Solche Plastikpartikel befanden sich in Gewässer 1821. © Nils Dietrich
Kommentar

Das Plastik ist überall – da sollten wir uns keine Illusionen machen

Der Zwischenfall bei der Iso-Tech macht deutlich, wie weit sich Plastik in der Umwelt verteilt hat. Daran tragen wir alle eine Mitschuld, kommentiert unser Redakteur Nils Dietrich.

Am Donnerstag ging es dem Plastik mit Sieb und Bagger an den Kragen: Mitarbeiter eines von der Stadt beauftragten Unternehmens fischten Kunststoffpartikel aus dem Gewässer 1821. Die waren offiziellen Angaben zufolge am 28. Juni beim Starkregen vom Firmengelände der Iso-Tech in das Abwassersystem gespült worden.

Das Unternehmen selbst unternimmt derzeit alles Mögliche, um den Schaden zu beheben – in Zusammenarbeit mit der Stadt, die die Reinigungsaktion überwachte. Es ist absolut richtig, dass hier konsequent gehandelt wird, um weiteren Schaden von Flora und Fauna abzuwenden. Über eine Bestrafung des Verursachers wird noch zu sprechen sein.

Wir sollten uns aber nicht der Illusion hingeben, dass sämtliches Plastik auch wieder eingesammelt wird. Noch wichtiger: Das gilt nicht nur für die Verunreinigung des kleinen Abwasserbaches.

Der Vorfall nämlich ist ein Symptom für ein viel größeres Problem. Das Plastik ist bereits überall. Im Wasser, im Boden, in unserer Nahrung, in unseren Körpern. Wir können es nicht sehen, nicht riechen, nicht schmecken.

Genau das sollte uns darüber zu denken geben, wie wir mit der Natur und unseren Ressourcen umgehen. Gesund kann das nicht sein.

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.