner Praxis etwa nutze er bereits digitale Anmeldemöglichkeiten. Das vereinfache den weiteren Ablauf enorm.

Im Kreis Borken lag die Impfquote der Erstimpfungen (Stand 13. Mai, 24 Uhr) am Freitag bei 41,7 Prozent. 154.832 Einwohner des Kreises haben die erste Impfung erhalten. 37.028 Personen haben auch schon die zweite Impfung bekommen.

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Redaktion Ahaus
Ursprünglich Münsteraner aber seit 2014 Wahl-Ahauser und hier zuhause. Ist gerne auch mal ungewöhnlich unterwegs und liebt den Blick hinter Kulissen oder normalerweise verschlossene Türen. Scheut keinen Konflikt, lässt sich aber mit guten Argumenten auch von einer anderen Meinung überzeugen.
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Stephan Rape

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