Co-Working-Space

„Coworking Spaces“: Gibt es Nachfrage nach gemeinsamen Arbeitsplätzen?

Eine Online-Umfrage zum Leader-Projekt „Coworking Spaces AHL“ der Wirtschaftsförderungsgesellschaft wird derzeit umgesetzt. Ziel ist es, die Idee pilotartig in der hiesigen Region auszurollen.
So wie hier könnte auch bald in Ahaus ein zumindest temporärer Co-Working-Space entstehen. © projaegt

Viele Jobs könnten heutzutage von jedem Ort der Welt ausgeführt werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Ahaus. Die dadurch gewonnene Freiheit ermögliche eine flexible Arbeitsplatzwahl, so dass immer mehr Menschen im Homeoffice oder in sogenannten „Coworking Spaces“ arbeiten.

Der Begriff „Coworking“ bedeutet „zusammen arbeiten“. Dahinter stecke die Idee, dass viele kleine Unternehmen, Freiberufler, Startups und Kreative gemeinsam Räume nutzen. Statt eines ganzen Büros miete der Einzelne also nur den Arbeitsplatz, den er benötigt.

Alltag im Homeoffice

Die Corona-Pandemie habe die zuvor genannte Entwicklung noch weiter vorangetrieben: In den letzten Monaten sei Homeoffice für viele Menschen in Deutschland ein Stück weit Alltag geworden. Doch nur zu Hause zu arbeiten, sei für viele auch nicht zufriedenstellend.

Einsamkeit, Entgrenzung der Arbeit, Störungen und technische Infrastruktur – das seien laut einer im Jahr 2020 veröffentlichen Studie der Bertelmann Stiftung die wichtigsten Gründe für den Coworking Space als Alternative zum Homeoffice.

Beitrag zum Umweltschutz

Katrin Damme, Wirtschaftsförderin der Stadt Ahaus, sei von den neuen Möglichkeiten und Chancen, die flexible Arbeitsformen und -orte eröffnen, überzeugt: „Nicht nur die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit ländlicher Räume wird erhöht, auch kann ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet werden, wenn das Pendeln wegfällt. Nicht zu vergessen sind die Möglichkeit des Austausches untereinander sowie die positiven Auswirkungen auf die Work-Life-Balance der Coworker“.

Wie ist die Situation in Ahaus? Die Online-Umfrage soll hier Licht ins Dunkel bringen und unter anderem Aufschlüsse über das Pendlerverhalten der Ahauser, die Bekanntheit der neuen Arbeitsform, das Nachfragepotenzial und Anforderungen an einen Coworking Space in Ahaus geben. Auf Basis der Umfragewerte könne dann eruiert werden, ob eine Erprobung neuer Arbeitsmodelle in Ahaus sinnvoll sei und wenn ja, in welchem Umfang gestartet wird.

Temporärer Arbeitsplatz

„Denkbar ist ein temporärer Pop-Up Coworking Space zum Testen und Erfahrungen sammeln oder ein Gemeinschaftsbüro, das direkt auf Dauer angelegt ist. Um das herauszufinden, sind die Ideen, Wünsche und Bedürfnisse der Bürger, die sie durch das Beantworten der Fragen zum Ausdruck bringen können, gefragt“, so Meike Kamping vom ausführenden Projektbüro Projaegt.

Als Dankeschön werden unter allen Teilnehmenden fünf Ahauser Einkaufsgutscheine im Wert von 20 Euro verlost, heißt es abschließend in der Pressemitteilung der Stadt.

Nähere Infos zu der Umfrage gibt es auf der Internetseite (www.projaegt.de/de/2021/07/20/20-07-2021-ein-coworking-space-fuer-ahaus-unsere-online-umfrage-startet/) der Firma Projaegt.

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