Bei der Pressekonferenz der Grünen (v.l.): Arno Heipel (Kreisverband Borken), Alexandra Schoo, die für die Grünen im Wahlkreis Borken und Steinfurt antritt, sowie Monika Logermann (Kreisverband Borken). © Stefan Werding
Atomausstieg

Die Grünen wollen bewusst auch im Münsterland nach Atommüllendlager suchen

Bei einer Pressekonferenz haben die Grünen sich zum Thema Atommüllendlagersuche geäußert. Zurzeit kommt auch das Münsterland infrage. Das wollen auch die Grünen nicht ändern.

Die Grünen im Münsterland stehen für einen ergebnisoffenen Prozess bei der Suche nach einem Atommüllendlager. Dafür müsse „ganz klar werden, dass der Atomkreislauf endgültig beendet werde“, wie die Bundestagsabgeordnete Maria Klein-Schmeink am Mittwoch in Münster während einer Pressekonferenz sagte.

Die fünf Grünen-Kreisverbände aus Borken, Coesfeld, Münster, Steinfurt und Warendorf betonten: „Unsere Akzeptanz der Suche nach einem geeigneten Endlager für hochradioaktiven Atommüll auch im Münsterland ist unabdingbar mit der zeitgleichen Umsetzung des vollständigen Atomausstieges verbunden.“

Münsterland bewusst nicht ausschließen

Zurzeit wird bundesweit nach einem Standort für hochradioaktiven Atommüll gesucht. 54 Prozent der Fläche der Bundesrepublik könnten nach den Worten von Hedwig Tarner, Vertreterin der Grünen im Regionalrat, nach bisherigem Stand des Verfahrens geeignet sein. Darunter fallen auch große Teile des Münsterlands. Auf Versuche, das Münsterland als möglichen Standort auszuschließen, verzichten die Grünen ganz bewusst.

Ihnen ist es nach Klein-Schmeinks Worten wichtig, dass ein Endlager so weit wie irgend möglich den Sicherheitsstandards entspreche. Dafür sei es nötig, dass die Entscheidung erstens nach aktuellstem Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse fällt, zweitens hochgradig transparent ist und drittens im laufenden Prozess neue Erkenntnisse mit einfließen können.

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