Corona-Beschränkungen machen Kulturarbeit kaum möglich

mlzTheater

Die Stadt setzt aufgrund der Corona-Beschränkungen die Theaterring-Abonnements aus. Aktuell wäre weniger als ein Drittel des möglichen Publikums zugelassen.

Ahaus

, 11.07.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Kulturbereich ist durch die Corona-Beschränkungen mit Abstand am härtesten getroffen, darüber gibt es kaum Zweifel. „Es war einer der frühesten Bereiche, in denen konsequent Veranstaltungen abgesagt werden musste. Und er wird wahrscheinlich auch der letzte Bereich sein, der wieder hochgefahren wird.“ Das sagte der Beigeordnete Werner Leuker schon in der Ratssitzung Ende Mai. Mitte Juli sind die Aussichten für die Kulturschaffenden nicht besser geworden.

„Trotz der zahlreichen Lockerungen sind insbesondere die Auflagen für Bühnenprogramme sowie für die Probenarbeit weiterhin sehr restriktiv“, heißt es aktuell von der Pressestelle der Stadt Ahaus auf Anfrage unserer Redaktion.

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Aus diesem Grund werde die gesamte Programmplanung der Theatersaison 2020/2021 zunächst um einige Monate verschoben. Ab Januar 2021 hofft die Stadt, dann das geplante Programm zeigen zu können.

Corona-Beschränkungen

Neben den Einschränkungen auf der Bühne lassen die aktuellen Vorgaben weniger als ein Drittel des möglichen Publikums zu. „Selbst bei Doppelvorstellungen können nicht alle Abonnenten in die Stadthalle gelassen werden“, hatte Werner Leuker erklärt. Die Diskrepanz zwischen der aufgrund der Corona-Beschränkungen möglichen Besucherzahl und der Zahl der Abonnenten sei einfach zu groß.

Daher werden für die gesamte Saison die Abonnements ausgesetzt: Bestehende Theaterring-Abonnements pausieren automatisch, so dass die festen Sitzplätze in eine „hoffentlich normale“ Spielzeit 2021/2022 „mitgenommen“ werden können, heißt es von der Stadtverwaltung.

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Die Veranstaltungen ab Januar bis zu den Sommerferien 2021 werden als Einzelveranstaltungen buchbar sein, so dass trotz der reduzierten Kapazitäten Interessierte immer wieder die Chance haben, Vorstellungen zu besuchen. Über die konkreten Termine in der ersten Jahreshälfte 2021 und die Buchungsmöglichkeiten wird die Stadtverwaltung zeitnah informieren.

Der Betrieb in der Stadthalle im Kulturquadrat geht indessen nahtlos weiter: Aufgrund der aktuellen Auflagen im Rahmen der Bekämpfung der Pandemie nutzen seit einigen Wochen vor allem Unternehmen und Parteien sowie Behörden die Räumlichkeiten und technischen Möglichkeiten zur Durchführung von Versammlungen und Sitzungen.

„Angepasste Veranstaltungen“

Trotz der erheblichen Restriktionen für die Bereiche Publikum, Bühne und Künstlergarderoben werde mit Hochdruck an ersten – angepassten – kulturellen Veranstaltungen gearbeitet, teilt die Stadt mit. „Um auf Veränderungen der Auflagen reagieren zu können, werden diese allerdings erst kurzfristig angekündigt und in den Vorverkauf gehen können.“

Einen Programm-Vorgriff wagt die Stadt aber schon: Bei weiterhin annähernd konstanten oder weiteren erleichternden Rahmenbedingungen werde das WDR Sinfonieorchester in der Stadthalle Ahaus am Freitag, 25. September, auftreten.

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Unter der Leitung von Reinhard Goebel, Professor für historische Aufführungspraxis am Mozarteum in Salzburg und ausgesprochener und anerkannter Experte für das Repertoire des 17., 18. und frühen 19. Jahrhunderts, werden zu Ehren des 250. Geburtstages Ludwig van Beethovens die Sinfonien Nr. 1 und Nr. 2 gespielt – konfrontiert mit dem Werk des in freundschaftlicher Rivalität verbundenen Nepomuk Hummel.

Solist in seinem hochvirtuosen Trompetenkonzert ist Peter Mönkediek aus Ahaus. Der WDR 3 plant eine Aufzeichnung und Live-Sendung des Konzertes. Der Vorverkaufsbeginn wird rechtzeitig bekannt gegeben.

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