Jahresrückblick

Das Jahr 2020 in Ahaus: War außer dem Coronavirus noch etwas?

Klar, 2020 gab es auch in Ahaus eigentlich nur ein Thema: das Coronavirus. Doch auch abseits der Pandemie ist einiges passiert. Zehn Themen, die unsere Leser am meisten interessierten.
Was hat Ahaus 2020 bewegt? Gab es neben den täglichen Entwicklungen rund um das Coronavirus auch noch andere Themen? Im Rückblick fassen wir die erfolgreichsten Artikel zusammen. © Martin Klose

Noch wenige Tage, dann ist das in jeder Hinsicht außergewöhnliche Jahr 2020 zu Ende. „Endlich“, werden viele Leute stöhnend sagen. Die Corona-Pandemie hatte das Jahr fest im Griff. War sonst noch was? In unserem Jahresrückblick haben wir die zehn Themen zusammengestellt, die unsere Leser in diesem Jahr am meisten interessiert haben.

Platz 10: Tiefgarage mit Verspätung

Mit fast eineinhalb Jahre Verspätung öffnet sich im Oktober das Parkhaus unter dem Kaufhaus Berken in der Ahauser Innenstadt. 110 neue Parkplätze stehen damit zur Verfügung. Endgültig fertig ist die große Garage allerdings immer noch nicht: Die Parkplätze können zwar genutzt werden, doch es gibt noch einige Baumängel. Deren Instandsetzung und die Suche nach dem Schuldigen zieht sich noch hin.

Platz 9: Die neue alte Bürgermeisterin

Ahaus hat gewählt – und das sehr deutlich: Die amtierende und parteilose Bürgermeisterin Karola Voß wird mit einer überwältigenden Mehrheit von 77,2 Prozent in ihrem Amt bestätigt. Ihre Konkurrenten Dr. Michael Räckers (CDU, 18,8 Prozent) und Dietmar Eisele (Grüne, 4,0 Prozent) hatten zwar trotz des Coronavirus‘ einen spannenden Wahlkampf geliefert, blieben am Ende aber chancenlos.

Platz 8: Endgültig Feierabend im Traditionshaus Haverkamp

Paul Haverkamp macht Schluss: Der 74-jährige Unternehmer schließt nach 48 Jahren das Modehaus Haverkamp zum letzten Mal zu. „Ich glaube, ich habe mein Pensum erfüllt“, sagt er schmunzelnd. Die Geschäftsaufgabe war lange geplant. Ahaus verliert ein Traditionsunternehmen. Was mit dem Gebäude am Anfang der Fußgängerzone geschieht, ist noch nicht klar.

Platz 7: Pop-Up-Biergarten im Schlossgarten kommt gut an

Schützenfeste, Kirmes, Stadtfest – alles abgesagt. Die Ahauser sehnen sich im Sommer nach Gelegenheiten, um gemeinsam draußen zu sitzen, Musik zu hören und ein oder zwei Bier zu trinken. Zwei Ahauser Gastronomen hören den Ruf und eröffnen für einige Wochen den Schlossbiergarten. Natürlich unter strengen Regeln. Ein voller Erfolg.

Platz 6: Shitstorm nach Marketingaktion

Marketing, das nach hinten losgeht: Ein Ahauser Fitnessstudio will im Sommer von der Diskussion profitieren, ob der Begriff „Zigeunersoße“ diskriminierend ist oder nicht. Mit einer geschmacklosen Aktion wirbt das Studio mit kostenlosen Mitgliedschaften für diejenigen, die Zigeunersoßen mit zur Anmeldung bringen. Der massive Shitstorm lässt nicht lange auf sich warten. Die Aktion verschwindet klammheimlich wieder.

Platz 5: Gewitter sorgt für Überschwemmung

Überschwemmung im August: Gewitter und Starkregen überfordern die Abwasserleitungen in Ahaus und Heek. Einige Straßen stehen unter Wasser. Die Feuerwehr bekommt das Problem allerdings relativ schnell in den Griff. Trotz solcher Einzelereignisse ist auch das Jahr 2020 wieder viel zu trocken. Bäume, Pflanzen und Tiere leiden unter der Trockenheit und den hohen Temperaturen im Sommer.

Platz 4: Polizei sucht mit Hubschrauber nach Einbrechern

Einbrecher rufen im Juni in Alstätte die Polizei mit einem Großaufgebot auf den Plan: Unbekannte waren in ein Haus eingebrochen und hatten fünf Armbanduhren gestohlen. Zeugen sehen später ein verdächtiges Auto am Alstätter Freibad. Doch trotz Hubschraubereinsatz bekommt die Polizei die Täter nicht zu fassen.

Platz 3: Ratsherr flüchtet aus der Sitzung

Wahlkampf einmal anders: Vor der Kommunalwahl hängen die Grünen in Ahaus Plakate gegen die AfD auf. Die Stadt lässt die Plakate abhängen, weil sie nicht den Regeln entsprechen sollen. Ein Gericht entscheidet, dass sie doch aufgehängt werden durften. Schließlich soll das Ganze im Rat geklärt werden. Dort gipfelt schließlich die Geschichte schließlich darin, dass Dietmar Eisele, Ratsherr der Grünen, mit zugehaltenen Ohren aus der Ratssitzung flüchtet.

Platz 2: Sturmtief beschäftigt Feuerwehr über Tage

Sabine hält das Münsterland im Griff: Drei Tage wütet der Orkan im Februar über dem Münsterland. Feuerwehr und Rettungsdienste verzeichnen über 300 Einsätze. Ahaus kommt dabei noch relativ glimpflich davon: Eine große Menge ausgelaufene Gülle, einige abgebrochene Äste, der Zugverkehr wird eingestellt. In der Nachbarschaft, in Heek oder Vreden, schlägt der Sturm deutlich heftiger zu.

Platz 1: Coronavirus, Coronavirus, Coronavirus

Anfang März erreicht das Coronavirus die Stadt: Es gibt die ersten bestätigten Infektionen, die Irena-Sendler-Gesamtschule wird geschlossen, Veranstaltungen abgesagt, das öffentliche Leben kommt völlig zum Erliegen. Die Nachrichten überschlagen sich. Ende November schließlich ein erstes fahles Licht am Ende des Tunnels: Das Impfzentrum für den Kreis Borken wird angekündigt. Wann es dort losgeht, bleibt aber noch unklar.

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