Coronavirus im Kreis Borken: Alle Ereignisse vom 6. bis 20. März zum Nachlesen

Coronavirus

Im Kreis Borken steigt die Zahl an Coronavirus-Infektionen rapide an. Wir haben in unserem Liveblog die Ereignisse der vergangenen Tage zum Nachlesen zusammengefasst.

Ahaus

19.03.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 13 min
Im Kreis Borken gibt es nun bereits über 200 Infektionen. Eine Arztpraxis in Wüllen darf nach einer zweiten Testung nun wieder öffnen.

Im Kreis Borken gibt es nun bereits über 200 Infektionen. Eine Arztpraxis in Wüllen darf nach einer zweiten Testung nun wieder öffnen. © picture alliance/dpa

Das Wichtigste im Überblick:

  • Stand 19. März (17.15 Uhr): 209 (164) Infektionen im Kreis Borken (in Klammern die Zahl des Vortages)
  • Stand 19. März (17 Uhr): Ahaus: 28 Infektionen (18)
    Bocholt: 37 Infektionen (33)
    Borken: 36 Infektionen (28)
    Gescher: 5 Infektion (3)
    Gronau: 9 Infektionen (7)
    Heek: 1 Infektion (1)
    Heiden: 4 Infektion (3)
    Legden: 3 Infektion (2)
    Raesfeld: 22 Infektionen (20)
    Reken: 9 Infektionen (9)
    Rhede: 17 Infektionen (16)
    Schöppingen: 3 Infektion (2)
    Stadtlohn: 2 (0)
    Südlohn: 5 Infektionen (4)
    Velen: 8 Infektionen (6)
    Vreden: 16 Infektionen (11)
  • Morgens gibt es immer aktuelle Zahlen von der Bezirksregierung Münster, die allerdings nur Zahlen für die einzelnen Kreise veröffentlicht. Erst am frühen Abend gibt es ein Update vom Kreis Borken mit den Zahlen für die einzelnen Kommunen.



  • Alle Schulen und Kindergärten bleiben bis nach den Osterferien (20. April) geschlossen.
  • Kneipen, Kinos, Bars und weitere Betriebe bleiben von nun an geschlossen.
  • Alle Einrichtungen der Alten- und Behindertenpflege sollen bis auf weiteres keine Besuche mehr zulassen. Genauso wie Krankenhäuser.


Freitag, 20. März
10 Uhr:
Im Seniorenheim Henricus Stift in Südlohn gibt es einige Bewohner mit Grippesymptomen. Das sorgte zuletzt für Gerüchte im Dorf. Doch „eine Coronaerkrankung von Bewohnern ist jedoch – auch entgegen anderer Gerüchte im Ort – noch nicht diagnostiziert“, betont Einrichtungsleiter Jochen Albers.

9.30 Uhr:
Aus Wüllen gibt es gute Neuigkeiten: Nachdem die Arztpraxis von Dr. Heinz Giesen und Dr. Bernhard Vöcking einige Tage nur telefonisch erreichbar war, weil eine Patientin positiv auf das Coronavirus getestet wurde, kann die Praxis nun wieder öffnen. Ein Mitarbeiter musste allerdings erst noch ein zweites Mal getestet werden.

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Donnerstag, 19. März
17.45 Uhr:
Lange blieb die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen in Stadtlohn bei Null, doch nun gibt es auch dort die ersten bestätigten Fälle.

17.15 Uhr:
Die Zahl der Infektionen ist im Kreis Borken erneut deutlich gestiegen. Nun sind es insgesamt 209 bestätigte Fälle. Am Vorabend waren es noch 164. Im Regierungsbezirk Münster ist die Zahl ebenfalls weiter gestiegen: Von

16.50 Uhr:
Auf Initiative von Dr. Kai Zwicker haben heute die Landräte von acht Kreisen in NRW sowie der Oberbürgermeister der Stadt Münster ein dringliches Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesinnenminister Horst Seehofer und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet gerichtet. Die Kreise machen sich darin für eine gemeinsame deutsch-niederländische Strategie gegen das Coronavirus stark.

Zurzeit könne davon – noch – keine Rede sein und das unterschiedliche Vorgehen beiderseits der Grenze konterkariere die eingeleiteten Eindämmungsmaßnahmen. Sie bitten im Interesse des Gesundheitsschutzes der Bevölkerung darum, schnellstmöglich eine entsprechende Regelung mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Rutte zu treffen.

