Eingepfercht zwischen Zäunen und Häusern liegt der ehemalige Spielplatz in der Nähe der Ambrosiusstraße. Als Gemeinschaftsgarten nur wenig malerisch. © Stephan Rape
Meinung

Die Idee mit den Gemeinschaftsgärten war blinder Aktionismus der WGW

In Großstädten sind Gemeinschaftsgärten sicherlich eine nette Idee. Für Ahaus sieht unser Redakteur da aber nur wenig Potenzial. Ein Kommentar.

Auf dem Papier liest sich die Idee ja gar nicht so übel: Auf Grundstücken, die für Spielplätze nicht mehr gebraucht werden, sollen Anwohner Gemeinschaftsgärten anlegen.

Interessenten gibt es dafür bisher nicht. Ahaus ist eben auch einfach keine urbane Metropole, in der private oder öffentliche Grünflächen rar sind. Der durchschnittliche Ahauser hat seinen Garten: hinter dem Haus.

Wenig malerische Gartengrundstücke

Und ob nun gerade die kleinsten Flächen, die wenig malerisch an Fußwegen liegen, wirklich nach Gemüse- oder Blumenbeeten schreien, überlasse ich mal den Gartenfreunden. Ausgerechnet die Nachbarschaften anzusprechen, so hatte es sich die WGW gedacht, halte ich für Unsinn: Die Nachbarn sind schließlich in der Regel mit ihren eigenen Gärten beschäftigt.

Die ehemaligen Spielplätze liegen schon seit zig Jahren brach. Da muss eine neue Nutzung jetzt auch nicht mehr übers Knie gebrochen werden. Ein paar Wildblumensamen hier und da haben sicherlich den gleichen Effekt: Die Flächen bleiben grün und für die Insekten ist auch etwas getan.

Arbeitsnachweis erbracht

Aber zumindest hat die WGW mal wieder einen Antrag in den Rat gebracht und darüber lang und breit diskutiert. Sozusagen als Arbeitsnachweis. Beim nächsten Mal sollten sie sich dann aber wieder auf ihre Kernkompetenz beschränken: Und die liegt ja bekanntlich in Wüllen.

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Redaktion Ahaus
Ursprünglich Münsteraner aber seit 2014 Wahl-Ahauser und hier zuhause. Ist gerne auch mal ungewöhnlich unterwegs und liebt den Blick hinter Kulissen oder normalerweise verschlossene Türen. Scheut keinen Konflikt, lässt sich aber mit guten Argumenten auch von einer anderen Meinung überzeugen.
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Stephan Rape

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