Reges Treiben herrschte am Dienstagmittag (24. November) auf dem Ahauser Bahnhof. Ob sich wirklich alle Reisenden an die Maskenpflicht gehalten haben, hat die Bundespolizei an diesem Tag überprüft. © Markus Gehring
Coronavirus

Bundespolizei: Hunderte Maskenmuffel erwischt – auch in Ahaus Kontrollen

Es war der zweite landesweite Masken-Kontrolltag, der jüngst in Zügen, Bussen und Bahnhöfen stattfand. Auch die RB51 mit Halt in Ahaus wurde dabei überprüft. Bundespolizisten waren im Einsatz.

Es ist Dienstagmittag (24. November). Am Ahauser Bahnhof herrscht reges Treiben. Menschen steigen in die Regionalbahn 51 ein und aus. Auf den ersten Blick tragen sie alle wie vorgeschrieben eine Maske. Doch halten sich wirklich alle an die Vorgaben? Das haben Bundespolizisten überprüft, die im Zug mit unterwegs waren.

Die Kontrollen in der RB51 waren Teil des landesweiten Masken-Kontrolltages in Zügen, Bussen und Bahnhöfen. Der zweite nach August. Kontrolliert hat die Deutsche Bahn dabei unter Mithilfe der Bundespolizei und den Ordnungsämtern der Städte und Gemeinden, ob sich wirklich alle Fahrgäste an die Maskenpflicht halten.

Dass dem längst nicht immer so ist, zeigten die landesweiten Kontrollen im August. Nach acht Stunden hatten die Kontrolleure 1707 Maskenmuffel erwischt.

Maskenpflicht gilt auch auf dem Bahnhof-Areal

Seit dem 27. April 2020 schreibt die Coronaschutzverordnung übrigens vor, dass in Bussen, Bahnen, Bahnhöfen und Zügen eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden muss. Ob das Ahauser Ordnungsamt am Dienstag am Ahauser Bahnhof ebenfalls im Kontrolleinsatz war, ist unklar. Die Stadt ließ diese Anfrage der Redaktion unbeantwortet.

Davon abgesehen liefen die Kontrollen wie überall in NRW auch in der RB51 in den frühen Morgenstunden, mit den ersten Pendlerströmen, an. Wer nach 7 Uhr in Ahaus in den Zug stieg, musste mit Kontrollen rechnen. Das bestätigt Malte Schindler von der Pressestelle des Landesverkehrsministeriums auf Redaktionsanfrage. „Bis 15 Uhr, also acht Stunden, haben die Kontrollen gedauert.“

Bußgeld bis 150 Euro ist möglich

Erstaunlich im negativen Sinne: Trotz vorheriger Ankündigung der Aktion ertappten die Kontrolleure bereits nach der Hälfte der Zeit landesweit 425 Maskenverweigerer. Das teilt das Landesverkehrsministerium in einer ersten Bilanz mit. Eine abschließende Auswertung der Kontrollen steht (Stand 25. November) noch aus. Alle Verweigerer müssen mit einem Bußgeld bis 150 Euro rechnen. Wie viele Bußgeldverfahren tatsächlich eingeleitet werden, ist noch unklar.

Der Bahnhof in Ahaus soll durch Videoüberwachung sicherer werden.
Der Bahnhof in Ahaus soll durch Videoüberwachung sicherer werden. © Markus Gehring © Markus Gehring

Und wer auf lokale Zahlen hofft, der wird enttäuscht sein. Diese Zahlen gibt das Landesverkehrsministerium nicht raus, wie Pressesprecher Malte Schindler sagt. Doch das sei keine Willkür, sondern verfolge eine klare Linie. „Es geht bei den Kontrollen darum, die Bürger für die Einhaltung der Maskenpflicht zu sensibilisieren.“ Und um das zu erreichen, spiele die Örtlichkeit keine Rolle. „Es soll ja kein Wettbewerb entstehen, wo die meisten Verstößen festgestellt wurden.“

Ganz davon abgesehen bringt Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) die Sache mit den Masken auf den Punkt: „Das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung ist ein Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme. Die Maske ist in der Bahn das wirksamste Mittel gegen das Coronavirus. Deshalb müssen wir uns alle an die Regel halten.“ Doch genau das tun nachweislich nicht alle. Das hat auch der zweite Kontrolltag gezeigt.

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