15.40 Uhr:
Die Folgen des Coronavirus sind auch in der Landwirtschaft zu spüren. Wegen der Grenzschließungen fehlen vielen Spargelbauern die Erntehelfer. Das führt zu Problemen für die Bauern und die Verbraucher.

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12.50 Uhr:
Der Kreis Borken teilt mit, dass die Labore, in denen die Corona-Tests durchgeführt werden, an ihren Kapazitätsgrenzen angekommen sind. Dr. Elisabeth Schwenzow, Leiterin des Krisenstabes des Kreises Borken betont noch mal, wie wichtig es ist, dass wirklich nur die getestet werden, die die Kriterien für einen solchen Test erfüllen. „Nur bei konsequenter Einhaltung der vorgegebenen Regeln werden die vorhandenen Testressourcen ausreichen“, sagt sie.

„Die Ärztinnen und Ärzte, die die Testungen veranlassen, tragen daher eine hohe Verantwortung für den gewissenhaften Gebrauch der Ressourcen. Wir appellieren eindringlich an alle Patienten, Verständnis für das Vorgehen der Ärzte zu zeigen.“

12.15 Uhr:
Seit Dienstagabend gilt der Erlass des Landes NRW zu kontaktreduzierten Maßnahmen auch im Einzelhandel. Am Mittwoch hat sich unser freier Mitarbeiter Michael Schley mal in der Ahauser Innenstadt umgeguckt. Die Folgen sind bereits deutlich spürbar.

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11.45 Uhr:
Sie kommen aus Polen, Tschechien und anderen osteuropäischen Ländern: Pflegekräfte, die Senioren in deren eigenen vier Wänden betreuen. Doch wenn sich die Länder aufgrund des sich weiter stark ausbreitenden Virus abschotten, hat das auch auf die Pflegekräfte Auswirkungen.

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10.50 Uhr:
Die Zahl der im Kreis Borken ist seit gestern Abend um weitere 23 Personen auf insgesamt 187 gestiegen. Insgesamt gibt es im Regierungsbezirk Münster nun 809 Fälle. Am Vorabend waren es noch 726. Derweil gibt es in Stadtlohn die erste Teststation für Corona-Verdachtsfälle. Nicht jeder kann dort aber einfach hingehen.

10.35 Uhr:
Auch die großen Restaurant- bzw. Fastfood-Ketten spüren die Auswirkungen des Coronavirus deutlich. Beatrix Jansen, die Franchise-Nehmerin des Ahauser McDonald´s erklärt, was sich alles verändert hat.

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10.15:
In Heek bietet die Gemeinde Heilig Kreuz aufgrund des Coronavirus einen besonderen Service an: Einen „spirituellen Impuls“ per Whatsapp.



9 Uhr:
Das Coronavirus betrifft mittlerweile jeden. Um sich zu schützen, setzen viele auf verschiedene Maßnahmen. In der Stadtlohner Sonnen-Apotheke hat Jürgen Beimesche nun eine Plexiglasscheibe installieren lassen - und neue Regeln für Mitarbeiter und Kunden aufgestellt.

Mittwoch, 18. März
18 Uhr:
Nach Ahaus, Vreden und Legden gibt es nun auch die ersten bestätigten Corona-Fälle in Heek und Südlohn.


17 Uhr:
Die aktuellen Zahlen für den Kreis Borken und den Regierungsbezirk Münster sind da: Im Kreis Borken ist die Zahl der Infektionen von 123 auf 164 gestiegen, im Regierungsbezirk stieg die Zahl von 565 auf 726.

15.45 Uhr:
Nur ein bisschen Kopfschmerzen oder ein paar Nieser reichen momentan nicht aus, um auf das Coronavirus getestet zu werden. Wann ein solcher Test durchgeführt werden kann, erklärt der Kreis Borken.

14.30 Uhr:
Seit heute gibt es keine Notfall-Betreuung für alle Kinder in Schulen und Kindergärten mehr. Nur noch Kinder von sogenannten „Schlüsselpersonen“ haben ein Anrecht auf Betreuung. Hinter den Eltern und Erziehern liegen anstrengende Tage mit vielen Gesprächen.

