Corona-Alltag: Endlich wieder schwimmen – aber bitte mit Abstand

Coronavirus

Die Freibäder sind endlich wieder geöffnet. Redakteurin Victoria Garwer war direkt am ersten Tag da und wünscht sich etwas mehr Abstand im Wasser. Nicht nur wegen des Coronavirus.

Vreden

, 04.06.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Freibäder sind endlich wieder geöffnet. (Symbolbild)

Die Freibäder sind endlich wieder geöffnet. (Symbolbild) © picture alliance/dpa

Endlich wieder Wasser, endlich wieder schwimmen! Die Freibäder haben wieder geöffnet und ich als bekennende Wasserratte habe direkt am ersten Tag in Vreden den Sprung ins kühle Nass gewagt. Okay, die eiskalte Dusche unter freiem Himmel habe ich nicht wirklich vermisst und meine Muskeln und die Lunge müssen sich wohl auch erst wieder ans Training gewöhnen, aber es war einfach herrlich!

Natürlich war einiges anders als sonst. Spontan nach Feierabend ins Schwimmbad zu gehen, funktioniert ja im Moment nicht. Also habe ich, wie vorgeschrieben, einen Zeitraum gebucht. Das Problem: Wenn ich von 18 bis 20 Uhr den Termin habe, muss ich auch um spätestens 18.30 Uhr da sein, sonst gibts keinen Einlass mehr.

Also habe ich etwas früher angefangen zu arbeiten, um früher Feierabend machen zu können. Ganz schön kompliziert, so ein Trainingsabend....

Personalausweis an der Kasse vorzeigen

An der Kasse musste ich dann mein Ticket und sogar meinen Personalausweis vorzeigen. Vorschrift ist Vorschrift. Das Eintrittsgeld habe ich vorausschauend passend mitgebracht und so ging es direkt in Richtung Umkleiden – mit Maske und nach dem Händedesinfizieren natürlich.

Vor den Umkleiden und den Spinden haben alle artig Abstand gehalten. Auch die Schlange vor der Außen-Dusche war sehr diszipliniert, obwohl es doch recht frisch war. Aber nützt ja nichts: Ab unter die kalte Dusche und ins Wasser.

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Und da war dann von einem Hygienekonzept und Abstand plötzlich nichts mehr zu spüren. Alle sind kreuz und quer geschwommen, wie immer. Es wurde überholt, getaucht, geplanscht und gequatscht. 1,5 Meter Abstand halten? Unmöglich.

Abstand im Wasser ist immer eine gute Sache

Ist das schlimm? Tötet das Chlor im Wasser nicht eh alle Viren und Keime? Keine Ahnung, ehrlich gesagt. Aber dieses Kreuz-und-Quer-Geschwimme, dieses Mit-fünf-Mann-nebeneinander-Schwimmen-und-Quatschen und dieses Ich-schwimme-einfach-mal-quer-die-machen-wohl-Platz-Gehabe nervt schon immer! Nicht erst seit Corona.

Andere Freibäder haben sogenannte Schwimmautobahnen eingerichtet. Dort schwimmt man auf einer Bahn hin, auf der nächsten wieder zurück. Dabei bleibt auch genug Platz zum Überholen. Eine perfekte Lösung. Nur Quatschen beim gemütlichen Dahinpaddeln, das geht dann eben nicht mehr.

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Nach einer Stunde wurde es deutlich leerer und somit auch entspannter im Becken. Aber da war ich auch schon wieder durch mit meinem Training. Also raus aus dem Wasser und ab unter die Dusche. Da galt dann auch wieder die strenge Abstandsregel mit Personenbeschränkung. Und alle haben sich dran gehalten.