Christa Sicking-Schürmann verlässt nach 30 Jahren Ehe-Beratungsstelle

Lebensberatung

Nach fast 30 Jahren verlässt Christa Sicking-Schürmann die Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL) in Ahaus, um in den Ruhestand zu gehen. Ein Rückblick auf bewegte Zeiten.

Ahaus

29.05.2021, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dr. Heike Plitt, Leiterin der EFL-Beratungsstelle in Ahaus (l.), verabschiedete Christa Sicking-Schürmann zusammen mit der Nachfolgerin Jutta von Ingersleben (r.).

Dr. Heike Plitt, Leiterin der EFL-Beratungsstelle in Ahaus (l.), verabschiedete Christa Sicking-Schürmann zusammen mit der Nachfolgerin Jutta von Ingersleben (r.). © EFL

Wenn Ratsuchende Vertrauen zu ihr aufgebaut haben, über diese Momente habe sich Christa Sicking-Schürmann immer besonders gefreut, schreibt die EFL-Beratungsstelle in ihrer Pressemitteilung. „Wenn ich erlebe, dass sie ihre Skepsis ablegen und offen für persönliche Entwicklungen werden, berührt mich das sehr und motiviert mich, sie fachlich zu unterstützen und zu begleiten.“

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Seit 1992 sei die 63-jährige Diplom-Psychologin und psychologische Psychotherapeutin in der Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL) des Bistums Münster in Ahaus tätig gewesen. Am 1. Juni beginne für sie mit dem Eintritt in die Rente ein neuer Lebensabschnitt: „Auf den ich sehr gespannt bin, auch wenn der Abschied schwerfällt.“

Interesse für zwischenmenschliche Beziehungen

Christa Sicking-Schürmann habe sich immer besonders für zwischenmenschliche Beziehungen interessiert. Deshalb machte sie 1987 eine Ausbildung zur Eheberaterin. Mit einer halben Stelle sei sie vor fast 30 Jahren in der EFL in Ahaus gestartet.

Auch wenn die Themen ähnlich geblieben sind, in der Beratungsarbeit hat sich doch einiges verändert: Mittlerweile sind Online- und Videoberatungen selbstverständlich. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit war die Sexualberatung. Dass auch innerhalb der katholischen Kirche Vielfalt gelebt werden kann, war ihr nicht nur deshalb immer ein wichtiges Anliegen.

Nachfolgerin steht bereits fest

Menschen in Krisen, die keinen Platz in einer Psychotherapie bekommen, finden in den EFL-Beratungsstellen Hilfe: „Wenn wir gefragt werden, sind wir da. An dieser Einstellung wird sich auch künftig nichts ändern“, weiß Christa Sicking-Schürmann. Ihre Nachfolgerin steht schon fest: Jutta von Ingersleben, die bereits zum Team gehört, wird ihre Stunden übernehmen.

Nicht nur die Ratsuchenden werden Christa Sicking-Schürmann vermissen. „Mit dem Renteneintritt von Christa Sicking-Schürmann verlieren wir eine wertvolle Mitarbeiterin und Kollegin, die Jahrzehnte lang die EFL in Ahaus geprägt und ihr ein Gesicht gegeben hat“, betont die Leiterin der Ahauser Beratungsstelle, Dr. Heike Plitt.

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Obwohl sie ihre Arbeit gerne gemacht habe, freue sich Christa Sicking-Schürmann auf das, was sie nun erwarte. Entspannung und Herausforderung – beides solle künftig ihr Leben ausmachen: „Ich werde viel mit meinem Mann auf dem Fahrrad unterwegs sein, Freundschaften wieder mehr pflegen, mich kreativ betätigen und Gitarrenunterricht nehmen“, sagt sie abschließend.

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