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14 Uhr:
Seit einigen Tagen gilt in Seniorenheimen ein striktes Besucherverbot. Die Caritas Ahaus reagiert kreativ, um seinen Bewohnern weiterhin Gespräche mit Freunden und Verwandten zu ermöglichen:



11.55 Uhr:
Das Virus wirkt sich auch immer mehr auf Lokale, Geschäfte und andere Betriebe aus. Einige Restaurants wie das „Gabelpunkt“ in Heek haben bereits geschlossen. Auch Musiker sind stark betroffen, da sie keine Aufträge mehr haben. Und Geschäfte wie das Modehaus Holland mussten schließen.

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11 Uhr:
Im Kreis Borken haben sich die Zahlen der mit dem Coronavirus infizierten Personen seit Dienstagabend nicht verändert. Weiterhin sind es 123. Im Regierungsbezirk Münster ist die Zahl von 565 auf 615 Fälle gestiegen. Das nächste Update wird es voraussichtlich am frühen Abend geben.

10 Uhr:
In Vreden verbringt eine 19-Jährige ihre Zeit aktuell in Quarantäne, weil eine Person in ihrem Umfeld positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Getestet wird sie nicht. Nun hat sie allerdings noch ein weiteres Problem: Ihr Piercing hat sich entzündet, aber niemand will ihr helfen.

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Für Personen gibt es besondere Regeln: Sie müssen ein Tagebuch führen und bekommen Kontrollanrufe. Wer sich nicht daran hält, muss mit harten Strafen rechnen.

8 Uhr:
Vor allem ältere Menschen zählen zu den vom Coronavirus besonders gefährdeten Personen. Um diese Leute zu schützen, gibt es immer mehr Freiwillige, die anbieten, für Risikogruppen einkaufen zu gehen.
Eine von ihnen ist die erst 15-jährige Ellena Molnar aus Ahaus.

Dienstag, 17. März

17.54 Uhr:
Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus (COVID-19) im Regierungsbezirk Münster hat sich im Laufe des heutigen Dienstags von 478 auf jetzt 565 Fälle (Stand: 17. März 17.05 Uhr) weiter erhöht. Entsprechend den der Bezirksregierung Münster vorliegenden Meldungen aus den Kreisen und Städten stellt sich die Lage am Dienstagnachmittag wie folgt dar (erste Zahl: bestätigte Infektionen, zweite Zahl in Klammer: gestrige Meldung 17 Uhr):
Kreis Borken 123 (95), gesundet: 1

Kreis Steinfurt 95 (82)

Kreis Coesfeld 70 (53), gesundet: 5

13.45 Uhr: Eigentlich sollte im April der „Stadtlohner Frühling“, ein verkaufsoffener Sonntag, stattfinden. Der wurde nun allerdings abgesagt.

Und auch die politische Arbeit in Vreden beeinflusst das Virus: Der Rat und andere politische Gremien tagen vorerst nicht mehr. Dennoch wird es in Vreden keinen politischen Stillstand geben, sagt der Bürgermeister.

13.30 Uhr:
Das Coronavirus wirkt sich auch auf die Arbeit im Amtsgericht Ahaus aus. Dort sollen nun noch die wichtigsten und zwingend notwendigen Verhandlungen stattfinden - als Vorsichtsmaßnahme. Einige Verhandlungen mussten aber bereits abgesagt werden, weil ein Richter zur Beobachtung zuhause bleibt.


12.30 Uhr:
Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus (COVID-19) im Regierungsbezirk Münster hat sich von Montagnachmittag bis zum heutigen Dienstagvormittag von 452 auf jetzt 478 Fälle (Stand: 17. Februar, 10.30 Uhr) erhöht. Entsprechend den der Bezirksregierung Münster vorliegenden Meldungen aus den Kreisen und Städten stellt sich die Lage am Dienstagvormittag in ausgewählten Kreisen wie folgt dar (erste Zahl: bestätigte Infektionen, zweite Zahl in Klammer: gestrige Meldung 17 Uhr):

  • Kreis Borken 97 (95)
  • Kreis Kreis Steinfurt 91 (82)
  • Kreis Coesfeld 53 (53); fünf Gesundete



Montag, 16. März

18 Uhr: Das St. Marien-Krankenhaus lässt von nun an keine Besuche mehr zu, das Stadtlohner Rathaus bleibt von nun an geschlossen. In Wüllen musste eine Arztpraxis schließen, da eine Patientin sich mit dem Coronavirus angesteckt hat, aber zuvor noch in der Praxis war. Alles weitere dazu finden Sie hier:

