Nach Besuchsverbot: Caritas Ahaus bietet Videochats für Bewohner und Angehörige an

Coronavirus

Die Caritas Ahaus hat auf das Besuchsverbot in den sechs Seniorenheimen reagiert. Ab Mittwoch können die Bewohner per Videochat mit ihren Angehörigen sprechen. Die Details im Überblick.

Ahaus

, 18.03.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Caritas für die Dekanate Ahaus und Vreden bietet den Bewohnern ihrer Einrichtungen ab Mittwoch an, mit Angehörigen per Videochat zu kommunizieren. (Symbolfoto)

Die Caritas für die Dekanate Ahaus und Vreden bietet den Bewohnern ihrer Einrichtungen ab Mittwoch an, mit Angehörigen per Videochat zu kommunizieren. (Symbolfoto) © picture alliance / dpa

Seit vergangenem Donnerstag gilt in den sechs Seniorenheimen der Caritas Ahaus ein generelles Besuchsverbot. Ein harter Schlag für die Bewohnerinnen und Bewohner – allerdings auch für deren Angehörige. Also hat das Leitungsteam rund um Caritas-Vorstand Matthias Wittland sich zusammengesetzt und an einer Kompromisslösung gefeilt.

Am Montag konnten sie dann das Ergebnis verkünden: Für die Zeit des Besuchsverbots sollen die Bewohner per Videochat mit ihren Angehörigen kommunizieren können. Schon ab Mittwoch, 18. März, soll das Angebot starten. „Es kann den direkten Kontakt zwar nicht ersetzen, allerdings hat man so wenigstens Blickkontakt. Das erste Feedback von den Bewohnern ist positiv“, erklärt Matthias Wittland auf Anfrage.

Hardware steht an allen Standorten bereit

Die Hardware steht in Form von iPads bereits an allen Standorten bereit. „Die Angehörigen können dann ihr Interesse anmelden und wir vereinbaren dann mit den Bewohnern einen Zeitpunkt für den Videochat“, so Wittland. Eine Hürde, die mittlerweile übersprungen werden konnte, war das Finden eines passenden Programms. „Wir wollten es so niedrigschwellig wie möglich halten. Nun braucht man nur noch einen Code und es kann losgehen“, berichtet der Caritas-Vorstand.

Mit einem Ansturm rechnet Matthias Wittland zwar nicht, gerüstet wäre man aber auch dafür: „Wir hätten die Möglichkeit, noch mehr iPads zur Verfügung zu stellen.“ Auf das in der vergangenen Woche erteilte Besuchsverbot reagierten die meisten Bewohner und Angehörige sehr besonnen. „Natürlich löst so etwas bei niemandem Begeisterungsstürme aus, aber die allermeisten haben Verständnis für diese Maßnahme. Sie haben den Ernst der Lage begriffen“, sagt Matthias Wittland.

Zu den Einrichtungen der Ahauser Caritas gehören die Seniorenheime Holthues Hoff, Heinrich-Albertz-Haus (beide Ahaus), St. Friedrich (Wessum), Henricus Stift (Südlohn), St. Ludgerus (Heek) und der Citywohnpark Gronau.

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