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Samstag, 14. März

21 Uhr: Ein Update am Samstagabend:



20 Uhr:
Nächster Corona-Fall im Profifußball: Der Wüllener Stefan Thesker wurde am Samstag positiv auf das neuartige Virus getestet. Nun muss nicht nur er für 14 Tage in Quarantäne. Hier alle Infos:



10.30 Uhr:
Es gibt nun doch eine Notfall-Betreuung auch in Kitas. Das hat der Kreis in einer Pressemitteilung am Samstagmorgen klargestellt. Am Montag und Dienstag können Kinder also in Ausnahmefällen noch in Schulen und Kindergärten betreut werden. Am Montag treffen sich zudem der Landrat und die Bürgermeister, um für die Zeit danach eine Notbetreuung für Eltern mit Beschäftigung in kritischer Infrastruktur (z.B. medizinischer Bereich) sichergestellt.


Freitag, 13. März

18 Uhr: Die Schulen und Kindergärten bleiben ab Montag geschlossen. In den Schulen gibt es am Montag und Dienstag eine Notfall-Betreuung, in den Kindergärten nicht. Ab Mittwoch ist dann alles zu. Die Bürgermeister und der Landrat treffen sich am Montag, um für die Zeit danach ein Konzept zu entwickeln. Nur für Kinder von besonderen Berufsgruppen soll es eine Notfall-Betreuung geben.

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14.45 Uhr: Laufend erreichen uns weitere Absagen von verschiedenen Veranstaltungen in der Region. Hier unsere Übersicht



13 Uhr: Der Kreis Borken bittet darum, nicht mehr persönlich bei der Kreisverwaltung zu erscheinen. Bürger sollen ihre Anliegen telefonisch oder online erledigen oder sich vorab einen Termin geben lassen. Das gilt für die Kreisverwaltung und die Außenstellen. Alle Infos hier im Überblick:

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12.20 Uhr: Auch der Sport zieht die Notbremse. Jetzt fallen wegen der Situation um das Coronavirus auch alle Fußballspiele aus.


11.45 Uhr: Die WTG-Behörde (ehemals Heimaufsicht) des Kreises Borken hat in enger Abstimmung mit dem Kreisgesundheitsamt allen Einrichtungen der Alten- und Behindertenpflege die dringende Empfehlung ausgesprochen, keine Besuche in ihren Einrichtungen mehr zuzulassen. So soll die Gefahr der Weiterverbreitung des Coronavirus zu vermindert werden. Besonders die älteren und pflegebedürftigen Personen gehören zur Risikogruppe.

Donnerstag, 12. März

17.50 Uhr: Der Kreis Borken und die Städte haben gemeinsam entschieden, wie sie mit Veranstaltungen umgehen. Hier alle Infos:


12.50 Uhr:
Im Kreis Borken gibt es drei neue Coronavirus-Infektionsfälle: einen weiteren Fall in Borken und erstmals zwei Fälle in Rhede. Insgesamt sind im Kreis Borken damit nun 14 Infektionsfälle zu verzeichnen.

12.20 Uhr:
Im Ahauser Krankenhaus wird ein Patient mit dem Coronavirus behandelt. Es handelt sich dabei um den Familienvater aus Ahaus, der sich in der vergangenen Woche infiziert hatte. Hier alle Infos:

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Mittwoch, 11. März

18.20 Uhr:
Das Next in Ahaus bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Auch das Dorf Münsterland in Legden schließt – zunächst unbefristet – seinen Partybereich. Hier alle Infos zum Next:


15.30 Uhr:
Der Kreis Borken hat vier neue Corona-Fälle in Bocholt bestätigt. Eine Person aus einer Reisegruppe, die in Ischgl im Skiurlaub war, ein Ehepaar und eine Einzelperson stehen unter häuslicher Quarantäne.

15 Uhr: Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster erklärt im Video, warum es so wichtig ist, die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Außerdem stellt er sehr detailliert dar, wie der Kreis mit Verdachtsmeldungen umgeht, wann ein Test angeordnet wird und wie der Kreis entscheidet, welche Maßnahmen ergriffen werden.


14.50 Uhr:
Die Irena-Sendler-Gesamtschule bleibt bis zum 20. März geschlossen. Die Schüler haben aber keine Ferien, sie müssen zu Hause Aufgaben erledigen. Wir haben mal nachgefragt, wie das funktioniert und was mit Prüfungen ist.

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13.15 Uhr:
Immer mehr Veranstaltungen fallen aus. Der Kreis will sich morgen (Donnerstag) mit den Bürgermeistern beraten, wie mit Veranstaltungen mit weniger als 1000 Besuchern umgegangen werden soll. Wir haben eine Liste mit Absagen zusammengestellt, die wir laufend aktualisieren.

11 Uhr: Wir haben nochmal alle Informationen zur Absage des Zeltfestivals Karpaten zusammengefasst. Die Veranstalter haben angekündigt, dass es beim Ausweichtermin im Herbst einige Änderungen geben soll.

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Auch Schützenfeste stehen auf der Kippe, je nachdem wie lange der Erlass gilt. Ein Südlohner Verein sagt schon jetzt: „Das ist absoluter Quatsch!“

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Dienstag, 10. März

18.50 Uhr: Bei einem der 18 Schülerinnen und Schüler, die sich seit ihrer Rückkehr aus einer Skifreizeit des Steinfurter Gymnasiums Arnoldinum in Südtirol am Wochenende in häuslicher Quarantäne befinden und vorsorglich auf das Coronavirus getestet wurden, ist nun (10.03.2020) diese Virusinfektion nachgewiesen worden. Das teilt am Abend die Borkener Kreisverwaltung mit. Zwei weitere Testergebnisse stehen noch aus, alle übrigen waren negativ. Die Mitglieder der Familie des infizierten Schülers haben sich sehr besonnen verhalten und sich seit seiner Rückkehr auch selbst in Quarantäne begeben. Daher wird das Risiko einer Weiterverbreitung des Coronavirus in Schöppingen derzeit als äußerst gering eingeschätzt, so der Kreis Borken. Für die Familienmitglieder gilt strikte „Häusliche Quarantäne“. Das ist eine behördlich angeordnete Maßnahme vor allem mit diesen Folgen:

• Verbleiben im eigenen Haushalt

• Regelmäßiger Kontakt mit dem Kreisgesundheitsamt.

17.05 Uhr: Ahaus Marketing & Touristik sagt den für den 29. März geplanten Ostermarkt ab und bezieht sich dabei auf einen Erlass der Landesregierung. Der gilt für alle Kommunen in NRW und bedeutet auch für das Münsterland, dass hier erst mal keine Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern stattfinden dürfen.

16.20 Uhr: Das Zeltfestival Karpaten wird in diesem Frühjahr nicht stattfinden. Die Veranstaltung fällt unter das Veranstaltungsverbot der Landesregierung, weil dort deutlich mehr als 1000 Menschen gemeinsam feiern. Das Festival soll im Herbst nachgeholt werden. Hier alle Infos dazu:


16 Uhr:
Das Land NRW hat gerade angeordnet, dass alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern abgesagt werden müssen. Es gibt einen entsprechenden Erlass. Was das für Veranstaltungen hier in der Region genau heißt, können weder der Kreis Borken noch die Stadt Ahaus im Moment sagen.

„Wir kennen den Wortlaut das Erlasses noch nicht“, sagt Kreispressesprecher Karlheinz Gördes. „Wir werden das genau prüfen und uns dann mit den Bürgermeistern abstimmen.“ Man wolle sich außerdem mit den anderen Kreisen im Münsterland auf eine gemeinsame Linie einigen.

Auch Werner Leuker, Beigeordneter der Stadt Ahaus, kann keine konkrete Aussage machen. „Wir sondieren die Lage jeden Tag neu. Im Moment haben wir in Ahaus eine kontrollierte Lage, aber das kann morgen schon wieder ganz anders aussehen.“ Die Stadt stehe in engem Austausch mit den Veranstaltern, warte aber auch noch auf den Wortlaut des Erlasses.

11.15 Uhr:
Die ersten Veranstaltungen werden abgesagt. Das gilt zum Beispiel für den bunten Nachmittag der KFD St. Otger Stadtlohn.

Die Absagen haben auch wirtschaftliche Folgen für Unternehmer in der Region. Wir haben mit einigen gesprochen:

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Und auch auf den Sport hat das Coronavirus Auswirkungen:

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Montag, 9. März

18.30 Uhr: Der Kreis Borken meldet einen Fall von Coronavirus aus Borken. Es handelt sich um einen jungen Mann, der einer Reisegruppe angehörte, die in Südtirol Urlaub gemacht hat. Er und sechs weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Borken hatten sich bereits auf ihrer Rückfahrt beim Kreisgesundheitsamt gemeldet und sich in Absprache direkt nach Ankunft in Borken vorsorglich in häusliche Quarantäne begeben. Die bestätigten Ergebnisse der sechs weiteren Personen liegen bislang noch nicht vor. Der Gesundheitszustand aller sieben Personen wird laufend beobachtet, derzeit sind alle symptomfrei. Die Mitglieder der Reisegruppe zeigen sich dabei sehr kooperativ. Dem besonnenen Verhalten der Gruppe ist es zu verdanken, dass das Risiko einer Weiterverbreitung des Coronavirus in Borken– ähnlich wie in Bocholt – derzeit als äußerst gering eingeschätzt wird.

Vertreter des Krisenstabes des Kreises Borken haben unmittelbar mit der Stadt Borken die akute Situation besprochen und die weiteren Maßnahmen abgestimmt. Borkens Landrat Dr. Kai Zwicker wiederholt seinen Appell an die Bevölkerung, besonnen zu sein. Es werde alles darangesetzt, eine Weiterverbreitung des Coronavirus zu vermeiden.

Schüler zu achtsamen Verhalten aufgefordert


14.30 Uhr:
Die Teilnehmer der Schüler-Skifreizeit des Berufskollegs für Technik Ahaus werden zu „achtsamem Verhalten“ aufgefordert. Das teilt der Krisenstab des Kreises Borken mit. Sie müssen in den 14 Tagen seit ihrer Rückkehr unter anderem ihre üblichen sozialen Kontakte einschränken und dürfen die Schule nicht besuchen Obwohl die Testung der Gruppe auf das Coronavirus für alle 68 Teilnehmer negativ war, erfolgt diese Maßnahme vorsorglich.

Die 18 Schöppinger Teilnehmer der Schüler-Skifreizeit des Gymnasiums Arnoldinums Steinfurt werden am Dienstag ab 9 Uhr getestet und bleiben insgesamt 14 Tage in „häuslicher Quarantäne“.

10.50 Uhr:
Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus (COVID-19) im Regierungsbezirk Münster hat sich im Verlauf des Wochenendes bis zum heutigen Montagmorgen auf jetzt 38 (Stand 9. März, 10.20 Uhr) erhöht. Die Zahl der gemeldeten Verdachtsfälle liegt bei 118. Entsprechend den der Bezirksregierung Münster vorliegenden Meldungen aus den Kreisen und Städten stellt sich die Lage am Montagvormittag in ausgewählten Kreisen wie folgt dar:

Kreis Borken: 5 Infektionen

Kreis Steinfurt: 2 Infektionen, 41 Verdachtsfälle

Kreis Coesfeld: 21 Infektionen, 9 Verdachtsfälle

Stadt Münster: 5 Infektionen

Sonntag, 8. März
17.11 Uhr:
Die sofortige Testung der aus Südtirol zurückgekehrten Schüler, die an einer Skifreizeit des Berufskollegs für Technik in Ahaus teilgenommen hatten, ergab keinen Coronavirus-Nachweis. Landrat Dr. Kai Zwicker: „Alle 68 Proben sind negativ, dennoch wurde zunächst bis einschließlich Montag häusliche Quarantäne angeordnet.“ 61 Schüler sowie sieben Begleitpersonen einschließlich Busfahrer waren am Samstagabend unmittelbar nach ihrer Rückkehr getestet worden.


17.09 Uhr:
Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus (COVID-19) im Regierungsbezirk Münster hat sich im Laufe des Sonntags um zwei Fälle auf jetzt 35 (Stand 8. März, 17.05 Uhr) erhöht. Die Zahl der gemeldeten Verdachtsfälle liegt nun bei 118 (vormittag: 100). Entsprechend den der Bezirksregierung Münster vorliegenden Meldungen aus den Kreisen und Städten stellt sich die Lage am Sonntagvormittag in ausgewählten Kreisen wie folgt dar:

Kreis Borken: 5 Infektionen

Kreis Steinfurt: 1 Infektion, 39 Verdachtsfälle

Kreis Coesfeld: 19 Infektionen, 11 Verdachtsfälle

Stadt Münster: 5 Infektionen

Lehrer aus Rheine bei Schulfreizeit infiziert


16.05 Uhr:
Auch im Kreis Steinfurt ist jetzt erstmals ein Coronavirus-Infektionsfall nachgewiesen worden. Bei der infizierten Person handelt es sich um einen Lehrer aus Rheine, der am Gymnasium Arnoldinum in Burgsteinfurt unterrichtet. Der 45-Jährige begleitete die Jahrgangsstufe 10 des Arnoldinums während eines Aufenthalts in Südtirol. Die 106 Schüler waren gemeinsam mit zehn Lehrern am Freitag zurückgekehrt. In der Reisegruppe befanden sich auch 18 Schüler aus Schöppingen. Sie stehen vorsorglich unter häuslicher Quarantäne.

11.51 Uhr:
Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus (COVID-19) im Regierungsbezirk Münster hat sich von Samstag auf Sonntag um einen Fall auf jetzt 33 (Stand 8. März, 11.45 Uhr) erhöht. Die Zahl der gemeldeten Verdachtsfälle liegt nun bei 100 (gestern: 98). Entsprechend den der Bezirksregierung Münster vorliegenden Meldungen aus den Kreisen und Städten stellt sich die Lage am Sonntagvormittag in ausgewählten Kreisen wie folgt dar:

Kreis Borken: 5 Infektionen

Kreis Steinfurt: 1 Infektion, 36 Verdachtsfälle

Kreis Coesfeld: 18 Infektionen, 11 Verdachtsfälle


Samstag, 7. März
18.05 Uhr
: Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus (COVID-19) im Regierungsbezirk Münster hat sich am Samstag von 30 auf 32 erhöht (Stand 7. März, 17.30 Uhr). Weiter ansteigend ist auch die Zahl der Verdachtsfälle, die nun bei 98 liegt. Entsprechend den der Bezirksregierung Münster vorliegenden Meldungen aus den Kreisen und Städten stellt sich die Lage am Samstagmittag im Kreis Borken so da: 5 Infektionen

17.30 Uhr:
Der Kreis Borken teilt mit, dass es nach der Testung von zwei Klassen der Ahauser Irena-Sendler-Gesamtschule keine weiteren bestätigten Coronavirus-Fälle gibt. Alle 86 Tests sind negativ ausgefallen.



13.45 Uhr: Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus (COVID-19) im Regierungsbezirk Münster hat sich von Freitag auf Samstag von 28 auf 30 erhöht (Stand 7. März, 13.15 Uhr). Weiter ansteigend ist auch die Zahl der Verdachtsfälle. Entsprechend den der Bezirksregierung Münster vorliegenden Meldungen aus den Kreisen und Städten stellt sich die Lage am Samstagmittag in ausgewählten Kreisen wie folgt dar (erste Zahl: bestätigte Infektionen, zweite Zahl: Verdachtsfälle):
Kreis Borken: 5 Infektionen
Kreis Coesfeld: 16 Infektionen, 4 Verdachtsfälle
Kreis Steinfurt: 0 Infektionen, 23 Verdachtsfälle

Freitag, 6. März
22 Uhr: Die Stadt Ahaus informiert aktuell über die Entwicklung der Coronavirusinfektionen in Ahaus in enger Zusammenarbeit mit dem Kreis Borken. Zusätzlich finden Interessierte viele Hinweise und Links auf der Homepage zum Thema, wie man sich vor einer Infektion schützen kann und wer wo Ansprechstation ist.

Für weitere nichtmedizinische Fragen und Anliegen zu dieser Thematik hat die Stadt ab sofort rund um die Uhr ein Service-Telefon mit der Nummer 02561-72690 eingerichtet.


19.30 Uhr: Die Teilnahme von Jugendlichen am Jugendhilfeausschuss der Stadt Ahaus wird verschoben. Eigentlich sollten in der Sitzung am 9. März Jugendliche ihre Meinung sagen können. „Da erfahrungsgemäß viele Schülerinnen und Schüler aus den weiterführenden Schulen kommen und damit eine erhöhte Möglichkeit zur Ansteckung bestehen könnte, haben sich der Ausschussvorsitzende und die Verwaltung für eine zeitliche Verschiebung dieses Sachverhaltes ausgesprochen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Über einen neuen Termin wird die Stadt rechtzeitig informieren.

19.15 Uhr: Bei der Pressekonferenz am Nachmittag hat der Kreis Borken noch einmal im Detail erklärt, warum die Irena-Sendler-Gesamtschule geschlossen bleibt, wie der Test am Freitagabend abläuft und wer nun besser zu Hause bleiben sollte. Alle Informationen aus der Pressekonferenz haben wir hier zusammengefasst:



19 Uhr: Eine Klasse des Berufskolleg für Technik ist im Moment auf Klassenfahrt in Südtirol. In ihrer Pension gab es zuvor einen Infizierten. Wenn die Klasse am Wochenende zurückkommt, werden alle Schüler auf das Coronavirus getestet. Wir haben mit der Mutter einer Schülerin aus Stadtlohn und einer Unternehmerin gesprochen:

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18 Uhr: Der Kreis Borken hat seit einigen Tagen eine eigene Hotline mit der Telefonnummer (02861) 821091 eingerichtet, unter der Auskünfte zum Coronavirus erhältlich sind. Diese Hotline ist auch über dieses Wochenende besetzt: Am Samstag, 7. März, und Sonntag, 8. März, ist das Kreisgesundheitsamt dort jeweils von 8 bis 17 Uhr zu erreichen. Darüber hinaus ist die Patienten-Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung unter der Telefonnummer 116117 erreichbar.

Im Video gibt Landrat Kai Zwicker am Freitagabend eine Einschätzung zur aktuellen Situation:



17.40 Uhr: Die Bezirksregierung Münster hat soeben ein Update zu den aktuellen Corona-Infektionen veröffentlicht. Demnach sind im Kreis Borken fünf Personen infiziert. Das passt zu den Angaben des Kreises Borken. Eine Frau aus Bocholt und ein Vater und drei Kinder aus Ahaus sind betroffen. Laut Bezirksregierung gibt es zurzeit zehn Verdachtsfälle im Kreis Borken.

17.30 Uhr: Die Irena-Sendler-Gesamtschule bleibt zwei Wochen geschlossen. An allen anderen Ahauser Schulen geht der Schulbetrieb weiter. Die Schulen informieren Eltern und Schüler auf ihren Internetseiten. Hier alle Infos dazu:




17 Uhr: Clemens Schulze Beikel (7) aus Legden hat in der Schule gelernt, wie man sich richtig die Hände wäscht. Experten sagen, dass das meist der beste Schutz vor dem Coronavirus ist.

Video
So geht Händewaschen richtig



15.30 Uhr: Jens Spahn hat wegen des Coronavirus einen Termin am Samstag in Alstätte abgesagt. Eigentlich wollte der Bundesgesundheitsminister an der Haarmühle zum Thema Organspende mit betroffenen Angehörigen diskutieren. Doch angesichts der aktuellen Geschehnisse rund um die Ausbreitung des Coronavirus sagte der aus Ottenstein stammende Minister das Treffen ab. Er werde in Berlin gebraucht.

14.30 Uhr: Die Klassenkameraden der beiden infizierten Schüler aus Ahaus werden noch heute Abend einem Schnelltest unterzogen. Das teilt der Kreis Borken mit. Unabhängig vom Ergebnis bleibt die Irena-Sendler-Gesamtschule zwei Wochen lang geschlossen. Hier haben wir alle Informationen dazu zusammengefasst:


14.15 Uhr: Der Kreis Borken hat für Freitagnachmittag um 15.30 Uhr eine Pressekonferenz angesetzt. Es soll Informationen zu den Fällen in Ahaus geben. Außerdem werden die Ergebnisse der Sitzung des Krisenstabs am Freitagmorgen veröffentlicht. Die Pressekonferenz könnt ihr live auf unserem Facebook-Kanal im Video verfolgen.

14 Uhr: Das Klinikum Westmünsterland möchte verhindern, dass sich das Coronavirus in den Krankenhäusern ausbreitet. Deswegen sollen Patienten nur noch einen Besucher pro Tag bekommen. Hier alle Infos zu der Besuchsregelung:

Zusammenfassung am Freitagmittag (6. März)

Der Kreis Borken hat am Freitagmorgen bestätigt, dass sich eine Familie aus Ahaus mit dem Coronavirus infiziert hat. Demnach sind vier von fünf Familienmitgliedern betroffen.

Zwei der Kinder, die sich ebenfalls angesteckt haben, besuchen die Irena-Sendler-Gesamtschule. Der Kreis hat deswegen entschieden, die Schule am Freitag vorsorglich geschlossen zu lassen. Am Freitag hat der Krisenstab sich getroffen und über weitere Maßnahmen gesprochen.

Die Familie hat sich offensichtlich in den Niederlanden angesteckt. Sie hatte Kontakt zu Personen aus Borne, die mit dem Coronavirus infiziert waren. Die Familie befindet sich in Quarantäne.

Bereits am Donnerstag hat der Kreis eine Infektion in Bocholt bestätigt. Eine Frau, die in Italien im Urlaub war, hatte sich angesteckt.

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